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Tipps zum Wintertraining – Die kalte Jahreszeit sinnvoll nutzen

4. Januar 2011 von Celia Kuch

Celia Kuch und WintertrainingCelia Kuch ist Profi-Triathletin. Nach sechs winterlosen Jahren in Neuseeland, muß sie sich nun  in Deutschland mit dem Härtefall Winter – mit viel Schnee und Eis seit November auseinandersetzten. Celia hat ein paar einfache und wirkungsvolle Tipps fürs Wintertraining.


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Inzwischen sind wir also mitten drin und voll dabei. Wobei? Im wintar wie er auf althochdeutsch heißt – der „nassen Jahreszeit“. Und nicht nur nass, sondern auch kalt. Nach sechs winterfreien Jahren in Neuseeland ist nun auch meine Kreativität und Winterhärte wieder gefragt.

Nachdem wir uns alle eine 4-6 wöchige wohlverdiente Auszeit gegönnt haben (gegönnt haben sollten!), beginnt ab November oder Dezember wieder der Einstieg ins Training. Nach einer kurzen Wiedereingewöhnungsphase startet der erste Trainingszyklus – die Vorbereitungsperiode (I+II). Und damit die Grundsteinlegung für die nächste Saison – das Fundament unseres Hauses. Oder anders ausgedrückt: „Der Wettkampferfolg der nächsten Saison, wird immer im Winter gelegt“. Also, packen wir’s an!Celia Kuch und Wintertraining

Trainingseinstieg

Die Vorbereitungsperiode I soll uns darauf vorbereiten, die intensiven Belastungen in späteren Trainingsperioden – vor allem der sepziellen Wettkampfvorbereitung – besser zu verkraften. Deshalb wird zwischen Dezember und März viel an der aeroben Grundlagenausdauer und der Kraft gearbeitet. Trainingeinheiten mit zu intensiven Charakter haben hier noch nichts verloren. Das heißt trotz alledem nicht, dass NUR leicht und locker trainiert wird. Besonders bei höheren Umfängen und der Gefahr der Bewegungsmonotonie, werden die längeren Laufeinheiten zum Beispiel mit Steigerungsläufen und Sprints vor- bzw. nachbereitet.

Wintertraining bedeutet deshalb vor allem: eine gute Ausdauer-Grundlage zu schaffen und dabei nicht die Themen Kraft, Technik und Beweglichkeit zu vergessen. Schwächen sollten erkannt und ausgemerzt werden. Techniktraining beim Laufen und Schwimmen sollen zur Bewegungsökonomisierung beitragen. Beim Radeln hilft Rollentraining beispielsweise unseren Tritt zu verbessern und erleichtert das Radtraining bei Wind und Wetter. Dabei sollten die  Vorbereitungsperioden I+II jeweils mindestens acht Wochen dauern

Celias` Tipp: Einfach und wirkungsvoll

Bei mir persönlich fällt das Wintertraining dieses Jahr etwas spezieller aus. Leider besitze ich kein Mountainbike und auch keine Langlaufskiausrüstung (für so eine Anschaffung fehlt diese Saison einfach das nötige Kleingeld). Da ich zudem kein Auto habe, aber irgendwie zu meinen diversen Trainingsstätten und Arbeitsplätzen  kommen muss, sind meine Füsse das Transportmittel Nummer eins und tragen mich derzeit im Schnitt zwischen 50-80 Kilometer pro Woche von A nach B. Diese laufe ich dann auch gerne mal mit 6-10 Kilo auf dem Rücken. Genau aus diesem Grund habe ich eigentlich nicht mehr als zwei zusätzliche (gepäckfreie) Laufeinheiten pro Woche – da ich ja schon bis zu 4 (manchmal 6) Mal am Tag am Laufen bin. Konditions- und Krafttraining folgen zeitmässig an zweiter Stelle. Zudem 2-4 Schwimmeinheiten pro Woche und an letzter Stelle folgt zur Zeit das Radeln auf der Rolle. Was für mich sehr sehr ungewöhnlich ist, da ich die letzten Jahre in Neuseeland täglich auf dem Rad unterwegs war.


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Autor - Celia ist Profi-Triathletin (www.celiakuch.com) und hat in Mainz Sportwissenschaften studiert. Danach ging sie nach Auckland/Neuseeland und machte an der dortigen Uni ihren Master of Science in der Fachrichtung Biomechanik. Zudem ist sie in Besitz der Leistungssport-Trainerlizenz C . Seit Mai 2010 hat sie sich mit "Celia Kuch - Triathlon Coaching and Sports Services" selbstständig gemacht.
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