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Die perfekte Schwimmbrille für Triathleten: So muss sie sein

4. März 2014 von Christian Friedrich

Christine Waitz, freiIhr wollt euch eine Schwimmbrille zulegen und wisst nicht worauf Ihr achten sollt? triathlon.de sagt euch was eine Schwimmbrille speziell für Triathleten auszeichnet und auf welche Kriterien Ihr beim Kauf achten solltet.


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Gute Passform und dicht sollte sie sein

Es gibt zahlreiche verschiedene Schwimmbrillenformen und Konstruktionsweisen. Nicht jede ist für jeden gleich passend und vor allem auch angenehm zu tragen. Die perfekte Schwimmbrille sollte also gut sitzen und nicht drücken. Ist das gegeben, hält die Brille meist auch im Wasser dicht und lässt kein Wasser herein. Eine Anprobe kann bei Schwimmbrillen so sinnvoll sein, wie bei einem Schuhkauf oder der Sattelfrage beim Fahrrad. Tipp: Hält die Schwimmbrille im Gesicht, ohne, dass man sie mit dem Kopfband fixiert, ist sie meist dauerhaft dicht.

Diese Schwimmbrillenarten gibt es


Christine Waitz, freiDie Schwedenbrille / Luxus-Schwedenbrille

Sie besteht nur aus zwei Hartplastikschalen, die mit einem Gummiband verbunden sind. Die Schwedenbrille hat einen harten Rand und keine breite Dichtung, dadurch sitzt sie sehr tief in den Augenhöhlen und ist nicht für jeden komfortabel. Die Luxusvariante hat einen leicht gummierten Rand, um etwas dichter zu sitzen oder ist zudem noch verspiegelt, speziell getönt und bieten eine Anti-Beschlagbeschichtung. Entweder man liebt sie oder man hasst sie. Eines ist jedoch sicher: Die Schwedenbrille ist die preisgünstigste Variante.


Arena Racing_Cobra Mirrors_Vorne (5)Die schmale Saugnapfbrille

Die schmale Saugnapfbrille ist fast so schmal gebaut, wie eine Schwedenbrille, hat aber bereits eine weiche Silikondichtung zu bieten. Sie sitzt ebenfalls eher in den Augenhöhlen und hat auf Grund ihrer Bauweise ein eher eingeschränktes, nach vorne orientiertes Sichtfeld.

 

 

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Die Saugnapfbrille

Die Saugnapfbrille ist die typische Triathlonbrille, die auf den Wangenknochen ansetzt und durch die weiche Silikondichtung sehr bequem zu tragen ist. Sie bietet ein großes Sichtfeld und ist bei Triathlonwettkämpfen wohl am häufigsten zu finden. In zahlreichen Varianten von klar, über verspiegelt bis hin zu selbsttönend gibt es diese Modelle.

Zoggs Predator Mask ArtikelDie Maskenschwimmbrille

Die Maskenschwimmbrille ist sehr vuluminös gebaut. Im Grunde so ähnlich wie eine Taucherbrille, nur dass bei dieser Schwimmbrillenversion die Nase frei gelassen wird. Sie sitzt sehr komfortabel und bietet wohl das größte Sichtfeld unter den Schwimmbrillen, allerdings kann eine solche Brille durchaus schon einen spürbaren Wasserwiderstand erzeugen. Aber: Bei einem Fußtritt ins Gesicht würde sie wohl noch am besten die Augen schützen.

Verstellbarer Nasensteg: Sinnvoll in bestimmten Fällen

Der Augenabstand beträgt beim Menschen durchschnittlich 62 Millimeter und variiert auch zwischen stark unterschiedlichen Konstitutionstypen und Körpergrößen nur sehr geringfügig.

Wer trotz allem nicht das typische Normgesicht hat und demnach enger oder weiter auseinander liegende Augen hat, der sollte gegebenenfalls darauf achten, das die Schwimmbrille einen verstellbaren Nasensteg aufweist. Entweder kann dabei der flexible Steg kürzer oder länger gezogen werden, oder es liegen bereits zwei oder drei verschieden große Nasenstege der Brille bei. Zudem bieten einige Hersteller auch Schwimmbrillen für schmale Gesichter an oder sogar spezielle Frauenschwimmbrillen sind zu haben. Frauen haben meist höhere Wangenknochen, und eine höhere Augenbrauenlinie, zudem sind ihre Augenhöhlen etwas schmaler gebaut als bei Männern.

Kopfbandverstellung mehr oder weniger wichtig

Markus Thomschke_Schwimmen Moritzburg 13Die Verstellmechanismen der Kopfbänder sind je nach Modell sehr unterschiedlich gelöst. Bei einigen Modellen wird die Größe kinderleicht über seitliche Verschlüsse verstellt, einige können über Schlaufen auch bereits am Kopf sitzend relativ einfach fester oder locker justiert werden und andere wiederum müssen vor dem ersten Einsatz umständlich eingestellt werden.
Doch: Dieser Vorgang wird voraussichtlich nur am Anfang vorgenommen, deswegen kannst du bei der Kaufentscheidung bei diesem Kriterium am ehesten noch ein Auge zudrücken, wenn der Resteindruck stimmt.

Möglichst weites Sichtfeld

Ein weiteres Kriterium, was den Triathleten wohl vom reinen Schwimmer unterscheidet, ist das Sichtfeld, das die Brille haben sollte. Dafür haben einige Hersteller leicht gebogene Brillengläser verbaut, die ein Sichtfeld von 180 Grad versprechen. Nachteil: Der Blick durch die gebogenen Gläser ist meist unscharf beziehunsgweise ganz leicht verschwommen. Im Gegensatz dazu haben reine Schwimmerbrillen meist einen eher nach vorne gerichtetes Sichtfeld beziehungsweise Fokus.

Schwindel beim Schwimmen? Die Schwimmbrille könnte Schuld haben

Sollte es Euch also beim Schwimmen schwindelig werden, könnte es daran liegen, dass Eure Schwimmbrille leicht verzerrt. Leider lässt sich diese Unschärfe erst im Wasser bewußt wahrnehmen. Nur bei einigen Brillenmodellen ist die Unschärfe auch schon “an Land” zu sehen.

Foto: Markus Thomschke freiDer Nur-Schwimmer hat allerdings auch seine „eigene“ Bahn und muss sich nicht gegen Mitstreiter erwehren, die wie im Triathlon auch gerne mal auf Körperkontakt gehen oder den Weg kreuzen. Dem Triathleten ist es lieber, alles im Blick zu haben und auch in den Augenwinkeln rechts und links die Lage wenigstens ansatzweise beobachten zu können. Gerade beim Freiwasserschwimmen und im Wettkampf kommt noch der Orientierungsanspekt hinzu. Mit großem Sichtfeld lässt sich die Wendeboje oder das Ziel besser anvisieren als mit dem schmalen Sichtfeld einer zum Beispiel Schwedenbrille oder vergleichbaren schmalen Schwimmbrillen. Und gute Beine zu finden, in deren Wasserschatten man sich hängen kann, fällt mit besserer Sicht auch etwas leichter.

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