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Vorbereitungsperiode 1: Start in die neue Triathlonsaison

14. November 2015 von Philipp Peter

Foto: Christine Waitz/freiEs ist soweit: das neue Triathlon-Jahr beginnt und die meisten haben sicherlich schon ihre Ziele für die kommende Saison gesteckt. Nun ist auch der richtige Zeitpunkt um wieder ins gezielte Training einzusteigen, denn „Weltmeister werden im Winter gemacht“. Doch wie gelingt der Start richtig? Philipp Peter hat die Antwort.


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Ein Sportler kann sich nicht das ganze Jahr in Hochleistungszustand befinden. Das Trainingsjahr muss deshalb in aufbauende, stabilisierende und reduzierende Trainingsabschnitte, auch Perioden genannt, eingeteilt werden. Nach der Off-Season, der Trainingsperiode mit reduzierter Belastung folgt die erste Periode mit wieder ansteigender Trainingsbelastung:

Die Vorbereitungsperiode 1.

Stabiles Fundament

Die Vorbereitungsperiode 1 (VP 1) dauert zwischen acht und zwölf Wochen und stellt den Einstieg in die Vorbereitung auf den Wettkampfhöhepunkt dar. Ziel ist es die Grundlagen für das Erreichen der Höchstform zu legen. Wie beim Bau eines Hauses beginnt man also mit dem Fundament, denn ohne eine stabiles Fundament droht das Haus beziehungsweise die Leistung später einzustürzen. Die VP1 ist also enorm wichtig für den Leistungsverlauf der kompletten Saison.

Lege die Grundlagen

Das Hauptziel für den ersten Trainingsabschnitt ist eine grundlegende Verbesserung der Belastungsverträglichkeit des Körpers für die hohen Belastungsumfänge und -intensitäten im späteren Formaufbau. Dies betrifft sowohl die Ausdauer als auch die Kraft. In der VP1 kommen also vorwiegend GA1-Einheiten zum Einsatz, um das aerobe Grundlagenausdauerniveau kontinuierlich zu steigern. Aber auch eine Grundlagenlegung bezüglich der Kraft- und Kraftausdauerfähigkeiten darf nicht fehlen.

> Übersicht: Trainingsplanung

Vielfältiges Training

Die Grundlagenausdauer wird dabei aber nicht nur durch spezifische Belastungen im Schwimmen, Radfahren und Laufen trainiert, sondern auch unspezifische Trainingsmittel wie Mountainbiken, Ski-Langlauf, Inlineskaten und vieles mehr wird in das Trainingsprogramm integriert. Das fordert den Körper auf vielfältige Art und Weise und sorgt so für ein umfassendes und stabiles Fundament für das weitere Triathlonjahr.

Foto: Christine Waitz/frei

Intensität gezielt einsetzen

Zu viele Trainingseinheiten mit intensivem Charakter (z.B. GA2) haben in der VP1 einen negativen Effekt auf das Grundlagenniveau. Das heißt aber nicht, dass nur ruhige Einheiten im GA1-Tempo eingeplant werden, denn besonders bei hohen Umfängen besteht dann die Gefahr in eine Bewegungsmonotonie zu geraten. In das Grundlagentraining sollten deshalb immer wieder kurze Sprints, Antritte und Steigerungsläufe integriert werden, um den Körper an schnelle Bewegungen zu erinnern und die grundmotorischen Fähigkeiten zu schulen. Ab und an einen intensiven Reiz zu setzen ist nicht verboten, sondern im Gegenteil sogar vorteilhaft.

Auf der nächsten Seite: So sieht der Trainingsplan in der VP1 aus.


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