Triathlon Verletzungen Teil 1:
Schienbeinkantensyndrom
Das Schienbeinkantensydrom ist in der sportmedizinischen Praxis ein häufig anzutreffendes Krankheitsbild und eine typische Überlastungserscheinung unter Läufer und damit auch Triathleten.

Besonders tückisch ist, dass die Schmerzen anfangs oft nur unter Belastung auftreten und in Ruhe wieder nachlassen, man gerät deshalb leicht in einen chronischen Schmerzzyklus. Erste Symptome sollten deshalb ernst genommen werden, können aber meist gut durch konservative Maßnahmen und eine Laufpause behandelt werden.
Besonders wichtig ist im weiteren Verlauf eine angepasste Trainingsbelastung und die Vorbeugung eines Wiederauftretens durch präventive Maßnahmen.
Definition:
Chronisches Schmerzsyndrom im Bereich der inneren oder vorderen Schienbeinkante durch Reizung der Knochenhaut. Dabei wird zwischen einem medialen und einem vorderen Schienbeinkantensyndrom (auch als “Shin-Splint”-Syndrom bezeichnet) unterschieden.
Ursachen:
- intensives- und umfangreiches Lauftraining
- abrupte Belastungssteigerung insbesondere nach Trainingspause
- intensives Training auf hartem Belag
- Wechsel des Bodenbelags im Frühjahr oder Herbst
- häufiges Abspringen und Landen
- Wechsel des Schuhwerks
- häufiges Kurvenlaufen
- übermäßige Fußaußenrotation und Pronation
- Vorfußbelastung, Vorfußläufer
Symptome:
- Schmerzen am Schienbein, die besonders während und nach einer Belastung auftreten
- Schmerzen insbesondere bei Sprüngen, Antritten und Sprints
- Belastungsabbruch erst im fortgeschrittenem Stadium
- mittelmäßige bis starke Druckschmerzen am Schienbein
- Schwellung möglich
- erhöhter Tonus der umgebenden Muskeln möglich
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