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Bewegungslehre: Was ist eigentlich Training?

19. März 2014 von Ralph Schick

Foto: Christine WaitzWie werde ich schneller? Diese Frage stellen sich viele Athleten besonders jetzt, die die heiße Phase der Wettkampfvorbereitung einläuten. Überraschenderweise hilft neben dem guten Zeitfahrrad, dem richtigen Neoprenanzug und den schnellsten Laufschuhen auch ein effizientes Training.


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Natürlich macht gutes Material alleine nicht schnell. Doch auch einfach nur schwimmen, Rad fahren und laufen zu gehen ist nicht immer der richtige Ansatz. Effizient sollte Training sein, weil die meisten von uns nur begrenzt Zeit für umfangreiches Triathlontraining zur Verfügung haben. Wir wollen euch Tipps geben wie man „die Dinge richtig macht“.

Grundsätzlich gibt es immer zwei Optimierungsmöglichkeiten

1. Mit gegebener Trainingszeit eine möglichst große Leistungsfähigkeit erreichen.

Beispiel: Ich will einen Ironman möglichst schnell finishen und habe pro Woche 10 Stunden für das Training zur Verfügung. Ich versuche daher, jede Woche diese 10 Stunden möglich gut zu trainieren, um beim Ironman das Optimum zu erreichen.

oder

2. Eine gewünschte Leistungsfähigkeit mit möglichst wenig Zeitaufwand erreichen.

Beispiel: Ich will den Ironman in 11h finishen und ich habe pro Woche 10 Stunden für das Training zur Verfügung. Statt 10 Stunden trainiere ich aber nur 5 Stunden, weil ich weiss, dass ich mit diesem Aufwand meine Zielzeit von 11h erreichen kann. Die anderen 5 Stunden kümmere ich mich um meine Familie.

In der Regel werden wir zu Ersterem greifen und versuchen möglichst viel Leistung in der uns zur Verfügung stehenden Zeit zu erreichen.

Christine Waitz, freiTraining ist…

Als Training bezeichnen wir alle zeitlich und strukturell abgestimmten Tätigkeiten, durch die wir versuchen, eine möglichst hohe Leistungsfähigkeit bei einem vorher festgelegten Ziel, zum Beispiel einem Zielwettkampf, zu erreichen. Diese Tätigkeiten erfolgen in zeitlicher und struktureller Hinsicht planvoll. Das heißt, es werden Prinzipien berücksichtigt, die vorgeben wie ein effizientes Training aufgebaut sein sollte.

…einfach komplex
Das Training im Triathlon betrachten wir als komplexen Prozess, weil wir – wie jeder Sportler – allgemeinen Einflussfaktoren sowie den speziellen Anforderungen im Triathlon gerecht werden müssen.

…speziell
Die speziellen Anforderungen im Triathlon entstehen aus der Kombination der drei Sportarten Schwimmen, Radfahren und Laufen auf unseren Körper und Geist. Ein Beispiel: Man muss Schwimmtechnik erlernen, den runden Tritt beim Radfahren und auch noch meinen Laufstil ökonomisieren.

Allgemein

Die allgemeine Einflussfaktoren sind zum Beispiel Stress, individuelle Regenerationsfähigkeit, Wetter, Konkurrenten, Kleidung, Ernährung und vieles mehr. Beispiel: Viele Sportler reagieren auf hohe Temperaturen mit einem erhöhten Puls. Das heißt, eine Trainingseinheit bei 35° ist wesentlich anspruchsvoller als bei 15°.

Der Vollständigkeit halber sei angemerkt, dass ein Training auch dazu dienen kann, um Leistungsfähigkeit abzubauen. So müssen zum Beispiel Hochleistungssportler auch mehrere Jahre nach ihrem Karriereende noch „abtrainieren“.

 

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