Tri-Wissen:
Was ist die anaerobe Schwelle?
Unter Ausdauersportlern wird viel über die anaerobe Schwelle diskutiert. Mal soll darunter, mal darüber trainiert werden. Was ist eigentlich diese anaerobe Schwelle und was steckt dahinter? triathlon.de klärt auf.

Grundsätzlich wird die anaerobe Schwelle, als die höchstmögliche Belastungsintensität, die noch ohne zunehmende Übersäuerung (Laktatanhäufung) aufrechterhalten werden kann, definiert. Es geht also um die Intensität, bei der sich gerade noch ein Gleichgewicht zwischen Laktatbildung und -elimination aufrechterhalten lässt.
Auch Steady-State genannt
Dieses Gleichgewicht wird von der Wissenschaft auch als sogenanntes Steady-State bezeichnet. Laktat wird also immer, auch schon bei niedrigen Intensitäten gebildet, aber gleichzeitig auch von Muskulatur und Leber wieder abgebaut. Je besser der aerobe Stoffwechsel trainiert ist, desto mehr Laktat kann vom Körper eliminiert werden.
Zuviel Laktat und Deine Muskeln werden sauer
Ab einer gewissen Belastungsintensität allerdings reicht die Kapazität des oxidativen Abbaus nicht mehr aus, um die Laktatbildung zu decken. Die Folge davon ist ein stetiges Ansteigen der Laktatkonzentration. Diese führt dazu, dass die Belastung nicht mehr über längere Zeit durchgehalten werden kann. Man sagt auch das die Muskulatur übersäuert.
Eine Belastung, bei der sich gerade noch ein Laktat-Steady-State einstellt wird als maximales Laktat-Steady-State (maxLass) bezeichnet und ist ein gutes Kriterium für die Ausdauerleistungsfähigkeit. Die exakte Bestimmung dieses maxLass ist jedoch sehr aufwendig und würde mehrere Tage beanspruchen.











