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Tri-Wissen: Wann ist Leistungsdiagnostik im Saisonplan sinnvoll?

13. Januar 2014 von Christoph Näger

Formkurve,   freiTriathleten können ihre Füße nur selten still halten. Stehen keine Wettkämpfe an, dann wird bereits für die nächste Saison an der Form gefeilt. Um seinen Ausgangspunkt zu kennen und sein Training besser planen zu können, ist eine Leistungsdiagnostik das richtige Mittel.  Aber wann macht es als Athlet überhaupt Sinn seine Leistung testen zu lassen? Hier unser Expertentipp.


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Eine Leistungsdiagnostik gibt Aufschluss darüber, in welcher Form man sich zum Zeitpunkt des Tests befindet. Auf Grundlage dieser Daten kann das weitere Training geplant, Intensitäten festgelegt und Trainingsschwerpunkte definiert werden.
Triathleten können sowohl mit den Ergebnissen einer Laufbandergometrie, als auch einer Fahrradergometrie gut arbeiten. Wer ganz akribisch planen möchte, kann sich auch einem Doppeltest unterziehen und sowohl über seine Lauf, als auch Radform Aufschluss bekommen.

Laktat- oder Atemgasanalyse

Formkurve, freiBewährt hat sich im Bereich der Leistungsdiagnostik das Verfahren des Laktatleistungstests. Beim durchgeführten Stufentest wird in bestimmten Zeitabständen ein kleines bisschen Blut aus Ohrläppchen, oder Fingerkuppe entnommen und auf seine Laktatkonzentration untersucht.
Etwas neuer ist die Methode der Atemgasanalyse, bei der zusätzlich zur Laktatanalyse, die abgegebenen Atemgase überwacht werden. Wichtige Faktoren sind dabei die aufgenommene Menge an Sauerstoff und abgegebene Menge an Kohlendioxid. Anhand dieser Werte lassen sich besonders genau Rückschlüsse auf Zustand des Herz-Kreislaufsystems und Stoffwechselvorgänge ziehen.

Wann ist der richtige Zeitpunkt?

Der richtige Zeitpunkt für eine leistungsdiagnostische Untersuchung ist abhängig davon, wie oft man sich im Jahr testen lassen möchte.
Wenn der Sportler ein Mal im Jahr einen Test durchführt und es bereits Ergebnisse früherer Untersuchungen gibt, empfiehlt es sich den Test im Frühjahr zwischen Februar und April zu machen. Somit hat man einen guten Überblick über die Stärken und Schwächen und kann im Training noch darauf reagieren, bevor die Saison richtig losgeht.
Die Gefahr eines so späten Testes besteht allerdings darin, die meiste Zeit der Vorbereitung zu trainieren, ohne zu wissen, wie das Training tatsächlich anschlägt.

Rad- oder Lauftest?

Formkurve, freiEin weiterer Punkt ist, dass Triathlon aus drei Sportarten besteht, die leistungsmäßig nicht miteinander verbunden sind, das bedeutet, um die Leistungsfähigkeit in einer Sportart zu bestimmen, muss man auch in dieser Sportart testen ( Stichwort: sportartspezifische Tests). Die Ergebnisse eines Radtest zum Beispiel lassen keine Rückschlüsse auf die Leistungsfähigkeit im Laufen zu und umgekehrt. Wenn man also nur einen Test macht, muss man sich vorher entscheiden in welcher Sportart der Test am meisten Sinn macht, oder ob man sich einem Doppeltest unterziehen möchte.

Unser Tipp: Zwei Tests im Jahr

Wir empfehlen im Triathlon mindestens zwei Tests im Jahr zu machen, einen Rad- und einen Lauftest. Diese Tests sollten zeitlich gesehen beide im Frühjahr liegen. Der Radtest macht erst Sinn, sobald die ersten Kilometer gesammelt wurden. Wenn man die Entwicklung innerhalb eines Jahres objektiv beurteilen möchte, empfiehlt es sich mehrere Tests über das Jahr verteilt zu machen. Die ersten Tests werden dann im November gemacht, die anderen im März bis April.
Das hängt aber auch von den Ambitionen und Zielen des Einzelnen ab. Denn Leistungsdiagnose ist das eine, diese Daten und Fakten in einen Trainingsplan umzuwandeln die andere.

Sowohl in Sachen Leistungstest, als auch bei Auswertung und Trainingsplanung helfen euch unsere Profis in den triathlon.de Shops weiter. Die Formkurve steht Sportlern in München, Essen und Berlin zur Seite, in Nürnberg hilft euch Sporteffekt.

Hier geht es zur Formkurve.

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Fotos: Formkurve

Christoph Näger ist Autor dieses Artikels. Christoph ist studierter Dipl.-Sportwissenschaftler mit der Hauptstudiumsrichtung Leistungssport. Als Trainer betreut er seit über 10 jahren erfolgreich Sportler in den Bereichen Triathlon, Skilanglaufen, Rad (Strasse und MTB) sowie Laufen. Mit energysource bietet er nicht nur umfassende diagnostische Betreuung an, sondern steht auch in den Bereichen Speed Training, Trainingsplanung und Ernährungsberatung zur Seite.
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