Tri-Wissen: Taurin – Nichts genaues weiß man nicht
Funktion
Der Nährstoff Taurin erfüllt im Organismus mehrere Funktionen. Wesentliche Eigenschaft ist die Regulation der Einströmung von Calziumionen in die Zelle. Die Auswirkung auf die Calziumkonzentration sichert einerseits den Sehvorgang, andererseits besitzt Taurin eine potentielle Schutzfunktion für den Herzmuskel, in dem es Regelmäßigkeit und Kraft des Herzschlages positiv beeinflussen soll.
Taurin ist an der Aufnahme von Nahrungsinhaltsstoffen aus dem Nahrungsbrei im Darm beteiligt. Diese Beteiligung (durch einen Anteil an der Bildung von Gallensäurekonjugaten) bedeutet eine indirekte Steuerung der Resorption von Fetten und fettlöslichen Vitaminen. Fette sind als Energieträger unentbehrlich und Vitamine werden für viele weitere lebenswichtige Funktionen benötigt. Innerhalb des Verdauungsprozesses wird Taurin auch von Darmbakterien abgebaut und liefert damit die nötige Energie für die Helfer, die die Nahrung aufbereiten und das Immunsystem unterstützen.
Weiterhin verfügt Taurin über eine membranstabilisierende Wirkung. Dies sagt, dass es Übererregungen der Membran hemmt und damit dem vorzeitigen Tod einer Zelle vorbeugen kann. Zudem reguliert es das Zellvolumen und wirkt antioxidativ. Die antioxidative Wirkung bedeutet einen Schutz der menschlichen Zellen vor ungewollten Kettenreaktionen, die den empfindlichen Zellstrukturen enormen Schaden zufügen können und im schlimmsten Fall dann auch den Zelltod oder krankhafte Mutationen verursachen.
Ferner gilt Taurin als Neurotransmitter beziehungsweise Neuromodulator indem es einen Einfluss auf das Aktionspotential nimmt. So hemmt es die Reizübertragung im zentralen Nervensystem und schwächt die Signalübertragung ab. Dies ist kein negativer Effekt, denn dadurch können beispielweise Kontraste beim Sehen stärker abgebildet und das Nervensystem vor Überbeanspruchungen geschützt werden.
Viele Funktionen, welche die Tür für Fragen bezüglich der Leistungsfähigkeit von Taurin im Sport weit aufstoßen…









