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Training im Winter: Keine Angst vor Eis und Schnee

20. Januar 2016 von Takao Mühmel

Foto: Christine Waitz,   freiAuch im Winter kann Triathlontraining im Freien Spaß machen. Wie das geht? Das verrät euch folgender Artikel. Wir rüsten euch fürs Weiß  und Eis. Was gilt es zu beachten? Welche Materialien werden benötigt? Was muss in der Trainingssteuerung angepasst werden? Takao Mühmel kennt die Antworten.


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Es ist nicht immer leicht unter den winterlichen Bedingungen zu trainieren, wenn es dann noch sehr kalt ist und Schnee liegt, sinkt die Motivation und die Möglichkeiten zum Training oft schlagartig. Doch mit richtiger Bekleidung und ein wenig Verstand lässt sich fast ungehindert trainieren.

Ein paar Anpassungen sind jedoch nötig

Durch die tiefen Temperaturen ist die empfindliche Temperaturreglung des Körpers noch mehr gefragt. Hier ist passende funktionelle Kleidung gefragt, um die Temperaturreglung zu unterstützen und das Training zu ermöglichen.
Die heutige Bekleidungsindustrie bietet jede Menge Optionen und Varianten um sich die passende Bekleidung zu besorgen, auch wenn es nicht allen gefällt, doch die Funktionsbekleidung erleichtert es ungemein beim Laufen und erst recht beim Radfahren gegen die kalten Temperaturen bestehen zu können.

Gut gerüstet auf das Rad

Foto: Christine Waitz, frei

Radfahren ist hier etwas problematischer als das Laufen, da durch die höhere Geschwindigkeit eine größere Auskühlung erfolgt. Hier muss mit anderen Waffen „gekämpft“ werden. Je nach Temperaturen sind ein oder zwei paar Handschuhe nötig um die Hände warm zu halten, ein paar beheizbare Schuheinlagen und entsprechende Neoprenüberschuhe sind das Einzige, was die Füße wirkungsvoll bei tiefen Minusgraden warm halten können und den Spaß am Fahren erhalten. Die Augen kann man wirkungsvoll vor dem kühlen Fahrtwind mit einer Brille schützen und die Atemluft durch einen Schal oder Buff als Mundschutz etwas vorwärmen.
Brille und Mundschutz sind ab einer bestimmten Temperatur auch ein Muss beim Laufen, um sich wirkungsvoll zu schützen.

Zwiebelprinzip beachten

Bei der Bekleidung sollte ein wichtiges Prinzip beachtet werden, das Zwiebel- oder Lagenprinzip, es bedeutet mehrere Bekleidungsschichten übereinander die dadurch ein Gesamtsystem bilden. Grundsätzlich sollten alle Schichten feuchtigkeitsleitend bzw. wasser(dampf)durchlässig  sein. Keine der Schichten sollte durch eine unfunktionelle Lage (wie Baumwollshirts) unterbrochen werden. Die Funktionsunterwäsche sollte den Körper warm und trocken halten, eine zweite Schicht sollte als Isolationsschicht dienen und die dritte und letzte Schicht sollte an die Wetterbedingungen als Schutz gegen Regen, Wind und Schnee dienen.

Für die Wahl der richtigen Kleidung und die Kombination der funktionellen Kleidung untereinander gibt es keine generelle Empfehlung, hier muss man sich nach dem eigenem Gefühl und Empfinden richten, man muss hier oft ein paar kalte Erfahrungen machen und lernen, welche Bekleidung am besten in welcher Kombination die Richtige ist.

Mountainbiken als Alternative

Dass bei Schnee und Eis das Mountainbiken besser und ungefährlicher ist, als Fahren auf der Straße, wird jedem schnell klar. Zudem ist es oft windgeschützter und wärmer in den Wäldern als auf der offenen Straße. Wer also kann und will, sollte wenn möglich auf das andere Rad wechseln und sich an Schnee und Kälte gewöhnen. Beim Laufen gilt der gleiche Bekleidungscodex wie beim Radfahren. Hier können zusätzlich unter die Schuhe schnallbare Spikes Sicherheit und mehr Halt nicht nur auf glatten Strecken geben.

Wie sollte nun die Trainingsintensität gestaltet sein?

Takao Mühmel, einmalig

In Anbetracht der kalten Außentemperaturen sollte eine niedrige Belastung in den unteren Belastungsbereichen gewählt werden, die Pulswerte dürfen nicht bis zur Ausbelastung steigen, unerfahrene Sportler sollten nur im GA1 und 2 Bereich trainieren. Sportler mit einem empfindlichen Bronchialsystem sollten hier am Anfang jeder Trainingseinheit extrem langsam mit der Belastungssteigerung beginnen, laut Untersuchungen treten dadurch weniger Probleme auf.
Bei kälteren Temperaturen als minus 20 Grad sollte extrem vorsichtig mit der Belastung umgegangen werden, hier ist es dann vielleicht doch besser eine Einheit durch anderes Training zu ersetzen, als sich einen Infekt zu holen.

Genuss im Weiß

Mit etwas Übung lässt sich das Training auch im Winter genießen und es gibt doch nichts Schöneres als in der weißen Natur zu laufen und das Knacken des frischen Schnees unter den Füßen zu spüren. Oder als erster mit dem MTB oder zu Fuß im Schnee eine Spur zu  ziehen, mit der Gewissheit man hat einmal mehr als erster auf dieser Strecke trainiert und ist seinen Konkurrenten ein wenig voraus.

Zur Website von Training mit System.

Fotos: triathlon.de, Takao Mühmel

Als Inhaber und Coach von „Training mit System“ ist er nicht nur Spezialist im Onlinecoaching. Mit seinem etablierten Training mit System trainiert er seit über 10 Jahren Athleten unterschiedlichen Niveaus aus allen Teilen der Welt und führt sie mit kontrolliert, abwechslungsreich und innovativem Training zu Ihrem individuellen Erfolg.
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