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Timex Run Trainer 2.0 GPS Uhr: Das „nice to have“ nicht nur für Läufer

24. Oktober 2013 von Christine Waitz

Foto: Christine Waitz,   frei Ein Sportler steht am Gartentor, offensichtlich motiviert, brennt er darauf loszulegen. Zunächst aber bearbeitet er noch konzentriert die Knöpfe seiner Uhr, gefolgt von wildem Gefuchtel, das Handgelenk Richtung Himmel gereckt. Was für Nachbarn merkwürdig erscheinen mag, ist für Sportler ein eindeutiges Kennzeichen: Hier ist eine GPS-Uhr am Start – genauer gesagt der neue Timex GPS Trainer 2.0.


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Die Uhr landete zusammen mit USB-Übertragungskabel, sowie Pulsgurt auf unserem Schreibtisch. Der erste Blick gefällt: Im Vergleich zu manch anderen GPS-Uhren tritt die Timex Run Trainer 2.0 recht dezent und klein auf. Kein Klotz am Handgelenk, atmet die Testerin erleichtert auf.

Macht das, was sie tun soll: Uhrzeit anzeigen

Foto: Christine Waitz, freiMan glaubt es kaum, aber die Timex 2.0 macht sich auch als Uhr, im ursprünglichsten Sinne des Wortes, noch gut. Das große Display glänzt mit deutlich lesbarer Digitaluhr in großen Nummern, etwas kleiner darüber das Datum, unter der Uhrzeit der Wochentag.
Auch sonst überzeugt das Gerät zunächst durch seine Schlichtheit. Anthrazitfarbenes, nicht zu mächtiges Armband, silberne Fassung des Displays, Fünf Knöpfe, einige gelbe Akzente. Wenn die Bedienung so einfach ist, wie das Aussehen der Uhr, dann wäre das toll.

Auf die Plätze – Los!

Und tatsächlich lassen sich die ersten Grundeinstellungen, wie Uhrzeit, Nutzerdaten, Funktionswünsche, einfach und intuitiv einstellen. Super, dann kann die nächste Laufeinheit sofort kommen. Pulsgurt umgeschnallt, Uhr angelegt. Und los. Naja, noch nicht ganz. Typischerweise braucht die Uhr einige Minuten unter freiem Himmel, bis sie ein GPS Signal gefunden hat. Gut, dass die Nachbarn einen sowieso für einigermaßen durchgeknallt halten. Wildes Gefuchtel, das Handgelenk Richtung Himmel gestreckt, fallen dann nicht mehr in die Waage.

Nach dem Vergnügen steht die Arbeit

Das GPS Signal erwies sich in allen Trainingseinheiten als sehr beständig, sodass man sich nach dem Sport auf die Auswertung freuen durfte. Die Freude währte jedoch nicht allzu lange.
Die zur Uhr gehörige Software dient lediglich zur Einstellung der Uhr und Verwaltung der Funktionen. Eine Auswertung der Daten wird über das online basierte Portal „Training Peaks“ versprochen. Die Anmeldung zur  Basisversion des Timex-Portales ist kostenlos. Spätestens beim ersten Einloggen in das Portal ist allerdings von „Einfachheit“ nichts mehr zu sehen. Denn man wird von einer Fülle an Trainings-, Analyse-, Dokumentationsangeboten regelrecht überschwemmt. Das Hochladen der Datei erfordert mehr Biss und Zeit als das Training zuvor und endet spätestens dann nicht zufriedenstellend, wenn man feststellt, dass zum Beispiel die grafischen Analysetools Teil des kostenpflichtigen Abos sind.

Foto: Christine Waitz, frei

Zurück auf „Los“

Wir gehen also zurück auf „Los“ und konzentrieren uns darauf, was sie Uhr sonst noch zu bieten hat. Das ist nämlich durchaus einiges! Der Timex „Device Agent“, der sich kostenlos auf der Timex-Homepage zur Uhr downloaden lässt, ist das ideale Werkzeug, um Einstellungen und Funktionen simpel und schnell zu bearbeiten. So lässt sich hier nicht nur das Erscheinungsbild des Displays anpassen, auch können Einheiten, mit Lauf- und Pausenzeiten geplant, Wecker gestellt, spezielle Alarm für Nahrungs- und Flüssigkeitsaufnahme gesetzt werden. Hier ist wirklich alles drin, was ein echter Ironman braucht. Oder?

Lauf, Ironman, lauf

Foto: Christine Waitz, freiDas M-dot prangt auf dem Armband, und dennoch ist die Uhr nur eingeschränkt für Ironmänner und -frauen geeignet. Es sei denn sie finishen ihr Rennen in einer Zeit unter acht Stunden. Das ist nämlich genau die Spanne, die die Batterie in unserem GPS-Dauertest brauchte, bis sie leer war.
Während der Run Trainer im Schwimmpart, dank wasserfestem Gehäuse, zumindest als Stoppuhr ohne GPS-Empfang gute Dienste leistet, lässt er sich auch auf dem Rad bestens zur Trainingssteuerung und -auswertung einsetzen. Im Disziplinenwechsel muss die Einheit dann jedoch gestoppt und neu begonnen werden. Eine Multisport-Funktion gibt es nämlich nicht.
Vieltrainierern sei zudem gesagt: Eine regelmäßige Übertragung der Einheiten ist Pflicht. Nach fünfzehn gespeicherten Dateien ist nämlich Schluss.

Nice to have

Insgesamt hat uns der Run Trainer 2.0 vor allem durch seine Funktionen für das Training und im Training selbst überzeugt. Pulsuhr und GPS-Empfang funktionierten hervorragend. Die individuell programmierbaren Intervallprogramme abseits der Laufbahn bringen Schwung ins Training. Auch die Alarm-Funktion für Nahrungs- und Flüssigkeitsaufnahme ist für angehende Ironmänner und -frauen eine tolle Ergänzung.
Nicht so gut gefallen haben uns die Auswertungsmöglichkeiten, die in der kostenlosen Version recht eingeschränkt sind, dafür aber mit einer Informationsflut heranrollen, die zur Analyse nicht beiträgt. Aufgefallen ist uns auch, dass das Display recht empfindlich ist und schnell zu Kratzern neigt. Ein Fakt, den wir für einen Preis von 279 Euro so nicht erwartet hätten.

Zur Website von Timex.

Fotos: triathlon.de

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