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Definitiv anders

Test: ISM Adamo Racing Sattel –
Definitiv anders

13. Mai 2010 von Christian Friedrich

ism-adamo-racing-sattel-fur-triathlonEtwas komisch sieht er schon aus der Adamo Racing Sattel mit seinen zwei Sattelspitzen. Das der Sattel aber nicht nur komisch aussieht, sondern vor allem einmal gut funktionieren soll, konnte er in unserem Praxistest beweisen.


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Die Facts
Der ISM Adamo Racing Sattel ist etwa drei Zentimeter kürzer als ein herkömmlicher Triathlonsattel, allerdings nimmt man zudem insgesamt weiter vorne auf ihm platz, so das es eigentlich 5 bis 6 Zentimeter Unterschied ausmacht. Die zwei Sattelspitzen sind mit zusammen 6,5 Zentimeter breite etwa 2 Zentimeter breiter als eine typische Sattelspitze. Die etwa 10 Zentimeter lange Kerbe dazwischen ist an den Sattelspitzen 1,3 Zentimeter und im Sattelinneren etwa drei Zentimeter breit. Das Sattelgestell besteht aus einer verchromten Titanium-Legierung, etwa 10 Zentimeter ist der gerade Verstellbereich.

Mit 300 Gramm ist der ISM-Sattel fast 100 Gramm schwerer als ein leichter Triathlonsattel, wie der Fizik Arione. Hinten hat er eine kleine Halterung integriert mit der man sein Rad in der Wechselzone an einer Stange einhängen kann.

FOTOSTRECKE

ISM Adamo Racing Sattel (Triathlonsattel)

Speziell für die sportliche Sitzposition
Der Adamo Racing Sattel soll speziell für die nach vorne gebeugte Aeroposition optimiert sein. Richtig montiert sitzt der Triathlet mit seinen Sitzknochen auch direkt auf den zwei Sattelspitzen. Je weiter man sich nun nach vorne in die Aeroposition beugt, desto angenehmer wird der Sattel.

Dabei ist uns auch aufgefallen, das gerade in der Aeroposition der Druck auf den Dammbereich extrem gering ist. Klar, wo kein Sattel ist kann auch nichts drücken. Im Gegenteil gerade auf längeren Ausfahrten wurde die Aeroposition als angenehmer empfunden als die aufrechte Sitzposition. Die nach vorne hin enger zulaufenden Sattelspitzen stützen somit in aufrechter Position mehr die Sitzknochen und je weiter vorne der Fahrer sich bückt ums mehr wandert der Auflagepunkt in Richtung Schambein, also auf die schmaler zusammenlaufenden Sattelspitzen. Der Sattel ist nicht zu weich und auch nicht zu hart und eignet sich dadurch auch für längere Fahrten und vor allem für die Triathlonmaschine.

ism-adamo-racing-sattel-farbenProbleme könnten in der Art und Weise auftreten, das die Sattelspitzen dem einen oder anderen zu weit auseinander stehen und es so zu Reibungspunkten mit den Innenoberschenkeln kommen könnte. Gerade wer im Wettkampf mit der kurzen Badehose auf dem Rad sitzt sollte dies vorher ausprobieren.

Testanmerkung Bernhard (triQ)

Man merkt das das Prinzip funktioniert, aber mir sind die Spitzen zu breit. Ich habe das Gefühl das mir ständig was in die Oberschenkel drückt. Und ich glaube um diesem Druck auszuweichen fahre ich automatisch breitbeiniger. (nach einer Testfahrt von 30min)

selle-smp

Bild: Selle SMP

Fazit
Das Konzept das ISM Adamo Racing scheint stimmig zu sein. Gerade wer massive Sitzprobleme in der Aeroposition hat sollte sich den ISM Adamo einmal genauer anschauen. Wer hauptsächlich Oberlenker fährt braucht den ISM Adamo eher nicht. Bereits einige Profi-Triathleten sind mit diesem ungewöhnlichen Sattel unterwegs. Klar, der leichteste Sattel ist er nicht, aber der Preis liegt dafür im normalen Bereich. Zwei Farbvarianten sind zu haben.

Preis: etwa 170 Euro

ISM Adamo Racing im Shop

Alternative
Das Konzept in dieser Art ist wohl derzeit einzigartig. Ein Sattel der aber ähnliches verspricht ist der Selle SMP (siehe Bild rechts) mit einer leicht abgeknickten Sattelnase und auch einer breiten Kerbe zwischen den Auflageflächen verspricht er ebenfalls angenehmes pedalieren.

Selle SMP im Shop

Info: ISM

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