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Test: Erox Cell Air – Wie ein Pinguin im Wasser

17. Juni 2008 von Christian Friedrich

Wer hat wohl den schnellsten Neoprenanzug am Markt? Die Schweizer Firma Erox behauptet jedenfalls, dass sie mit dem Cell Air diesen haben. Nicht nur optisch unverwechselbar in blau weiß, sondern auch mit sehr speziellen Features – tri4u hat ihn mal geschwommen.


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Oberfläche wie ein Pinguin

Cell Air heißt der Top-Neoprenanzug von Erox, der als einziger am Markt eine der Fischhaut nachempfundenen Oberfläche bietet. Wobei Pinguin-Haut wohl Pate stand, da feine Härchen auf der Oberfläche Luftblasen speichern und so den Reibungswiderstand zusätzlich verringern. Zusätzlich deswegen, weil der Eroxanzug natürlich auch, die fast schon übliche Nanobeschichtung besitzt, die zusätzlich die Reibung im Wasser verringert. Der Cell Air heißt aber vor allem deswegen so, weil in seinem Neomaterial zumindest im Brustbereich kleine Luftblasen eingeschlossen sind, die für einen ordentlichen Auftrieb sorgen sollen.

Wasserabweisend und mehr Widerstand
Sowohl die Außen- als auch die Innenflächen sollen wasserabweisend sein und so kein oder kaum Wasser aufnehmen. Weiterhin hat er Erox spezielle Armpanels die 15 Prozent mehr Adhäsion haben sollen, als jeder andere Neoprenanzug am Markt und bis zu 25 Prozent mehr als der nackte Arm. Mit jedem Armzug hat man sozusagen mehr Widerstand im Wasser und kommt dadurch besser vom Fleck.

FOTOSTRECKE

Erox Cell Air

Nicht ganz so flexibel
Soviel zur Theorie, kommen wir nun zur Praxis. Der Cell Air ist im Oberkörperbereich nicht so geschmeidig wie zum Beispiel ein Blueseventy Helix oder ein Xterra Vendetta, aber mit ihm sind längere Schwimmeinheiten auch problemlos möglich. Weiche weiße Einsätze in den Achselbereichen machen einen relativ flexiblen Armzug möglich. Im Schulter-Arm-Bereich hat der Erox kleine Falten geschlagen. Der Halskragen lag gut an und hat quasi keine Scheuerstellen am Nacken verursacht. Ausziehen geht schnell, wobei hier das rutschige wasserabweisende Innenmaterial die Sache beschleunig. Die Testperson (1,76m/65kg) hatte einen Cell Air in S am Körper, der für 1,5 bis 1,65 Meter und 55 bis 70 Kilogramm gedacht ist.

Der Auftrieb war sehr ordentlich – nicht zuletzt wohl auch durch die Luftbläschen im Material – die Beine liegen sehr gut an der Wasseroberfläche. Die Struktur und Härchen sind sichtbar auf der Oberfläche: Inwieweit sie einen Effekt auf eine bessere Gleitphase hatten war nicht spürbar.

Fazit
Der Erox Cell Air bietet jede Menge Auftrieb, ist aber nicht ganz so flexibel im Oberkörperbereich. Die Passform könnte besser sein – Falten unter den Armen sollten bei einem Topanzug nicht auftreten, wenn er passt. Einen besonderen Vorteil hat er auf jeden Fall: Mit seiner blau-weißen Oberfläche ist man viel besser auszumachen, als mit den schwarzen Konkurrenzanzügen. Für knapp 480 Euro ist er zu haben.

Preis: etwa 480 Euro
Info: Erox

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