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Sommer ade: So macht ihr eueren Boliden winterfest

17. November 2016 von Christine Waitz

Christine Waitz, freiZugegeben, der Abschied fällt schwer. Sommer, Sonne, Zeitfahrrad. Doch mit den letzten sonnigen Kilometern in der Tasche, fallenden Temperaturen und buntem Herbstlaub, wird es Zeit, den Boliden in die Winterpause zu schicken. Bevor ihr ihn in den Keller verbannt, gilt es jedoch einige Vorbereitungen zu treffen. Damit ihr ihn im Frühjahr in alter Frische wieder hervorholen könnt.


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Allzu verlockend scheint es, im Off-Season-Blues, müde vom letzten Rennen, das Rad einfach in den Keller zu stellen, um es mit den ersten Sonnenstrahlen im Frühjahr wieder hervor zu holen. Doch wie so oft, ist nicht der einfache Weg der Richtige. Denn wer lange Freude an seinem Boliden haben möchte, der sollte ihn unbedingt richtig präpariert in den Winterschlaf schicken.

Kampfansage dem Schmutz

Zunächst sollte dem Rad noch eine ausgiebige Wäsche zugute kommen. Wozu, wenn es doch im Winter sowieso verstaubt?, fragt ihr euch. Weniger der Dreck der Straße, als viel mehr euere Schweißreste, sowie die Reste euerer Sportgetränke, die am Rad kleben, sind das Problem. Schweiß ist nämlich aufgrund seines Salzgehaltes äußerst aggressiv und greift mit der Zeit euer Material an. Ebenso verhält es sich mit den salzhaltigen Elektrolytgetränken.

Foto: Christine Waitz, freiDeshalb: Ein Eimer warmes Wasser mit neutralseife versehen, Lappen und Bürste – und auf geht es zur Reinigung. Auch spezielle Fahrrad-Reiniger eignen sich, um den Boliden blitzblank zu bekommen. Spülmittel und andere agressive Reiniger hingegen sollten im Schrank bleiben. Diese entfetten nämlich auch die Teile und Stellen, an denen das Fett bleiben sollte, um Verschleiß und Korrosion zu vermeiden.

Altersschwach?

Bevor man zur zweiten Phase der kellereigenen Waschstraße kommt, bietet es sich an, Verschleißteile gleich einmal zu überprüfen. Denn besonders im Winter hat der Radhändler eueres Vertrauens etwas mehr Zeit, diese zu erneuern, als dann, wenn alle kommen. Nämlich wenn die ersten Sonnenstrahlen im Frühjahr ins Freie locken.
Einen genaueren Blick sollte man deshalb auf Züge und deren Funktionstüchtigkeit, Kette und Ritzelpaket, sowie Mäntel werfen. Wer die altersschwachen Teile gleich jetzt wechselt, kann im Frühling spontan und pannenfrei die erste Radausfahrt genießen.

Zeit für Gummihandschuhe

Triathlon Werkstatt - richtig putzen (6)Müssen Kette und Ritzelpaket nicht gewechselt werden, sollten auch sie von Schmutz und Schmiere befreit werden. Etwas Sprühöl auf einen fusselfreien Lappen geschmiert, lässt man zunächst die Kette durch den lappen laufen, bis der Schmutz verschwunden ist.
Die Kettenblätter lassen sich mit dem besprühten Lappen ebenfalls gut reinigen, wohingegen das Ritzelpaket etwas mehr Zeit in Anspruch nimmt. Hier wird der eigesprühte Lappen durch die Zwischenräume gezogen. Zuletzt noch vorsichtig die Umlenkrädchen am Schaltwerk von Schmiere befreien und schon ist der größte Dreck beseitigt.
Wer übrigens noch Kleberreste von Starnummern an seinem Rahmen hat, kann diese ebenfalls mit einem sauberen, mit Sprühöl befeuchteten Lappen entfernen.

Das abschließende Pflegeprogramm

Foto: Christine Waitz, frei

Zum Abschluss wird mit einem weichen Lappen alle Feuchtigkeit von Rahmen und Teilen gewischt. Nun wird noch etwas Fahrradöl auf die beweglichen Teile des Schaltwerks, Kette, sowie Bremshebel gegeben und die Überreste des Öls mit einem Lappen abgewischt.
Mit etwas Sprühwachs oder Silikonspray den Rahmen aufpolieren und das Rad darf sich in die wohl verdiente Winterpause verabschieden.
Am besten sollte der Bolide dann aufgehängt werden. Das schont das Material und spart Platz. Die Reifen dürfen auch im Winter etwas Luft behalten, um nicht porös zu werden.

Bis zum nächsten Jahr!

Fotos: triathlon.de

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