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Schnürsysteme im Test: Free Laces, Look Laces und Yankz

24. Juni 2013 von Nora Reim

Foto: Nora Reim einmalig Gut geschnürt, ist halb gewonnen. Wem im Wettkampf schon mal die Schnürsenkel aufgegangen sind, der weiß diese Binsenweisheit zu schätzen. Doch welche Schnürsysteme gibt es und wie funktionieren sie? triathlon.de zeigt euch, wie ihr ein Kuddelmuddel an den Füßen vermeidet.


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Wie man Schuhe bindet, lernen die meisten Kinder im Kindergarten. Die kindliche Schleife sieht zwar auf schön aus, hält jedoch nur bedingt. Ein Doppelknoten sitzt fest, der wulstige Knoten drückt aber oft auf den Spann. Abhilfe schaffen spezielle Schnürsysteme für Triathlon-Laufschuhe: Sie erleichtern das An- und Ausziehen und sparen somit wertvolle Wechselzeit.

Wir stellen euch drei Schnürsysteme vor: Die T-Bar-Schnürung von Yankz, die Look Laces mit Cord-Stopper und die vielen kleinen Knoten von Free Laces. Allen drei ist gemeinsam, dass die Schuhe nicht mehr gebunden werden müssen. Grund dafür sind die dehnbaren Schnürsenkel: Ein Öffnen des Schuhs entfällt, das Einschlüpfen ist direkt möglich.

Yankz: Laufen wie McCormack
Die Schnürsenkel von Yankz sind nicht – wie gewohnt – von unten, sondern von oben in den Schuh eingefädelt. Am unteren Ende werden sie mit einem Plastikstück fixiert. Wenn der Verschluss zugezogen wird, nimmt das Endstück die Schnürung auf. Das so genannte T-Bar-Stück sorgt am oberen Ende für einen sicheren Abschluss und verhindert ein Hin- und Herbaumeln. Vor dem ersten Lauf sollte die überschüssige Schnürung abgeschnitten werden und an den offenen Endstellen mit Kleber oder einem Feuerzeug „verschweißt“ werden. Das verhindert ein Ausfransen der Schnürsenkel.
Das Yankz-Schnürsystem kostet zehn Euro. Das System hat in Chris McCormack einen prominenten Läufer gefunden. Der zweifache Ironman-Hawaii-Sieger lobt die Schnürung: „Sie gibt meinem Fuß einen sicheren und bequemen Halt.“ Tatsächlich sind die Schnürsenkel am Schuh gut aufgeräumt. Leider ist der Zuzieh-Mechanismus nicht so einfach, da sich die Gummischnüre dehnen und so zwei- bis dreimal nachgegriffen werden muss.

Look Laces: Cord-Stopper mit Kappe
Bei den Look Laces handelt es sich um Gummischnüre, die mit großen Cord-Stoppern verschlossen werden. Eine Kappe über dem Knoten der Schnüre bildet den Abschluss. Das Verschnüren der Senkel ist denkbar einfach. Die Kunst ist vielmehr, die Schnürung am Abschluss nicht zu kurz beziehungsweise zu lang einzustellen: Entweder lässt sich der Schuh nicht weit genug öffnen oder die überschüssigen Schnüre müssen am zugezogenen Schuh verstaut werden. Das System ist zwar dehnfähig, muss jedoch gut zugezogen werden, damit es fest sitzt. Die Kappen auf den Endstücken sollte man in der Schnürung unterstecken. Der Preis für die Look Laces liegt bei zehn Euro.

Free Laces: Zwei Längen, viele Farben
Ein Hingucker ist das Schnürystem von Free Laces. Der Name ist Programm: Die Schnürsenkel sind „frei“ von einem Endstück und einem Cord-Stopper. Das liegt an den vielen kleinen Knoten, aus denen die bunten Schnüre bestehen. Beim Ziehen werden die Knoten flach und lassen sich so durch die Schuhösen ziehen. Allerdings ist das Einfädeln zeitaufwändiger als bei anderen Systemen. Sind sie erst eingefädelt, lassen sich die Senkel indes gut justieren. Falls die Schnüre zu lang sind, sollten sie nach den bereits erwähnten Methoden abgeschnitten werden. Die Free Laces gibt es in zwei Längen: 60 Zentimeter bis Schuhgröße 40, 75 Zentimeter für die größeren Schuhe. Für rund zwölf Euro erhält man zahlreiche Farbvarianten.

Wer es gern puristisch mag, dem sei gesagt: Ein Hosengummi tut’s auch.

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Fotos: triathlon.de

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