Qualifikant: Thiemo Irtel – Prima, jetzt einen drei Stunden Marathon
Beim Ironman Lanzarote verhinderte ein platter Reifen die Quali, beim Ironman Australien musste dann ein schneller Marathon den ersehnten Slot für Hawaii herbeibringen. Wie Thiemo vom Virus Triathlon erfasst wurde und welche Ambitionen er für Hawaii hegt hat er im Interview verraten.
Hallo Thiemo, stell Dich doch einfach mal vor?
Mein Name ist Thiemo Irtel, ich bin 32 Jahre alt und starte seit drei Jahren für das TriTeam Hochrhein. Ursprünglich komme ich aus Wennigsen (bei Hannover), wohne nun aber schon seit etwa sechs Jahren in Bern (Schweiz) und arbeite aktuell im Spital Interlaken.
Wieso Triathlon und wieso Langdistanz?
Ich habe im Sommer 2003 mit dem Triathlon und regelmässigem Training begonnen. Im Sommer 2004 war ich dann erstmals bei einem Ironman (in Zürich) am Start und habe mir mit dem Finish einen Jugendtraum erfüllt. Im Jahre 1993 habe ich als begeisterter Skateboardfahrer in einem Magazin erstmals vom Ironman Roth (seit 2002 Challenge Roth) gelesen – von den Distanzen, der Atmosphäre und der Entstehungsgeschichte – und war beeindruckt und fasziniert davon, was die Athleten dort leisteten. Einmal im Leben wollte ich das auch schaffen. Das hat sich in meinem Kopf festgesetzt und knapp zehn Jahre später konnte ich mir den Traum erfüllen. Seitdem teile ich mit vielen anderen die Leidenschaft “Triathlon”.
Welches war Dein bisher schönster Triathlon und bei welchem musstest Du Dich besonders quälen, oder kann ein Triathlon auch beides beinhalten?
Es ist schwierig, sich da auf einen festzulegen. Der erste Ironman war natürlich etwas ganz besonderes. Die Atmosphäre in Roth und Australien hat mir auch sehr gut gefallen, die Strecken in Nizza und auf Lanzarote sind etwas ganz spezielles. Das wären dann auch meine Lieblings-Langdistanzen. Bei den olympischen Triathlons mag ich die Liga-Wettkämpfe – dort mit dem Team zu starten ist immer wieder schön. Tja, und quälen muss ich mich bei jedem Triathlon, egal ob kurz oder lang, spätestens beim Laufen. :-)
Du hast Dir Deine Quali ja auf der anderen Seite der Welt gezogen…..erzähl mal genaueres?
Ich mag die Verbindung aus Sport und Reisen und habe für die Langdistanzen bisher immer neue Orte ausgewählt. Dieses Jahr arbeitet eine Bekannte von mir in Brisbane – was lag da näher als einen Besuch bei ihr mit dem Ironman Australia zu verbinden?! Eine zusätzliche Woche in Sydney rundete die Reise ab. Die Australier sind sehr sportbegeistert und offen, das spiegelt sich auch in der Atmosphäre beim Rennen wider. Eine schöne Strecke und meist gutes Wetter machen den Ironman dort zu einem schönen Ziel – falls mal jemand in der Nähe ist.



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