Du bist hier: Triathlon Portal - triathlon.de > Peter Waldas Blog: Von Null auf Gaustatoppen – Projekt Norseman

Endlich… Frühjahr wird es. 

Somit ist der März doch noch ein klein wenig etwas geworden. Am Ostersamstag bin ich zweimal Radgefahren… Mir ging es so gut wie noch nie. Als ob mir jemand einen Tuningchip eingebaut hätte.. Puls unten… 250 Watt und eine Spitzigkeit, die ich in den vergangenen Jahren einfach nicht kannte. Ich dachte nur „Boohhhh, was wird das für ein Jahr“.

Mit reichlich Oberwasser ins Bett gegangen, und am Ostersonntag nach Kochel am See gefahren. Bin ja stark.. da müssen Berge her.. Und dann kam auch schon die Ernüchterung.

Auf dem Boden der Tatsachen

Peter Waldas, einmalig

Peter beim Berg (Geh-)Training

Gleich zu beginn des Berges hat mich ein älterer Radfahrer überholt… Falsch.. nicht überholt… deklassiert…. Mir hing die Zunge bis zum Tretlager und der Typ ist an mir vorbei, als ob ich gerade Reifen wechsle. Ab da ging dann gar nichts mehr. Mir taten die Oberschenkel weh… der Puls hoch…. brachte keinen Druck auf die Pedale… Kurzum:  Ich war eine Flasche wie schon in der Vergangenheit. Nur gut dass mir das so früh im Jahr passiert ist, sonst wäre ich vielleicht an Selbstüberschätzung gescheitert. Nun weiss ich wieder wo ich hingehöre..

Am Abend gleich mal Gegoogelt, und festgestellt, dass 3,2 Watt pro KG Körpergewicht eher zu den untern Hobbyfahrern gehört. Auf der Geraden mag das ja noch in Ordnung gehen. Aber am Berg ist es einfach zu wenig Leistung, bzw. zu viel Gewicht.. Viel zu viel.. :-(

Da wird das Shirt blass…

Mir hat es bei der Erfahrung nicht die Farbe im Gesicht gewechselt, sondern die Farbe des T-Shirts. Und zwar von schwarz (für das Erreichen des Berges) auf Weiss. (für die untere Norsemanrunde).

Tja.. so schnell kann es gehen. Gerade noch geglaubt stark zu sein, und im nächsten Moment zu erfahren dass da gar nix los ist.

Natürlich kann ich es mir schönreden: Müde…. nichts gegessen….. keinen guten Tag erwischt. Aber von einem ca. 60 jährigem Radler, der bei neun Grad mit der kurzen Hose und kurzärmlichen Shirt rumfährt, und mich fertig macht… ist halt schon ein grosser Unterschied. Nichts desto trotz, muss ich natürlich weitermachen, und an mich glauben.. Und da ich ein arroganter Hund bin, fällt mir das nicht schwer. :-))

Vorsicht vor dem Kegelclub!

Bin auch im März meinen ersten (kleinen) langen Lauf gelaufen. 16 Kilometer – ganz dünn. Langweilig aber nicht besonders anstrengend… Man soll ja viel in langsamer Geschwindigkeit laufen. 90 -120 Sekunden langsamer als die Wettkampfgeschwindigkeit. Was für mich allerdings heisst: Aufpassen, dass ich nicht mit dem Kegelclub, der gerade eine lockere Nordicwalkingrunde macht, kollidiere.

Am Abend nach dem Raddesaster bin ich noch einen für mich schnellen Fünfer gelaufen. Zum Teil mit 4:45 Minuten pro Kilometer, um wenigstens zu Wissen, dass das am Rad heute eine Ausnahme war. Dann am Ostermontag am Morgen noch einen lockeren 8er wieder  langsam.

Peter Waldas, einmaligNachdem ich ja eine Ultra Bergläuferin kennengelernt habe, war ich mit Ihr wieder am Berg. 1.300 Höhenmeter auf acht Kilometern. Gerade die schon gesperrte Skipiste hinauf.  Ich glaube sie ist extra für mich langsam gegangen :-( Denn normalerweise habe ich gegen 30 Kilogramm weniger Gewicht keine Chance. Dennoch hat es super viel Spass gemacht, und ich glaube für die Berge beim Norseman ist das eine sehr gute Vorbereitung. Der Muskelkater zwei Tage später bestätigte mein Eindruck, dass beim Berglauf ganz andere Muskeln zum Einsatz kommen. Ich werde es wiederholen, wenn  die Läuferin es nochmals mit mir versucht.

Frühlings-Test

Am 09.04. war dann ein kleiner Test für mich bei mir in der Gegend. Wie fast jedes Jahr habe ich am Forstenrieder Halbmarathon teilgenommen. Wetter war schlecht, was aber als Vorbereitung für mich optimal war. Im Schnitt bin ich den Kilometer in 5:05 Minuten gelaufen, nachdem ich nach langer Zeit mal wieder Kohlenhydrate gegessen habe. Auch das buche ich als Erfahrung und Vorbereitung ab, da ich nun weiss, nach sehr langer Kohlenhydrat-Abstinenz die Kohlenhydrate wieder zu vertragen, und doch mehr Leistung zu haben. Allerdings schnellt das Gewicht sofort drei Kilogramm nach oben. Muss wohl an der Wassereinlagerung aufgrund der Kohlenhydrate liegen.

Genug geschrieben… Bis bald.. :-)

Zurück zur Übersicht.

Fotos: Peter Waldas, triathlon.de

Triathlon.de Anzeigen

Triathlon beliebt

 
Zum Triathlon.de Newsletter anmelden