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Islandman 2010: Inseltriathlon feiert gelungene Premiere

22. August 2010 von Christian Friedrich

Norderney. „Dies hier könnte „Kult“ werden“. Diesen Satz hörte man am Samstag auf Norderney mehrfach vom Triathlon-Moderator Dirk Werk. Knapp 450 Teilnehmer gingen bei der Premiere des 1. wind sportswear Islandman auf Norderney vor einer gigantischen Zuschauermenge an den Start.


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Mit der Nordsee vor Augen und über 10.000 Zuschauern im Rücken traten die Triathleten mit einem Gänsehautgefühl an den Start der Schwimmdisziplin. Nach dem Schwimmen ging es dann in die Wechselzone unterhalb der Promenade, um auf die Fahrräder zu steigen. Anschließend fuhren die Athleten an der langen Strandpromenade Richtung Westen und die Teilnehmer der Sprintdistanz sogar raus bis zum Leuchtturm. Wieder am Nordstrand angelangt folgte der Wechsel zur Laufdisziplin. Hier ging es weiter über die Strandpromenade, dann über den Norderneyer Kurplatz und der Napoleonschanze wieder zurück zum Nordstrand ins Ziel. Der 1. wind sportswear Islandman auf Norderney bot den Sportlern vier verschiedene Möglichkeiten der Teilnahme. So konnte man an der Sprintdistanz (500 Meter Schwimmen/20 Kilometer Radfahren/5 Kilometer Laufen), Schnupper-/Jugenddistanz (100 Meter Schwimmen/5 Kilometer Radfahren/2 Kilometer Laufen) und der Schülerdistanz (50 Meter Schwimmen/2 Kilometer Radfahren/500 Meter Laufen) teilnehmen.

FOTOSTRECKE

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Ergebnisse

Die Sprintdistanz konnte man auch gemeinsam in der Stafffeldisziplin absolvieren, so dass drei Teilnehmer sich das Schwimmen, Radfahren und Laufen aufteilten. Los ging am Samstag mit dem Schüler-Triathlon. Bei den Mädchen gab es hier in der Gesamtwertung einen Norderneyer-Doppelsieg. Platz eins belegte Emily Funke (12:50 min) gefolgt von Lena Hallwegh (13:03 min). Dritte wurde Anna Brützel (13:07 min) vom SV Löhnhorst. Bei den Jungen siegte Florian Adelt (11:12 min) vor Lorenz Niedrig (11:25 min) aus Erkenschwick. Dritter wurde Tobias Fisser von der Nachbarinsel Juist. Lorenz Niedrig folgt mit seiner ersten Triathlonteilnahme überhaupt der großen Leidenschaft seines Vaters Andreas Niedrig, der einer der besten Triathleten der Welt war. Beim Jugendtriathlon konnte sich bei den Mädchen Ricarda Kappen (SVD Tria Essen) in 23:59 Minuten vor Carolin Wasserburg (SV Bergisch Gladbach) den Sieg sichern. Den dritten Platz belegte Jessica Darms (SVD Tria Essen). Bei den Jungen siegte Fabio Thielert (SVD Tria Essen) in 24:33 Minuten vor Andre Poloczek (Waaser Freizeit Münster) und Marvin Beyer (SG Beckum). Den Schnuppertriathlon gewann mit Matthias Micklitz ein Norderneyer. Micklitz sicherte sich den Sieg in 25:44 Minuten vor Arnd Brüggemann (Preußen Lengerich) und Michael de Wall (MTV Aurich). Siegerin des Schnuppertriathlons wurde Sonja Prietzel (DRG Aurich) in 35:04 Minuten vor Rita Dittmer (TuS Norderney) und Vera Griem (Wandsbeker Turnerbund).

Zum Hauptwettkampf der Veranstaltung war es schwierig noch Platz auf der Strandpromenade zu finden. Auch hier erlebten die Zuschauer am Norderneyer Nordstrand einen spannenden Wettkampf. Bei den Männern wurde viel über den Sieger der Sprintdistanz im Vorfeld spekuliert. Einer der Favoriten war auch der gebürtige Norderneyer Renato Dirks. Aber Klaus Eckstein vom LC Nordhorn war an diesem Tag das Maß der Dinge und sicherte sich den Titel „1. Islandmn Norderney“ mit fast zwei Minuten Vorsprung in 58:04 Minuten. Der Nordhorner ist auf der Insel ein alter Bekannter. Zweimal konnte Eckstein schon den Norderneyer Citylauf gewinnen. „Für eine Premierenveranstaltung war es ein absolut super organisierter Wettkampf. Ich bin sehr sehr glücklich hier gewonnen zu haben. Die Atmosphäre war gigantisch“, so der glückliche Gewinner. Zweiter wurde Carsten Meyer (TSG 07 Burg Gretesch) in 59:50 Minuten vor Achim Groenhagen (1. TC Oldenburg). Renato Dirks belegte den vierten Rang und war begeistert von der Veranstaltung: „Es war ein super Tag und ich bin froh und stolz, dass wir das hier so toll hinbekommen haben“. Der Wahloldenburger wird im Herbst nach Hawaii fliegen und beim Ironman starten.

Gesamtsiegerin der Sprintdistanz wurde Kerstin Lüken vom TuS Griesheim in 1:03,09 Std. vor Linda Klauke (SVD Tria Essen) in 1:03,09 Std. und der Silke Hamacher aus Mettmann (1:04,25). Der Staffelwettbewerb war gerade für viele Insulaner-Staffeln ein besonderes Erlebnis. Insgesamt gingen 36 Staffeln an den Start. Gesamtstaffelsieger wurde in der Zeit 1:02,41 Std. das Team um Schirmherr Andreas Niedrig. Zwei glückliche Preisausschreibengewinner durften mit dem bekannten Triathleten die Staffel bilden. Andreas Niedrig deckte das Fahrradfahren ab, Elmar Heger schwamm und Sandra Schröder lief zum Abschluss. Gemeinsam siegten die drei und waren happy: „Wir waren ein tolles Team und es hat super viel Spaß gemacht“, jubelte das Trio nach dem Wettkampf “. Den zweiten und dritten Staffelplatz belegten „Nationalteam Schlüpferburg und die Tria Essen II. Nach der Siegerehrung auf der Hit – Radio Antenne – Bühne war endete die Premiere des 1. wind sportswear Islandman – Norderney. Den Gewinnern wurden Medaillen und Pokale sowie Einkaufsgutscheine des Titelsponsors der Veranstaltung „wind sportswear“ im Gesamtwert von 2.500 Euro überreicht.

Der 1. wind sportswear Islandman kann durchaus als gelungen angesehen werden. Viele Menschen wirkten an dem Erfolg der Veranstaltung mit. Der Veranstalter König Event Marketing und der ausrichtende Verein TuS Norderney wurden von zahlreichen ehrenamtlichen Helfern unterstützt. Darunter waren neben vielen eigenen Vereinsmitgliedern auch zahlreich Helfer des TV Norden, die sich spontan entschlossen haben auf die Insel zu kommen und zu helfen die Strecken mit abzusichern. Der Triathlon Verband Niedersachsen (TVN) stand während der ganzen Vorbereitungszeit im Rat und Tat zur Seite.

Tolle Arbeit lieferte auch die DLRG Norderney, die die Situation auf der Nordsee bei jedem Rennen unter Kontrolle hatte. Neben der tollen Unterstützung der Norderneyer Kurverwaltung, der Stadt Norderney, der Reederei Norden-Frisia sorgten viele weitere Sponsoren dafür, dass eine so umfangreiche Veranstaltung auf die Beine gestellt werden konnte. Mit dieser tollen Resonanz und hohen Teilnehmerzahl könnte Dirk Werk Recht behalten und der „wind sportswear Islandman“ schon im kommenden Jahr zum Kult werden.

Info: Islandman

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