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Ironman Regensburg 2011: „Siegen oder hochgehen“

8. August 2011 von Meike Maurer

„Siegen oder hochgehen hieß“ die Devise von Markus Fachbach vor dem Rennen in Regensburg und endlich hat es für den 28-jährigen zum Sieg gereicht, obwohl die Saison bisher eher holprig verlief.


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Bereits zwei Wettka?mpfe hatte der 28-Ja?hrige wegen eines Plattfußes im Laufe des letzten Jahres vorzeitig beenden mu?ssen. Im Juni tauchten dann noch Achillessehnenprobleme auf, die seinen Start beim Ironman in Frankfurt verhinderten. All das war beim Ironman Regensburg vergessen – am Ende des Tages holte Fachbach mit einer fantastischen Leistung und trotz Magenprobleme beim Marathon in 8:29:16 Stunden den ersten Ironman Sieg seiner Karriere und verwies den Schweizer Stefan Riesen und Frank Vytrisal aus Darmstadt auf die Pla?tze.

Nach dem Schwimmen ging Markus Fachbach als zweiter Profi auf die Radstrecke und setzte sich gemeinsam mit Horst Reichel schnell an die Spitze. Frank Vytrisal komplettierte das Führungstrio nach einer für ihn eher mässigen Schwimmleistung (50:22) aber schon bald, arbeitete sich nach der Ha?lfte des Radkurses auf Platz zwei vor und u?bernahm beim Kilometer 150 sogar die Fu?hrung. Nach dem zweiten Wechsel beno?tigte Fachbach allerdings nur vier Kilometer, um den 44-jährigen Damstädter Vytrisal wieder zu stellen und den Sieg nach Hause zu laufen.

Verdienter, langersehnter Triumph

Frank Vytrisal landet bei seinem letzten Profi-Rennen auf Platz 3

Der 28-jährige Fachbach sagte im Ziel  zum ersten großen Triumph: „ So ein Ironman Sieg fühlt sich gigantisch an, besonders wenn man ihn hier in Deutschland schafft. Ich wusste zwar, dass ich gut drauf bin, aber bei einem Ironman muss man seine gute Form auch erst einmal auf die Straße bringen.“

Auf Platz vier landete Horst Reichel, der das Rennen im Wasser und auf dem Rad lange mitbestimmt hatte, dem aber auf den letzten Radkilometern ein wenig die Körner gefehlt hatten. Mit einem soliden Marathon in 3:03:07 konnte der Damstädter aber dennoch das Rennen durchziehen und noch die tolle Stimmung des Regensburger Zielkanals als Vierter genießen.

Auch Lothar Leder lieferte nach seinem guten achten Platz vor vier Wochen bei der Challenge Roth wieder  ein beherztes Rennen und wurde in einer Zeit von 8:44:59 Stunden hinter dem Darmstädter Horst Reichel (8:41:30 Stunden) fünfter Profi. Zwischen den beiden lag allerdings noch der holländische Altersklassen-Athlet Bas Diederen, der mit 8:42:34 ein großartiges Rennen zeigte.

Nils Goerke – der Vorjahres Drittplatzierte – musste den Marathon leider vorzeitig wegen Rückenprobleme in aussichtsreicher Position liegend beenden.

Spendenlauf erfolgreich beendet

Auch Andreas Raelert kam trotzt seine Sprunggelenksverletzung entspannt in 10:21:05 ins Ziel. Platz 340 overall für den Rostocker, der damit alle Qualifikationsnormen der WTC erfüllt hat und somit sicher auf Hawaii im Oktober dabei sein kann. In Regensburg ging es aber in erster Linie darum, Geld zu spenden – für jeden Athleten, der vor Andreas im Ziel war, wird ein bestimmter Betrag gespendet, der dann der Aktion „Muskel für Muskel zugute kommen soll.

Klare Siegerin bei den Frauen

Bei den Damen konnte Mary Beth Ellis aus Amerika, nach ihrem Sieg in Klagenfurt, in Regensburg ihren zweiten Sieg einfahren. Auf dem Rad lange auf der fünften Position unterwegs, spielte die Athletin vom TBB Team ihre Laufstärke in der Abschlussdisziplin aus und gewann mit dem schnellsten Marathon (3:06:45) im Frauenfeld in 9:18:55 mit fast 10 Minuten Vorsprung das Rennen. Interessant ist, dass Ellis trotz ihrer beiden Siege derzeit nur auf Platz 33 im WTC-Ranking geführt wird und Stand heute nicht in Kona dabei wäre.

Die in Kanada lebende Deutsche Annett Kamenz sicherte ich nach einer starken Radleistung (5:09:50) den zweiten Platz in 9:28:23 vor Nicole Leder (9:30:27), die beim Laufen Platz um Platz gut machte und fast genauso schnell unterwegs war wie die Siegerin Ellis.  Heidi Jesberger die lange auf dem Bronzerang gelegen hatte wurde von Leder so noch auf den undankbaren vierten Platz verwiesen. Die Vorjahreszweite Katja Rabe, die auf dem Rad häufig die Fürhungsarbeit gemacht hatte, musste beim Marathon Federn lassen und landete am Schluss auf dem 5. Platz.

Zur großen Fotostrecke von unserem Fotografen Ingo Kutsche

Fotos: Ingo Kutsche – www.sportfotografie.biz

 

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