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Ironman Hawaii: Spieglein, Spieglein… – Der Favoritencheck der Damen

4. Oktober 2015 von Mario Lisker

Top3 Frauen Hawaii 2014Die Dominanz der Deutschen wie bei den Herren ist bei Damen leider nicht gegeben. Das macht das Ganze aber keineswegs schlechter, denn auch hier ist ein spannender Kampf um die besten Platzierungen garantiert! Neben Wutti und Ryf ist Julia Gajer wohl eine der Damen, auf die gespannt geschaut werden darf. Titelverteidigerin Carfrae wird allein ein guter Marathon in diesem Jahr wohl nicht reichen…


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Top5 Kandidatinnen

Mirinda Carfrae Hawaii 2014 Platz einsMirinda Carfrae – Schreibt man diese Frau ab, hat man bereits verloren. Bisher konnte ihrem Marathon keiner folgen und selbst das Herrenfeld hat Mühe dieses Tempo mitzugehen. Und genau auf diese Weise holt sich „Rinny“ ihre Siege. Wasser liegt ihr überhaupt nicht und auch auf dem Rad hat sie ihre liebe Mühe. Wer aber problemlos zehn Minuten schnellere Läufe als die Konkurrenz auf den Asphalt presst, stürmt geradezu auf’s Podium. Sie bringt wahrscheinlich den stärksten Siegeswillen mit und das kann die Konkurrenz zermürben…

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Ingo Kutsche, freiDaniela Ryf – Die Vizeweltmeisterin läuft nicht so schnell wie Vorjahressiegern Carfrae. Dafür ist sie eine der ersten aus dem Wasser und verfügt über genügend Raddruck. In diesem Jahr ist davon auszugehen, das sie sich das Rennen besser einteilt und einen besseren Marathon laufen wird als noch im letzten Jahr. Gelingt ihr dies, wird es eng um Platz eins oder zwei.

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Foto: Thomas Wenning

Eva Wutti – Erstmals als Profi auf Hawaii, ist mit ihr in einer vorderen Position zu rechnen. Vorausgesetzt ihre Schwimmleistung passt an diesem Tag, denn in den letzten Rennen war diese nicht konstant. Auf dem Rad dürfte sie zu einer der Stärksten zählen und ihr Lauf sollte bei einer Differenz von fünf bis sieben Minuten zu Carfrae liegen. Wenn alles passt, wird es ein Dreikampf um die Krone.

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Foto: Sebastian Kuhn, freiRachel Joyce – Zwei Jahre auf dem Podium durch ausgeglichene Gesamtleistungen. In diesem Jahr muss sie aber einen kleinen Tick zulegen und mehr Risiko eingehen um über die Top5 hinaus auf das Podium zu kommen. Starke Konkurrentinnen wie Williamson ließ sie in Texas hinter sich, musste aber Naeth den Vortritt lassen.

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Ingo Kutsche, freiJulia Gajer – Das sie unter die besten fünf landen kann ist nicht ihrem Ergebnisverlauf in der Vorbereitung geschuldet, sondern ihrer Entwicklung. Und die ging stetig nach oben. Das sorgt für das nötige Selbstbewusstsein einiges zu riskieren – mit hoffentlich gutem Ende.

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Top10 Kandidatinnen

Angela Naeth – Immer mal wieder mit Ausrufezeichen gewann sie den Ironman Texas vor Joyce, Cave und Williamson. Ähnlich wie Carfrae wird sie nach dem Schwimmen das Feld von hinten aufräumen. Sie beginnt aber bereits auf dem Rad damit, denn das kann sie sehr gut. Der anschließende Lauf ist die große Unbekannte, da lässt sie Federn. Top5 wird schwer, aber ist realistisch.

Ingo Kutsche, freiCaroline Steffen – Als gute Schwimmerin suchte sie das Heil nach vorn auf dem Rad und wurde beim Lauf bestraft. Das scheint sie abgelegt zu haben. Zwar bricht sie beim Lauf nicht mehr so stark ein, aber nach vorn reicht es nicht. Zwei Jahre in Folge auf dem fünften Rang – das wird in diesem Jahr schwer.

 

Kelly Williamson – Bei der Auftaktdisziplin noch ganz gut, lässt sie auf dem Rad richtig Federn. Ihr Laufniveau ist absolute Spitze und nur gering hinter dem einer Carfrae. Für die Top10 reicht es nur, wenn sie auf dem Rad nicht mehr als 25 Minuten auf die Spitze verliert.

Leanda Cave – Joyce und Williamson schlug sie in Texas. Das ist aber eher eine Rettung gewesen, denn beim Lauf kann sie nicht mithalten. Schade, denn Schwimmen und Rad sind gut. An einem guten Tag kann sie eine Top10 Platzierung retten.

Mary Beth Ellis – 2014 schon auf Platz neun, bewies sie bei ihrem Sieg in Kanada, dass mit ihr zu rechnen ist. Einzige Schwäche: das Laufen, und das könnte das Ergebnis vermiesen, wie bereits im letzten Jahr.

Jodie Swallow – eigentlich immer gut für Top5. Aufgrund der starken Konkurrenz wird es in diesem Jahr aber schwer. Unter den besten Zehn werden wir sie finden. Ob es für die besten Fünf reicht, wird einmal mehr der Marathon zeigen, der ihr gutes Schwimmen und Radfahren etwas trüben könnte.

Für diese Damen wird es schwer

triathlon.deLiz Blatchford – 2013 noch auf Platz drei und im letzten Jahr Top10. Ihre Rennen im Vorfeld waren durchwegs gut, was aber eher einem qualitativ schlechterem Starterfeld geschuldet war. Für die Leistungsdichte in diesem Jahr wird es schwer, da sie ihren Verlust auf dem Rad nur durch Fehler der anderen zu laufen kann.

Caitlin Snow – Hawaii ist nicht ihr Pflaster. Platz 22 aus dem Vorjahr entspricht nicht ihrem Niveau. Leider bestimmt die Tagesform wo sie sich einsortiert und wie sie kämpfen wird. Das sie laufen kann, zeigte sie in Frankreich mit einem Marathon unter drei Stunden. An einem guten Tag sind Top15 und vielleicht etwas mehr realistisch.

Sofie Goos – Hawaii liegt ihr nicht. Bislang, denn die Leistungen stimmen eigentlich optimistisch für einen Kampf um die besten Zehn. Ihre unglücklichen beiden letzten Starts kann sie in diesem Jahr vielleicht vergessen machen, denn in Kopenhagen bewies sie, dass sie auch bei höheren Temperaturen Leistung hat.

Lucy Gossage – hat zwar den Ironman UK gewonnen, der war allerdings nicht gut besetzt und die Bedingungen sind gegensätzlich zu Kona. In Südafrika genügten ihr durchschnittliche Leistungen für Platz zwei, dennoch dürfte es für Top10 sehr schwer werden.

Astrid Stienen und Diana Riesler – werden das Renngeschehen kaum beeinflussen. Top15 wäre für beide ein Riesenerfolg und eine Überraschung.

Überraschungspotenzial

Ingo Kutsche, freiMelissa Hauschildt – Das Dark Horse schlechthin. 2013 und 2014 nicht in Kona fliegt sie unter dem Radar – zu Unrecht. Auf der Lang- und Mitteldistanz in Melbourne verbucht sie Siege und leistet sich kaum Schwächen in einer Disziplin. Top5 mit Überraschungseffekt zum stänkern der Favoritinnen!

 

Camilla Pedersen – kommt langsam wieder in Fahrt! Auf ihren bisher absolvierten Mitteldistanzen, selbst bei starker Konkurrenz, nicht zu schlagen fehlt es noch an Konstanz auf der Langdistanz. Zumindest im März beim Ironman Südafrika. Konnte sie die Zeit gut nutzen, wird sie unter den besten Zehn zu finden sein und hat sogar Potenzial für mehr.

Zum triahtlon.de Hawaii Spezial.

Fotos: Ingo Kutsche, Thomas Wenning, Sebastian Kuhn, triathlon.de

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