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Ironman Hawaii 2013: Pete Jacobs – die Basis passt

12. Oktober 2013 von Mario Lisker

Foto: Ingo Kutsche freiMit fast 32 Jahren bricht Jacobs mit dem Muster des typischen Hawaii-Siegers. Er ist wie ein Bindeglied der „alten“ Garde und den neuen, jungen Wilden. Bei den drei Disziplinen hat er keine wirkliche Schwäche. Er schwimmt in der Spitzengruppe, fährt gern vorn und hat genügend Reserven für einen schnellen Marathon. Das war 2012. Das laufende Jahr war ein auf und ab. Dennoch sieht es ganz gut aus für ihn.


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Einfach mal…smooth

Im Gegensatz zu seinem weiblichen Pendant Cave, ließ Jacobs die Planung ruhig angehen. Nicht untypisch für die bisherigen Hawaii-Sieger ist die Wahl des Pflichtrennens mitten in der Saison. Man sieht, was man in der langen Vorbereitung aufgebaut hat, hat aber noch genügend Zeit an der ein, oder anderen Stellschraube zu drehen.

Mittendrin statt nur dabei

Sein Augenmerk zu Beginn, war ein stressfreies Training nach Gefühl. Bis auf die Highlights in Frankfurt und Kona, wollte er somit die Wettkämpfe ohne Druckgefühl und Taperwoche aus dem Training heraus mitnehmen. Sein Plan geht auf, vorerst. Ohne intensives Rad- und Schwimmtraining erreicht er beim Escape from Alcatraz Triathlon den vierten Platz. Für einen Langdistanzspezialisten inmitten der Sprintelite kein schlechtes Zeichen.

Foto: Ingo Kutsche frei

Das Kreuz mit dem Kreuz

Sechs Wochen Verletzungspause, sechs Wochen Trainingsblock und Start beim 70.3 in Honu/Hawaii. Bei seinem 30-minütigen Rückstand auf den Sieger Craig Alexander von einem Desaster zu sprechen, entspräche nur der halben Wahrheit. Schwimmen in Topform und die ersten zehn Radkilometer mit Druck. Nach einem gewollten Führungswechsel wurde Jacobs, mit Rückenproblemen, durchgereicht. Erst auf den letzten Kilometern lief es wieder schmerzfrei. Fünfundzwanzig Minuten Rückstand sprechen Bände! Der anschließende Halbmarathon war jedoch wieder im Spitzenbereich und nach Jacobs Gefühl:“…really comfortably.“

Himmelhochjauchzend – Zu Tode getrübt

triathlon.deEine Woche nach den Rückenproblemen war in Cairns davon keine Spur mehr. Trotz leichter Erkältung war Pete mit Platz vier sichtlich zufrieden. Dass der Weg gut zu sein schien, bewies die Europameisterschaft in Frankfurt. Zumindest bis zu seinem Explodieren. Auf Platz zwei liegend, mit allen Trümpfen in der Hand, musste er der Hitze Tribut zollen und ab Kilometer Achtzehn das Rennen an sich vorbei ziehen lassen. Um sich nicht völlig zu zerstören und dennoch die Pflichtaufgabe zu erfüllen, geht er die letzten Zehn Kilometer und verbucht am Ende neuneinhalb Stunden und einen über vierstündigen Marathon.

Rekordverdächtig nach Hawaii

Im August wagte sich Jacobs noch einmal zum 70.3 auf den Philippinen und erreicht Platz zwei. Die Tendenz des exzellenten Schwimmens und guten Laufens wird hier bestätigt. Auf dem Rad fehlt es noch ein wenig. Seit Frankfurt arbeitet er gezielt an der Konstanz des Marathons. Vier Wochen vor Hawaii startete er beim 70.3 Sunshine Coast und lies bei den Konkurrenten die Alarmglocken schrillen. Er zerstörte förmlich die Konkurrenz des Rennens in beeindruckenden 3:39:59 mit Dominanz von Beginn an.

Fazit

Die Tendenz zeigt, dass Pete verstanden hat, die Fehler zu suchen und daran zu arbeiten. Schafft er das, was er bei seinem letzten 70.3 gezeigt hat zu halten, oder sogar zu verfeinern, ist er momentan auf der Rechnung ganz oben zu sehen. Dennoch, zu 100 Prozent stimmig wirkt das Ganze nicht – als würde ein kleines Puzzleteil im Jahresverlauf fehlen. Die Konkurrenz ist alarmiert. An einem perfekten Tag, und wenn der Rest des Feldes nicht aufpasst, sieht es jedoch gut aus.

Petes Favoritencheck

Wer holt sich die Krone? Wir haben recherchiert, gerechnet und ein wenig gemutmaßt. Das Ergebnis findet ihr in der triathlon.de Favoritencheck-Tabelle. In jeder Kategorie gibt es eine maximale Punktzahl von fünf Zählern zu erreichen. Wir sind gespannt, wer am Ende die meisten Punkte hat und zu unserem Top-Tipp wird.

triathlon.deZum Ironman Hawaii Special mit Favoritenvergleich.

Fotos: Ingo Kutsche, triathlon.de

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