Du bist hier: Triathlon Portal - triathlon.de > Allgemein > Ironman Hawaii 2010: McCormack taktiert und wird Weltmeister

Ironman Hawaii 2010: McCormack taktiert und wird Weltmeister

10. Oktober 2010 von Ralph Schick

Chris McCormackKona, 09. Oktober 2010 – In einem packenden Finish gewinnt Chris McCormack den Ironman Hawaii 2010 in einer Zeit von 8:10:37 Stunden gegen Andreas Raelert, der mit einem Rückstand von 1:40 Minuten Zweiter wird. Marino Vanhoenacker belegt den dritten Platz. Mit drei Athleten in den Top-Ten erreichen die Deutschen ein tolles Ergebnis.


Triathlon Anzeigen

Sowohl Timo Brach mit Platz sechs als auch Faris Al-Sultan konnten ihre Vorjahresergebnisse verteidigen.

Wie schon im Jahr 2007 heißt der Sieger beim Ironman 2010 Chris McCormack. Der Schlüssel zum Erfolg war ein kontrolliertes Rennen mit dem nötigen Laufdruck zur richtigen Zeit. Der Wettergott meinte es gut mit den Athleten und sorgte für heiße aber nicht besonders schwüle Bedingungen. Der Wind war relativ moderat.

Beim Schwimmen dominierte zuerst aber ein ganz anderer das Feld der Profis. Andy Potts (USA), der für seine Schwimmstärke bekannte ist, legte gleich zu beginn der Schwimmdisziplin 90 Sekunden Vorsprung zwischen sich und das große Feld der Mitfavoriten. Er war auch der einzige des Tages, der auf den 3,8 Kilometern unter 50 Minuten blieb.

Der spätere Sieger McCormack befand sich hier in der großen ersten 23 köpfigen Verfolgergruppe, die mit etwa drei Minuten Abstand auf den Über-Schwimmer Andy Potts aus dem Wasser. Insgesamt war die Dichte bei den Schwimmzeiten bemerkenswert.

Das kam die Zeit der Radfahrer und gerade hier spielten die deutschen Athleten eine entscheidende Rolle. Zeitweilig fuhren sechs Deutsche in den TopTen. Allen voran Andi Böcherer, der bis Kilometer 80 die Führung inne hatte. Dieser wurde aber nach der Hälfte der Strecke von Maik Twelsiek und später von Chris Lieto, dem Zweiten der letzten zwei Jahre, passiert.

Chris Lieto, der mit 4:23:17 Stunden, die beste Radzeit des Tages hatte, bog zwar als Erster in die Wechselzone, musste allerdings im Marathon für seine aggressive Radeinheit zahlen und wurde mit Gehpausen auf Platz 11 durchgereicht.

Ebenfalls herausragend war Maik Twelsiek auf dem Rad unterwegs und legt mit glatten 4: 26 Stunden eine super Zeit auf den glühenden Asphalt, aber auch er wurde am Ende, wie im Jahr zuvor auf den 12. Platz durchgereicht.

Zu diesem Zeitpunkt befand sich der amtierende Weltmeister Craig Alexander bereits auf Platz 15. Allerdings hatte der noch lange nicht aufgegeben und verkürzte in kurzer Zeit minutenweise seinen Abstand auf die Spitze. Bis auf den vierten Platz lief der Australier noch vor. Der schnellste Läufer war er allerdings nicht an diesem Tag. Pete Jacobs (USA) lief mit 2:41:05 noch fast eine Minute schneller und sicherte sich damit den schnellsten Laufsplit.
Andreas Raelert
Sowohl Chris McCormack, als auch Andreas Raelert liefen in großen Schritten durch das Feld. Im letzten Drittel übernahm McCormack schließlich die Spitze und dann kam Andreas Raelert von hinten und schloss auf Macca auf.

Wenige Kilometer vor dem Ziel sah es noch so aus, als könnte Andreas Raelert, der sich ähnlich wie McCormack unauffällig nach vorne gearbeitet hatte, die Führung übernehmen. Für etwa zwei Kilometer liefen die Beiden nebeneinander – Schulter an Schulter.

Es folgten verbale „Attacken“ von McCormack und ein sportlicher „Handshake“ knapp 5 Kilometer vor dem Ziel. Und vor der letzten Verpflegungszone, als Raelert sich noch einmal etwas zu trinken geben lassen wollte, blies der Taktiker Macca zum Angriff an und legte schnell einige Meter zwischen sich und den Deutsch und finishte in einem spannenden Rennen mit einem Vorsprung von 1:40 Minuten.

Am Ende sollte Andi Raelert Recht behalten. Bei der Pressekonferenz sagte er, dass das Rennen am Ende im Kopf entschieden würde.

Rasmus Henning
Hatte einen echt schlechten Tag erwischt, wie er in einer Pressmitteilung miteilte. Mehr…

Faris Al-Sultan
Bekam eine Stop-and-Go Zeitstrafe wegen Windschattenfahrens und hatte nach eigener Aussage das Laufdefizit der Sommermonate noch nicht aufholen können. Immerhin wurde es Platz 10 und ein 2:55 Marathon.

Timo Bracht schreibt auf seiner Webseite
„Hallo Zusammen, es ist geschafft und es war gut so wie es war. Klar ich wollte aufs Podium, aber ich war mit meinem besten Rennen mit persönlicher Rad und Laufbestzeit, wie im letzten Jahr Sechster.“

Dirk Bockel
tagblatt.lu berichtet über den Rennverlauf des Luxemburger Bockel.  Mehr…

AKler Report
infranken.de hat einen detailierteren Bericht des AK-Athleten Frank Hausen. Mehr…
swp.de hat einen Bericht zu Michael Wetzel. Mehr…
boulevard-baden.de mit einem Bericht zu Mario Karcher. Mehr…

Alle Ergebnisse

To 10 Herren
1.  McCormack, Chris 51:36 – 4:31:51 – 2:43:31 – 8:10:37
2. Raelert, Andreas 51:27 – 4:32:27 – 2:44:258:12:17
3. Vanhoenacker, Marino  51:33 – 4:31:00 – 2:46:46 – 8:13:14
4. Alexander, Craig 51:32 – 4:39:35 – 2:41:59 – 8:16:53
5. Tissink, Raynard 52:25 – 4:30:48 – 2:52:44 – 8:20:11
6. Bracht, Timo 53:52 – 4:29:42 –  2:53:188:21:00
7. Llanos, Eneko 51:38 – 4:39:23 –  2:47:03 – 8:22:02
8. Bockel, Dirk 51:12 – 4:35:48 –  2:52:02 – 8:22:59
9. Jacobs, Pete 51:15 – 4:47:05 – 2:41:06 – 8:23:26
10. Al-Sultan, Faris 51:25 –  4:32:40 – 2:55:28 – 8:24:04

weitere Deutsche
12. Twelsiek, Maik 52:22 – 4:26:00 – 3:04:37 – 8:27:02
16. Brader, Christian 59:51 – 4:35:31 – 2:54:13 08:33:43
25. Coenen, Clemens 57:30 – 4:36:54 – 3:03:11 – 8:41:33
27. Abel, Torsten 52:25 – 4:52:02 – 2:53:08 – 8:42:42
34. Stadler, Normann 55:06 – 4:28:58 – 3:21:05 – 8:49:26
38. Ritter, Christian 51:30 – 4:44:35 – 3:11:27 – 8:52:13
41. Schmid, Stefan 58:35 – 4:53:13 – 2:55:53 – 8:55:26 – AK18

Die besten Agegrouper Gesamt
22. Delsaut, Trevor M25 -59:22 – 04:44:12 – 2:52:39 – 8:40:43
40. Violin, Ciro M30 – 54:55 – 4:53:54 – 3:00:16 – 8:54:13
41. Schmid, Stefan M18 -58:35 – 4:53:13 – 2:55:53 – 8:55:26

Triathlon.de Anzeigen
 
Zum Triathlon.de Newsletter anmelden