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Ironman Frankfurt Spezial 2012: Interview mit Tagesschau-Sprecher Thorsten Schröder

27. Juni 2012 von Nora Reim

Foto: Tagesschau freiWenn er nicht gerade im Sattel sitzt, dann steht er im Fernsehstudio: Thorsten Schröder ist seit 2000 Sprecher der Tagesschau. Am Sonntag, 08. Juli 2012, wird der 44-jährige Moderator jedoch nicht um 20 Uhr auf Sendung gehen. Stattdessen will der begeisterte Rennradfahrer seinen ersten Ironman in Frankfurt finishen. triathlon.de hat mit dem Hamburger Hobby-Triathleten (FC Sankt Pauli) über seine Vorbereitung gesprochen.


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Herr Schröder, Sie kommen gerade von zwei Etappen der Tour-Transalp zurück. Wie ist es Ihnen nach der Ankunft im österreichischen Brixen ergangen?

Foto: Thorsten Schröder frei

Thorsten Schröder beim Hamburg City Man 2011

Die beiden Etappen waren ein gutes Kraftausdauer-Training für mich. Ich habe viele Höhenmeter gemacht – was mir jedoch fehlte, war der Schlaf. Den hole ich jetzt am Ruhetag nach. Ich bin für einen guten Zweck mitgefahren: Ich wollte auf die NCL-Stiftung aufmerksam machen, die sich um die sehr seltene Krankheit “Kinderdemenz” (NCL) kümmert. Man konnte eine Etappenteilnahme mit mir ersteigern zugunsten der Stiftung.

Sie fahren leidenschaftlich Rennrad. Wie kam es zu dem Wunsch, dieses Jahr Ihren ersten Ironman zu finishen?

Den Wunsch habe ich bereits seit vielen Jahren, die Teilnahme ist schon lange mein großer Traum, aber der hohe Trainingsaufwand kam für mich bisher nicht  in Frage. Ich habe 2005 den Marathon in Hamburg gemacht und mich drei Monate darauf vorbereitet. Eigentlich hatte ich keine Lust, so richtig nach Trainingsplan zu trainieren und mich neun Monate auf einen Ironman vorzubereiten. Doch dann hat mir ein Bekannter von seinen Ironman-Teilnahmen erzählt. Da habe ich mir gedacht: “Das musst du auch hinkriegen!” Seit ich einen Startplatz in Frankfurt habe, schreibt mir ein Trainer meinen Plan und legt meine Trainingsstunden um die Arbeit herum. Außerdem hat er mit mir drei oder vier Stunden an jeder der drei Sportarten gearbeitet. Ich fühl’ mich ziemlich fit, kann mir einen Ironman aber noch nicht richtig vorstellen. Beim Koppeltraining nach 150 Kilometer Rad haben sich meine Gelenke beim Laufen jedenfalls angefühlt wie gut geschmiert. Jetzt sage ich mir: “Das wird dein Ironman!”

Am Sonntag, 08. Juli 2012, werden Sie sich um 7 Uhr im Langener Waldsee in die Wogen stürzen. Glauben Sie, Sie schaffen es bis zur Tagesschau um 20 Uhr?

(Lacht) Ja natürlich, die muss ich ja gucken! Wenn schon nicht live, dann schaue ich sie mir später im Internet an. Vorsichtshalber habe ich mir aber für Sonntag und Montag freigenommen, weil ich gehört habe, dass man nach einem Ironman ziemlich müde ist. Mein oberstes Ziel ist sowieso, durchzukommen. Wenn ich’s schaffe, dann in elf Stunden!

Der Ironman Frankfurt feiert dieses Jahr sein zehnjähriges Jubiläum. Was müsste beim Rennen passieren, damit Sie in der Tagesschau darüber sprechen?

Dann müsste Thorsten Schröder Überraschungssieger werden! (Lacht) Zwei Europameisterschaften an einem Tag sind natürlich ein Hemmschuh für die Popularität von Triathlon. Das ist so, als würde jetzt zum Fußball eine Parallel-EM stattfinden! Besser wäre eine Veranstaltung mit einem Europameister – dann wäre für die Medien klarer, was Sache ist.

Was die wenigsten Fernsehzuschauer wissen: Zwischen Ihrem Sprecher-Kollegen Marc Bator und Ihnen gibt es ein Rennrad-Duell. Wer ist schneller?

Ein Duell gibt es nicht, wir machen beide nur gerne unseren Sport. In den Bergen würde ich ihn wohl schlagen, weil ich gerne Berge rauf und runter fahre, am liebsten in den französischen Pyrenäen! Aber Marc schrubbt so viele Kilometer, dass er wahrscheinlich schneller ist.

Vielen Dank für das Gespräch. triathlon.de wünscht viel Erfolg beim Ironman Frankfurt 2012.

Fotos: Tagesschau/Privat

 

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