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Ironman 70.3 WM Las Vegas 2012: Kienle riskiert und gewinnt

9. September 2012 von Christine Waitz

Foto: Thomas Wenning freiLas Vegas, 09. September 2012 – Wer hat das beste Pokerface? Bei diesem Starterfeld, das sich in starker Besetzung einer WM würdig zeigte, war nicht nur die beste Form und der kühlste Kopf gefragt, sondern vor allem die beste Renneinteilung. Sebastian Kienle riskierte viel am Rad, behielt beim abschließenden Lauf die Ruhe und rettete eine Minute Vorsprung ins Ziel.


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Ein Faktor machte heute von Beginn an von sich reden: die Hitze. Nicht nur die Morgentemperatur von bereits 27 Grad, sondern auch die Wassertemperatur von über 27 Grad und die gnadenlos aufsteigende Sonne zwangen die Athleten bereits beim Schwimmen den Hut, beziehungsweise die Badekappe, zu ziehen.
Erwartet schnell zeigte sich das Rennen von Beginn an. Eine lange Kette von Topathleten zog sich durch den Lake Las Vegas.

Tempo an der Spitze lässt Kienle kalt

Foto: Thomas Wenning/frei

Nach 23:16 Minuten stieg der Australier Clayton Fettell als führender aus dem Wasser. Doch an seinen Fersen klebten knapp 20 Athleten, darunter alle Favoriten. Den langen Weg zur Wechselzone und die ersten Radkilometer nutzte Michael Raelert um mit hohem Tempo die Spitze zu erobern.
Das gegenseitige Belauern zog sich durch das Radrennen. Eine Gruppe  von zwölf Athleten hatte sich zum Form-Pocker zusammengefunden, während Kienle und Al Sultan bereits die bestehende Lücke schlossen und ihren Weg in das Spiel suchten. Vor allem Kienle riss das Kommando nun an sich, als er auf dem Weg in die zweite Wechselzone am Feld vorbei flog und die Führung übernahm. Michael Raelert hingegen war nach erhaltener Zeitstrafe aus dem Favoritenkreis herausgefallen und musste den Lauf mit über sieben Minuten Rückstand beginnen.

Kienle zeigt starke Laufleistung

Mit knapp drei Minuten Vorsprung vor der großen Favoritengruppe fuhr Kienle in die zweite Wechselzone. Bereits zuvor hatten ihn die Ironman Experten als „black horse“ in Sachen Lauf eingeschätzt und ihm bei rund drei Minuten Vorsprung Siegeschancen eingeräumt. Seine nächsten Verfolger, Craig Alexander, Andy Potts und Bevan Docherty konnten auf den ersten Kilometern zwar etwas Zeit gut machen, doch Kienle hielt gegen. Auch die Tempoverschärfung Alexanders bei Kilometer 13 reichte nicht aus um den Vorsprung schmelzen zu lassen. Mit einer starken Laufzeit von 1:16:46 konnte Kienle seinen Weltmeistertitel nach 3:54:35 Stunden feiern. Craig Alexander und Bevan Docherty komplettierten das umkämpfte Podium.

Michael Raelert und Faris Al-Sultan erreichten mit Platz acht und neun immer noch Ränge unter den besten zehn.

Cave feiert Sieg 

Die Start-Ziel Siegerin des Rennens von 2010, Jodie Swallow strebte von Beginn an danach diese Show zu wiederholen. Als Erste stieg sie nach 25:26 Minuten aus dem Wasser, gefolgt von Kelly Williams, Leanda Cave und Meredith Kessler. Auch bei den Damen machte sich zunächst das stark besetzte Feld durch seine hohe Leistungsdichte bemerkbar.

Auf dem Weg durch die Wüste übernahm die bekannt starke Radfahrerin Leanda Cave die Führung und stieg als erste Dame vom Rad. Ihr folgten mit bereits über zwei Minuten Rückstand Heather Jackson und Melissa Hauschildt. Den Sieg sollte Cave sich bereits zu diesem Zeitpunkt nicht mehr nehmen lassen. Kontinuierlich baute sie ihren Vorsprung aus und konnte nach 4:28:05 die Ziellinie überqueren.
Hinter ihr hatte sich Kelly Williams nach vorne geschoben, die Titelverteidigerin vom Vorjahr vom Podium verdrängt und sich den zweiten Platz gesichert. Den dritten Platz erkämpfte Heather Jackson.

Julia Gajer wurde mit einer Zeit von 4:37:15 Stunden achte.

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Ergebnisse der Herren:

1. Sebastian Kienle, 03:54:35
2. Craig Alexander, 03:55:36
3. Bevan Docherty, 03:56:25
4. Timothy Odonnell, 03:56:35
5. Andy Potts, 03:56:54

8. Michael Raelert, 04:03:11
9. Faris Al-Sultan, 04:03:27

Ergebnisse Damen:

1. Leanda Cave, 04:28:05
2. Kelly Williamson, 04:28:05
3. Heather Jackson, 04:32:32
4. Melissa Hauschildt, 04:35:13
5. Joanna Lawn, 04:36:08

8. Julia Gajer, 04:37:15

Alle Ergebnisse

Fotos: Thomas Wenning

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