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Ironman 70.3 Wiesbaden 2010: Sebastian Kienle – Schwer wird´s

10. August 2010 von Christian Friedrich

Sebastian Kienle zählt nicht erst seit seinem spektakulärem Langdistanzdebüt in Roth zu den Favoriten, wenn er am Start steht. Auch beim Ironman 70.3 Wiesbaden hat er letztes Jahr schon seine Klasse bewiesen. Auch für 2010 ist Sebastian gut vorbereitet, aber die anderen sind es auch. Hier ein Interview zu seinem derzeitigen Formstand.


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Wiesbaden nach Roth – vier Wochen Pause, was sagt das Formbarometer?
Wenn ich wirklich vier Wochen Pause machen würde, sollte ich mich in Wiesbaden nicht blicken lassen. Eine Woche war natürlich nur Regeneration angesagt. Ich war mit meiner Freundin in der Schweiz, was sehr schön war. Ich hab die Form noch nicht getestet, aber das kommt die nächsten Tage noch….

Trainierst Du vor Wiesbaden noch viel lang, oder gibt es nur noch Ballereinheiten? Oder stand nur Regeneration am Plan?
Nein, vor Wiesbaden steht keine Einheit auf dem Plan, die länger als 3:30 Stunden geht (das war das Strecke abfahren). Vor allem Regeneration (an dieser Stelle auch nochmal danke an meine Physio) und kurze harte Sachen.

Strategie im Rennen: Michael schwimm schneller, Du radelst schneller und hast so viel Vorsprung, das Michael Dich nicht mehr einholen kann?
Ja, dazu gehört aber auch noch das Laufen und du vergisst Ospaly, Graves und die Anderen. Wenn es schlecht läuft, werden schon die Top 5 schwierig. Auf jeden Fall wird es spannend.

Rennrad oder Triathlonrad? Worauf setzt Du in Wiesbaden?
:-) Die Mischung macht´s.

Aerohelm oder normal?
Aerohelm natürlich.

Scheibe oder leichter Laufradsatz?
Beides :-) (Sebastian hat eine irre leichte Lightweight-Scheibe, Anmerk. d. Red.)

Berge fahren im Training. Wie lang sollten die Intervalle bei einem AKler sein, hast Du einen Trainingstipp? Nur hochradeln ist Blödsinn, oder?
Pauschal kann man wie immer gar nichts sagen. Kommt auf den Athleten an. In Wiesbaden muss und kann man sehr hart am Berg fahren – darauf sollte man auch Trainieren. Ich mach für das Rennen jetzt noch Intervalle im vier Minuten Bereich.

Wie fährt man einen Berg am ökonomischsten? Oft sieht man Wiegetritt und starkhechelnde Triathleten, denen oben die Luft ausgeht. Gibt es eine Bergfahrstrategie für die nicht ganz so radstarken Triathleten?
Am Berg zählen zwei Sachen Leistung und Gewicht – jetzt kann sich jeder überlegen, was man von beiden erhöhen und was verringern sollte.

Es ist generell nicht verkehrt gleichmäßig zu fahren und eine passende Übersetzung zu wählen (auch vor dem Rennen mal Gedanken machen, ob ein 11 bis 21 Ritzelpaket, das richtige Spektrum bietet für die Strecke). An leichten Anstiegen so lange wie möglich auf dem Aerolenker bleiben, der bringt auch bei 25km/h noch was. Abwechseln von Wiegetritt udn im sitzen fahren (aber nicht alle 5 Tritte wechseln).

Was machst Du nach dem Interview?
Zähneputzen

Info: Sebastian Kienle

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