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Adventskalender Türchen 2: Interview mit Susan Dietrich – „Eine Top-20-Platzierung wäre der Hammer“

21. September 2012 von Nora Reim

Foto: Susan Dietrich freiWer steht auf Platz 28 im Kona Pro Ranking? -Ein blonder Wuschelkopf namens Susan Dietrich. Die 31-jährige Bundesliga-Athletin vom DSW Darmstadt hat sich mit ihrem vierten Platz beim Ironman Frankfurt überraschend für die Ironman-Weltmeisterschaft auf Hawaii qualifiziert. Im Gespräch mit triathlon.de verrät „Susi“, wen und was sie mitnimmt nach Kona.


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Susan, du hast dich frech und fröhlich in der Top 30 der Damen im Kona Pro Ranking eingerichtet und damit sicher für Hawaii qualifiziert. War das dein Ziel für diese Saison?

Ja, das war mein Ziel. Die Bedingung war allerdings, dass der Aufwand im Rahmen bleibt und das Ganze gesund über die Bühne geht. Dass ich zum Beispiel nicht von einem Wettkampf zum nächsten rennen muss, um irgendwann auf die nötige Punktzahl zu kommen. Letztlich bin ich alle drei Monate bei einem Ironman gestartet: im November in Arizona, im April in Südafrika und im Juli in Frankfurt. Da ich einen guten Trainer habe, war die Belastung nicht zu groß und ich habe es geschafft, mich zu qualifizieren.

Hand aufs Herz: Du studierst an der Technischen Universität (TU) Darmstadt Sport und Deutsch auf Lehramt. Wie bringst du Studium und Profi-Sport unter einen Hut?

Ganz ehrlich: Gar nicht! Ich bin seit drei Jahren an der Uni „scheinfrei“, habe aber keine Gelegenheit gefunden, mir drei oder vier Monate Triathlonpause zu nehmen, um meine Examensarbeit zu schreiben. Vielleicht würde es funktionieren, wenn ich nicht noch nebenbei arbeiten würde. Die Arbeit als Kursleiterin und Trainerin im Hochschulsport der TU Darmstadt macht mir aber sehr viel Spaß und hilft mir natürlich finanziell, da ich im Triathlon kaum etwas verdiene.

Beim Ironman Frankfurt 2012 hast du im Ziel deinen Vater umarmt. Wie wichtig ist es für dich, bei Rennen deine Familie dabei zu haben?

Foto: Thomas Wenning frei

Susan Dietrich lief beim Ironman Frankfurt 2012 auf Platz vier.

Familie und Freunde an der Strecke sind super und helfen mir ungemein. Am meisten pushen mich die Ausrufe von meinem Vater, der immer sehr stolz und emotional ist, sowie die Anfeuerung von Freunden und Trainingskollegen, die ganz genau erkennen können, wie es mir gerade geht. In Arizona und Südafrika war ich jeweils ohne Begleitperson, das war wesentlich schwieriger, weil ich niemanden an der Eigenverpflegung hatte und auch keine Zwischenzeiten bekam.

Zur Vorbereitung auf die Weltmeisterschaft auf Hawaii warst du im August im Trainingslager mit Timo Bracht und Sonja Tajsich im baden-württembergischen Eberbach. Wie fühlt es sich an, gemeinsam mit den Stars der Triathlon-Szene zu trainieren?

Das Trainingslager war das Beste, das ich je gemacht habe! Ich habe gestaunt, wie gut man Umfang und Qualität unter einen Hut bringen kann. Zudem ist es motivierend, mit solch‘ guten Athleten zu trainieren, und das eine oder andere von ihnen zu lernen.

Am 13. Oktober 2012 startest du zum ersten Mal als Triathlon-Profi in Kona. Wer oder was darf im Gepäck auf keinen Fall fehlen?

Mein Rad – und mein Freund! Und vielleicht noch etwas Baldrian, für den Fall, dass die Nervosität zu groß wird… (lacht)

Abschließende Frage: Mit 31 Jahren bist du im besten Alter für die Langdistanz. Was ist dein Ziel bei deinem Debüt auf Big Island?

Ich hoffe, dass ich keinen Hitzeschock bekomme und ein solides Rennen machen kann. Eine Top-20-Platzierung wäre der Hammer! Aber ich weiß, dass man im ersten Jahr auf Hawaii vor allem dazu lernen soll.

Vielen Dank für das Gespräch. triathlon. de drückt die Daumen!

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Fotos: Susan Dietrich, Thomas Wenning

 

 

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