St. Pölten, 20. Mai 2012 – Nach fast halbjähriger Verletzungspause meldet sich Andreas Raelert mit einem zweiten Platz beim Ironman 70.3 in St. Pölten zurück. In einem sehr engen Rennen muss sich Raelert nur Filip Ospaly geschlagen geben. Den Dritten Platz gewinnt Byril Viennot. Bei den Damen holt sich Julia Gajer den Sieg.

Bei sonnigen und warmen Bedingungen ging ein beeindruckendes Feld ins Rennen. Bei den Männer war das Duell zwischen Andreas Raelert und Faris Al-Sultan vorprogrammiert. Zudem wollte Michael Göhner noch ein Wörtchen bei der Entscheidung mitreden. Das Damenrennen war mit Sonja Tajsich, Yvonne van Vlerken, Caroline Steffen, Julia Gajer, Natascha Badmann und Erika Csomor ebenfalls hochkarätig besetzt.
Das Herrenrennen
Die Herren, allen voran Faris Al-Sultan, machten von Anfang an klar, dass das heute kein Spassrennen werden würde. Al-Sultan gab beim Schwimmen mächtig Gas und führte so eine Gruppe mit den meisten Favoriten an. Schnellster Schwimmer des Tages war Denis Vasiliev.
Auch auf dem Rad hielten die Männer das Tempo hoch. Es bildete sich eine Führungsgruppe um Andreas Raelert, Filip Ospaly und Cyril Viennot, in der lange Zeit auch Al-Sultan mitmischte. Insgesamt sechs Herren fuhren zum zweiten Wechsel im Sekundentakt ein. Auf der zweiten Hälfte fiel Al-Sultan allerdings aus der Spitzengruppe zurück.
Beim Lauf pushte Ospaly gleich von Anfang an und konnte sich von Viennot und Raelert absetzen. Die Zweitgenannten blieben aber bis zum Ende des Rennens in Schlagdistanz. Raelert konnte auf den letzten Kilometern noch an Viennot vorbeiziehen. Die Zuschauer freuten sich über ein spannendes Rennen, bei dem die Top-3-Herren innerhalb von 1,5 Minuten in das Ziel einliefen.
Das Damenrennen
Das Damenrennen wurde lange von Anja Beranek angeführt. Auf dem Rad machten aber Caroline Steffen und Natascha Badmann mächtig Druck und schoben sich auf die Plätze 2 und 3 vor. Aber Beranek behauptete ihre Führung bis Kilometer neun beim Laufen, musste dann aber zunächst Badmann und schließlich noch vier andere Athletinnen ziehen lassen, sodass sie am Ende auf Platz 6 landete.
Zur Hälfte der Laufstrecke lagen die ersten fünf Damen innerhalb von einer Minute. Julia Gajer, die den schnellsten Halbmarathon des Tages in der Spitzengruppe lief, konnte sich schließlich an die Spitze setzen und zog Schritt für Schritt von ihren Verfolgerinnen weg. Am Ende lagen die ersten drei Damen innerhalb von 1:10 Minuten. So eine Leistungsdichte sieht man auch bei Damen nur sehr selten.
Yvonne van Vlerken schied nach einem Platten bei Kilometer 35 auf dem Rad aus.
Ergebnis Herren
1. Filip Ospaly, 03:54:45
2. Andi Raelert, 03:55:24
3. Cyril Viennot, 03:56:18
4. Alessandro Degasperi, 03:57:25
5. François Chabaud, 03:57:26
Ergebnis Damen
1. Julia Gajer, 04:23:14
2. Erika Csomor. 04:24:08
3. Natascha Badmann, 04:24:24
4. Sonja Tajsich, 04:25:08
5. Caroline Steffen, 04:25:35
Foto: Helmut Grammer



