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Functional Training – Der neue Trend beim Krafttraining

24. Januar 2012 von Philipp Peter

Immer mehr Sportler schwören beim Krafttraining auf „funktionelle“ Übungen. Doch was steckt dahinter und was bringt dieses Training für Triathleten? Wir zeigen es euch.


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Test dich selbst: Kniebeuge mit gestreckten Armen

Typische Schwachstellen?
Viele Sportler haben immer wieder mit den gleichen Schwachstellen und Verletzungen zu kämpfen. Besonders Knie-, Rücken- oder Schulterprobleme sind weit verbreitet. Die Ursachen dafür lassen sich in vielen Fällen auf Kraft- und/oder Beweglichkeitsdefizite in der tiefen Bauchmuskulatur, bei den Hüftstabilisatoren oder der Schulterblattmuskulatur finden. Als Ausgleichs- oder Präventionsmaßnahme wird häufig ein Athletik- oder Krafttraining für bestimmte Muskeln empfohlen.

Koordination wichtiger als Kraft?
Doch ein Kraftaufbautraining für einzelne Muskeln ist meist zu einseitig, um das Problem wirklich zu beheben. Beim Sport muss der Körper nicht nur die Kraft seiner Muskeln einsetzen, sondern die Kraft auch richtig dosieren, den Muskel zur richtigen Zeit an- und entspannen und das gleichzeitige Zusammenspiel vieler verschiedener Muskeln im Körper untereinander koordinieren. Es kommt also nicht nur auf die Kraft, sondern vor allem auf die Funktionalität an.

Weniger ist oft mehr?
Beim funktionellen Training stehen Kraft- und Koordinationsübungen im Mittelpunkt, die neben dem kräftigenden Aspekt auch die Stabilisationsfunktion von Muskeln trainieren. Dabei wird sehr viel Wert auf die Bewegungsqualität bei der Übungsausführung gelegt. Beim klassischen Krafttraining dagegen zählen meist nur Gewicht und Wiederholungszahl. Die Effekte sind neben einer komplexen Kräftigung von Muskelketten des ganzen Körpers auch eine bessere Verletzungsprävention gegenüber dem klassischen Krafttraining.

Test der Rumpfmuskulatur - strecken

Große Übungsauswahl
Die Übungsauswahl für das funktionelle Training ist sehr vielfältig. Meist werden verschiedene Bewegungen kombiniert, multidirektionale Bewegungen durchgeführt oder die Ausgangsbedingungen klassischer Krafttrainingsübungen gezielt verändert, zum Beispiel durch eine instabile Oberfläche oder Ausführung mit nur einer Körperseite. Trainiert wird zunächst mit dem eigenen Körpergewicht. Dies reicht aufgrund der effizienten Übungen zunächst für einen Kraftaufbau aus – denn bei kontrollierter Ausführung können auch einfache Übungen sehr anstrengend sein.

Test der Rumpfmuskulatur - beugen

Technikschulung beim Krafttraining?
Zu Beginn einer jeden funktionellen Kraftübung steht immer das Erlernen einer technisch einwandfreien Bewegungsausführung mit dem eigenen Körpergewicht. Wer eine klassische Kniebeuge oder eine Liegestütze nicht technisch sauber durchführen kann, sollte dies schon gar nicht mit Zusatzgewicht tun. Ansonsten sind Verletzungen vorprogrammiert. Erst wenn die Technik beherrscht wird, werden beim funktionellen Krafttraining die Ausführungsbedingungen Stück für Stück erschwert oder Zusatzgewichte eingebaut.

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