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Teil 7: Laufräder und Reifen

Das perfekte Triathlonrad: Aerodynamisch UND leicht –
Teil 7: Laufräder und Reifen

14. Juli 2011 von Andrej Heilig

Maximale Aerodynamik und minimales Gewicht bei Zeitfahrrädern – geht das? Andrej Heilig sagt ja, und baut sich sein sogenanntes „cw.059“, das nach seiner Meinung für ihn optimal ist, selbst zusammen. Nach der Einführung, dem 1. Teil (Rahmen-Gabel Set), dem 2. Teil (Lenker-Vorbau-Set), dem 3. Teil (Kurbel und Kettenblatt), dem 4. Teil (Schaltung und Schalthebel), dem 5. Teil  (Bremsen und Bremsgriff), dem 6. Teil (Sattel und Pedale geht es heute mit dem 7. Teil – Laufräder und Reifen – weiter.


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Für alle, die die Serie “Das perfekte Triathlonrad” von Andrej noch nicht verfolgt haben – die komplette Artikelreihe zum Bau, der für ihn perfekten Zeitfahrmaschine sieht folgendermaßen aus:
Erklärung zum Projekt cw.059
1. Rahmen-Gabel-Set
2. Vorbau-Lenker-Kombi
3. Kurbel-Kettenblatt-Garnitur
4. Schaltung und Schalthebel
5. Bremsen und Bremsgriffe
6. Sattel und Pedale
7. Laufräder und Reifen
8. Finish und Fazit

cw .059 – Laufräder und Reifen

Das Beste kommt (fast) zum Schluss. Bevor nächste Woche das endgültige Finish mit abschließendem Fazit zum Projekt cw.059 ansteht, wird das Rad heute praktisch fahrbereit gemacht. Und dabei wird es, nach der Kurbel, noch einmal richtig teuer. Im Rahmen der cw.059-Zielsetzung hatte ich bereits darauf hingewiesen, dass bei Kurbel und Laufrädern der größte Investitionsbedarf besteht. Während die Einzelpreise dieser Bauteile einem  den Atem rauben, zählt am Ende doch nur der Gesamtpreis. Wenn dieser in Relation zur Leistung und den Marktalternativen als attraktiv eingestuft wird, dann sind Einzelpreise letztlich von untergeordneter Bedeutung.

Bei den von mir ausgewählten Laufrädern handelt es sich um das Zeitfahrset von Lightweight.

Diese aus Hinterradscheibe und 8-Speichen-Vorderrad (VR8) bestehende Kombination gibt es für 3740 € – in Worten Dreitausendsiebenhundertvierzig Euro, womit sich die bisher aufgelaufenen Kosten glatt verdoppeln. Dafür bekommt man einen konkurrenzlos leichten, fahrstabilen und dauerhaltbaren Laufradsatz, den man am liebsten in die Vitrine stellen oder mit ins Bett nehmen würde. Neben der sachlichten Tatsache, dass es im Hinblick auf das Gewicht keine Alternative zu dieser Entscheidung gibt (unter der/meiner Maßgabe, dass eine Scheibe für die Aerodynamik essentiell ist), gründe ich diese Entscheidung auch auf meine durchgehend positiven Erfahrungen mit der ersten Generation von Lightweight-Laufrädern. Nach Abschluss meines Studiums hatte ich 2003 das Privileg, einen bestimmten Betrag in einen Wunsch meiner Wahl zu investieren. Dabei handelte es sich – natürlich – um ein Zeitfahrrad, damals noch mit Alu-Rahmen von Principia, aber eben mit Lightweight-Vorderrad und Scheibe. Die Dinger waren damals schon nicht billig, aber nach 8 Jahren fahre ich sie immer noch (zuletzt beim Ironman Nizza 2011). Ich musste sie in diesem Zeitraum nicht einmal warten oder anderweitig reparieren, und alle Tests der vergangenen Jahre weisen auf eine ähnliche Lebensdauer der aktuellen Modelle hin.

Während zum VR8 (gewogenes Gewicht 672 g) noch kein Aerodynamik-Test vorliegt, hat Lightweight bei der Scheibe einen messbar großen Sprung nach vorne gemacht. Dies betrifft nicht nur das Gewicht (gewogene 767 g gegenüber meiner alten Scheibe mit  837 g), sondern insbesondere die Empfindlichkeit der Scheibenverkleidung. Die alte Scheibe verzeiht absolut keinen Druck in irgendeiner Form – Löcher, Rillen oder Dellen sind die kaum vermeidbare Folge. Trotzdem habe ich es geschafft sie in 8 Jahren Wettkampfeinsatz in absolut wettkampftauglicher Verfassung zu halten, wie gesagt ohne Ausbesserungen, Wartung etc. Dabei bin ich seit 2005 mit einem VW-Polo unterwegs … Mit der neuen Scheibe ist diese oft stressige, aber machbare, Sorgfalt in weitaus geringerem Maße erforderlich – wenn man das bei dem Preis überhaupt sagen darf.

Die Oberfläche ist jetzt richtig stabil und weitaus „resistenter“ gegenüber äußeren Einflüssen, weshalb ich auch für diese Investition mit einer Lebensdauer von mindestens 10 Jahren rechne. Die alte Scheibe ist auch nach 8 Jahren immer noch leichter als jedes aktuelle Konkurrenzprodukt, und für die neue erwarte ich eine ähnliche Performance. Aktuell fahren mit Fabian Cancellara, Sebastian Kienle und zuletzt auch Andreas Raelert (bei der Challenge Roth 2011) die stärksten Radfahrer genau diese Scheibe. Da sie dies ohne Lightweight-Aufkleber tun, nehme ich an sie sind nicht gesponsert und ließen sich bei ihrer Entscheidung von ähnlichen Gedanken leiten wie ich.


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Seit 1999 ist Andrej Nichtraucher und gleichzeitig einer neuen Sucht verfallen: Triathlon. Seit den Anfängen hat sich viel getan im Leben des erfolgreichen AK30 Triathleten. Aber das erzählt er Euch lieber selber. Hier die Webseite von Andrej Heilig.
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