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Challenge Roth Special: Die Besetzung für heiße Duelle

10. Juli 2013 von Christine Waitz

Foto: Ingo Kutsche,   freiAlte Bekannte und neue Gesichter werden in Roth hinter der Starlinie stehen. Sicher ist, die Mischung hat das Potential für spannende Duelle. Schließlich sind nicht nur der Großteil der Protagonisten von 2012 zurück, sondern einige neue Gesichter könnten das Rennen ordentlich aufmischen.


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Ein Roth-Rookie und zwei alte Bekannte sind nach Absage der amtierenden Weltmeisterin über die Ironman-Distanz, Leanda Cave, und nach verletzungsbedingtem Ausfall der Titelverteidigerin Rachel Joyce plötzlich heiße Anwärterinnen auf den Titel. Als zweifache Vizeweltmeisterin muss sich Caroline Steffen die Favoritenrolle wohl aufbürden lassen. Doch weder die Roth-erfahrene Yvonne van Vlerken, noch Joanna Lawn werden sich so einfach abhängen lassen.

Yvonne van Vlerken

Foto: Ingo Kutsche, freiBesonders die quirlige Holländerin, die mittlerweile in Österreich lebt, überzeugte in den vergangenen Monaten durch starke Leistungen. So holte sie sich erst im Juni bei der stark besetzten Challenge Kraichgau über die halbe Distanz den Titel. Weitere Podiumsplatzierungen in 70.3 Rennen beweisen: das Tempo stimmt. Auch auf der langen Distanz kann Yvonne van Vlerken mit einem zweiten Platz beim Ironman Melbourne im Frühjahr bereits Topplatzierungen vorweisen. Nach ihren Siegen 2007 und 2008 wird sie alles daran setzen,  den dritten Titel im Rother Stadtgarten in Empfang zu nehmen.

Joanna Lawn

Joanna Lawn kehrt nach sechs Jahren Roth-Abstinenz zurück. Auch sie kann auf zwei erfolgreiche Rennen zurückblicken. So siegte sie 2006 über Belinda Granger. Im darauffolgenden Jahr musste sie sich nur Yvonne van Vlerken geschlagen geben. In den letzten Jahren schien die 40-jährige auf der Lang- und Halbdistanz vor allem dritte Plätze gebucht zu haben. Zuletzt holte sie einen dritten Rang bei der Challenge Wanaka im Januar.

Caroline Steffen

triathlon.deCaroline Steffen, die Debütantin auf dem Rother Kurs ist mit 35 Jahren eine der jüngeren Athletinnen im Profifeld. Zur Challenge 2013 stehen die Siegeschancen Steffens, die mittlerweile überwiegend in Australien lebt, entsprechend gut. Dennoch, ganz reibungslos verlief der Saisonauftakt nicht. Beim Ironman Melbourne, wo sie ihren Sieg verteidigen wollte, musste sie sich mit einem dritten Platz zufrieden geben. Die ITU Weltmeisterschaft sagte sie aufgrund von Oberschenkelproblemen ab. Die letzten Trainingswochen, die sie in der Teambasis in der Schweiz verbrachte verliefen nach eigenen Aussagen jedoch gut. Bleibt abzuwarten, ob sie sich der fitten Konkurrenz erwehren kann.

Sonja Tajsich

Foto: Ingo Kutsche, freiSonja Tajsich hat eine ganz besondere Beziehung zum Rennen in der Triathlonhochburg. Hier absolvierte sie 2002, dem Jahr der ersten Challenge Austragung, ihre erste Langdistanz und wurde mit dem Triahtlonvirus infiziert. 2012 musste sich nur Rachel Joyce geschlagen geben, konnte sich aber über den Titel der Europameisterin freuen. Diese Saison startete etwas holprig für die 37-jährige. Ein kleiner Fehltritt beim Lauftraining im Trainingslager hatte große Folgen. Eine Entzündung in der Hüfte bremste Tajsich in ihrer Paradedisziplin, dem Laufen, aus.

Mit scheinbar unerschöpflicher Motivation nutzte sie im April kurzerhand das geplante 70.3 Rennen in Texas als Trainingseinheit. Zurück aus dem Höhentrainingslager zeigte die Formkurve bereits nach oben. Beim Ironman 70.3 Austria, der Witterungsbedingt als Duathlon ausgetragen wurde, verpasste Tajsich das Podium nur knapp  – der Jetlag hatte sie noch fest im Griff. Nach kurzer Erkältungspause und Rennabsage im Kraichgau beschloss sie beim Triathlon Ingolstadt über die Mitteldistanz zu starten und holte prompt den Sieg. Auch dank verbesserter Schwimmleistung, wie sie auf ihrer Website verkündet. Eine Verbesserung ihrer schwächsten Disziplin könnte ihr auch in Roth zum ersehnten Sieg verhelfen.

Julia Gajer

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Dagegen allerdings, wird ihre Teamkameradin Julia Gajer etwas einzuwenden haben. Die 30-jährige, die vor zwei Jahren bei ihrem Langdistanzdebüt unter ihrem Mädchennamen Wagner auf Anhieb den zweiten Platz erreichte, wird nach Rang drei in 2012 darauf aus sein, auch einmal ganz oben zu stehen.
„Die Formkurve geht rechtzeitig zum ersten großen Saisonhighlight der Challenge Roth weiterhin steil nach oben“, resümierte sie nach ihrem deutschen Meistertitel bei der Challenge Kraichgau. Dort musste sie sich in der Gesamtwertung zwar Yvonne van Vlerken geschlagen geben, konnte aber Jenny Schulz und Sonja Tajsich auf Distanz halten.
Nach einem zähen Start in die Saison, wo sie beim Ironman 70.3 Oceanside nur unter die besten fünfzehn kam steigerte sich die Sportlerin aus Hannover kontinuierlich. Ein siebter Platz beim 70.3 St.George in den USA und ein fünfter Platzt beim Ironman 70.3 Austria bestätigen die aufsteigende Tendenz.

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Fotos: Ingo Kutsche, triahtlon.de


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