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Rothsee-Triathlon: Neuer Sieger = alter Sieger

27. Juni 2011 von Doris Kessel

Roth, 26.06.2011 – Die Siegerin und der Sieger beim 23. Cardion Rothsee-Triathlon heißen 2011 Anja Ippach und Andreas Dreitz. Trotz des Doppelstarts, am Samstag für die 2. Bundesliga Süd, und am Sonntag auf der Kurzdistanz, konnte Dreitz seinen ersten Platz vom Vorjahr verteidigen. Für Ippach war es, mit fast sechs Minuten Vorsprung, am Ende ein klarer Start-Ziel-Sieg.


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Ein Festival für „klein“ und „groß“

Letztes Wochenende wurden die „Triathlon-Festwochen“ im Landkreis Roth, wie jedes Jahr, durch den Rothsee-Triathlon eröffnet. Fast 2000 Starterinnen und Starter aus ganz Deutschland reisten an, um am Samstag bei den Schüler-, Jugend, Jedermann- oder Sprintdistanzen oder am Sonntag bei der beliebten Kurzdistanz dabei zu sein. „Es sind sogar Starter aus Wilhelmshaven angereist, die hier ihren zweiwöchigen Urlaub bis zum Challenge verbringen“ berichten die Veranstalter Werner Schedlbauer und Matthias Fritsch. Familie Funk nutzte das Festival gleich doppelt: Am Samstag standen die Kinder am Start und am Sonntag gingen die Eltern ins Rennen.

Erstmalig dabei: 2. Bundesliga Süd

Zum ersten Mal heizten die schnellen Herren der 2. Bundesliga, bei leichten Nieselregen, am Samstag den Zuschauern rund um den großen Rothsee ein. Beim Windschattenrennen über die Sprintdistanz war Teamgeist gefragt. Andreas Dreitz wartete sogar nach dem Schwimmen in der Wechselzone, damit sein Team vom ASC Kronach-Frankenwald von ihrer Radstärke profitieren konnte. Der Sieg an dem Tag ging jedoch nach Darmstadt – Riederau und Montabaur folgten auf den Plätzen zwei und drei.

„Man fühlt sich hier richtig zu Hause“

Am Sonntag fiel um 9 Uhr der Startschuss für die erste Startgruppe, von insgesamt neun Startwellen, für die schnellsten Herren und Damen des Tages. Bedingt durch den Doppelstart war Andreas Dreitz froh, in der Führungsgruppe mitschwimmen zu können und stieg als Achter mit 19:35 Minuten aus dem Wasser: „Überraschenderweise habe ich meine Beine vom Vortag schon beim Radfahren gemerkt“ so Dreitz, der das Rennen sehr genossen hat „Man fühlt sich hier richtig zu Hause“. Thomas Hellriegel alias „Hell on wheels“ verließ als dritter Schwimmer mit 19:23 Minuten den Rothsee und übernahm in seiner Königsdisziplin vor Dreitz nicht nur die Spitze, sondern fuhr mit 1:00:22 Stunden auch die schnellste Radzeit. Eingeholt wurde er von Dreitz bei Kilometer Zwei auf der selektiven Laufstrecke über zwei Runden und später folgte Clemen Coenen. Aber der Bruchsaler zeigte sich zufrieden mit seinem dritten Platz „Beim Laufen war ich dann relativ entspannt, da der Abstand nach hinten groß genug war“.

„Super zufrieden“ mit seinem zweiten Platz war auch Coenen, der das erste Mal beim Rothsee-Triathlon am Start war. Trotz verletzungsbedingten Schwimmdefizit ging er gute 20 Sekunden nach Dreitz auf‘s Rad und kämpfte sich beim Laufen nach vorne, bis er 16 Sekunden vor Hellriegel im Ziel war.

Verschwommen hat sich zwar Hans Daugaard Nilsson ein wenig, aber das tat der Wettkampfleistung des sympathischen Dänen kein Abbruch, der am Tag zuvor schon als Helfer bei der Veranstaltung aktiv war. Sechs Plätze lief er nach dem Radfahren nach vorne, auf den wohlverdienten 4. Platz.

Souveränes kleines „Nordlicht“

Unangefochten spulte Anja Ippach ihr „Lieblingsrennen“ vom Schwimmstart bis zum Ziel herunter. Sogar manche Herren konnten sich warm anziehen: Nur sechs Männer ließ sie beim Schwimmen den Vortritt. Bis auf den Schwimmstart, bei dem sie ein paar Schläge abbekam, lief es für sie rundum gut. Sie wollte den schnellste Radsplit mit ihrem neuen Zeitfahrhelm fahren und mit 1:05:36 Stunden hat sie das auch mit Abstand gemacht: „Nachdem ich dann genug Vorsprung hatte, bin ich beim Laufen nicht ans Limit gegangen und konnte mit meiner Nichte ins Ziel laufen“, erzählt Ippach, die sich selbst als kleines „Nordlicht“ bezeichnet und eher die kühleren Renntemparaturen mag.

Gerne wird Dagmar Matthes mit einem Schmunzeln als „Triathlon-Oma“ bezeichnet, aber zu unterschätzen ist sie nie. Zwar war sie mit ihrer Schwimmzeit von 21:54 Minuten nicht zufrieden, aber am Rad fühlte sie sich an zweiter Position gut, bis Johanna Schicker an ihr vorbeifuhr „Da dachte ich mir: Jetzt muss ich aber Gas geben!“, berichtet Matthes. Gemeinsam kamen die beiden nach 1:08:17 für Schicker und 1:08:20 Stunden für Matthes in die Wechselzone – und Matthes lief, was ihre Beine hergaben. Einholen konnte Schicker sie nicht mehr, dafür zog noch Kristin Möller, die Vorjahresiegerin, die mit 36:42 Minuten die schnellste Laufleistung zeigte, an ihr vorbei. Mit ihrer Schwimmzeit von 23:37 Minuten war Möller nicht zufrieden, die gestern schon ein Rennen absolvierte, aber dafür ging es beim Laufen „wie von selbst“.

Heidi Jesberger war froh, dass sie bei ihrem Heimrennen dabei war, trotz der kleinen Enttäuschung über den 5. Platz. Sie galt als Favoritin für den Sieg, aber ihre Beine waren vom Ironman Lanzarote noch angeschlagen: „Es war heute alles sehr zäh, aber bei der schönen Stimmung wollte ich nicht aufgeben und wenn andere schneller sind, muss man das neidlos anerkennen“.

Ergebnisse Herren

  1. Andreas Dreitz 1:55:59
  2. Clemens Coenen 1:57:04
  3. Thomas Hellriegel 1:57:20
  4. Hans Daugaard Nilsson 1:58:59
  5. Tobias Heining 1:59:37
  6. Dr. Harald Funk 2:00:06
  7. Pierre Stöth 2:00:25
  8. Marcel Obersteller 2:00:32
  9. Marcus Schattner 2:00:50
  10. Michael Krell 2:01:27

Ergebnisse Damen

  1. Anja Ippach 2:04:31
  2. Kristin Möller 2:10:27
  3. Dagmar Matthes 2:11:39
  4. Johanna Schicker 2:13:00
  5. Heidi Jesberger 2:14:00
  6. Heike Priess 2:15:14
  7. Heike Funk  2:16:44
  8. Tamara Zeltner 2:20:01
  9. Imke Schiersch 2:20:49
  10. Kristina Brandl 2:21:01

Ergebnisse der 2. Bundesliga Süd (750m – 19,5km – 5km)

  1. Software AG Team DSW Darmstadt II
  2. Triathlon Riederau
  3. DBL-TEAM RSG Montabaur
  4. Tri-Team Triftern
  5. GEALAN Tri Team IfL Hof
  6. Tri-flow Bad Endbach
  7. HDI TSG 08 Roth
  8. Tricamp Team SSV Forchheim I
  9. Carboo4U TUS Griesheim II
  10. Triathlon Team Wetterau

Hier geht es zur kompletten Ergebnisliste und zur Fotostrecke.

Hier findest du ein Video über die Veranstaltung auf  TV Bayern.


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