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Ashima PanCake Brake für das Rennrad: Hydraulischer Prototyp

3. Februar 2010 von Christian Friedrich

Ashima PanCake Brake Roadbike BremskoerperAuf der Eurobike 2009 bekam Ashima für ihre hydraulische Moutainbikebremse ohne Kolben einen Award. Jetzt arbeiten die Taiwanesen an einer hydraulischen Rennradbremse. Ein erster Prototyp ist bereits zu finden.

Ashimas PanCake Brake bekam auf der Eurobike 2009 einen Award.

Besonderheit der Bremsanlage
Bei normalen Hydraulikbremsen werden die Bremsbeläge über Kolben an die Bremsscheibe gedrückt. Dieses Design stellt einen limitierenden Faktor bezüglich des Gewichts dar und bedarf präziser Fertigungstechniken, welche preiskritisch sind. Bei der PanCakeBrake von Ashima wird die Kolbenfunktion durch zwei Viton-Membranen in der Bremszange sichergestellt, die über hochtemperaturbeständige Bakelitisolierungen die Beläge ansteuern. Dieses Design ermöglicht eine kostengünstigere Leichtbauweise der Bremszange als bei Kolbensystemen und beseitigt das häufig auftretende Problem korrosionsbedingt festsitzender Kolben.

Anstatt aber die Bremsbeläge an eine Bremsscheibe zu drücken, werden bei der Rennradversion diese an die normale Bremsflanke am Laufrad gedrückt.
Die Ashima Vollcarbonbremse sieht sehr schmal aus, weil auch der Hauptzylinder gut versteckt im eigens entworfenen Vorbau sitzt.

Ashima PanCake Brake Rennrad

Bild: bikeradar.com

Um die Bremse zu betätigen wird auch hier ein normaler Bremszug von den Bremshebeln zum speziellen Vorbau verlegt. Allerdings die Verbindung zwischen Bremse und dem Zylinder mit der Bremsflüssigkeit verläuft komplett im Vorbau und Steuerrohr und ist von außen somit nicht sichtbar.

Die PCB Road Version soll von der Bremsleistung mit der einer normalen Rennradbremse vergleichbar sein. Das Produkt ist aber noch nicht fertig, somit gibt es auch noch keinen Preis. Fest steht aber: Der Preis liegt eher im oberen Segment. Auf den Markt kommen soll das Bremssystem 2011.

> mehr Bilder gibt es auf bikeradar.com

FOTOSTRECKE

Ashima PanCake Bremse Rennrad Prototyp

triathlon.de meint
Das Bremssystem hat den Vorteil dass es relativ unabhängig von der Zugverlegung ist. Eine Eigenschaft die bei Triathlonrahmen immer wichtiger wird, da die Bremsen an verschiedensten Stellen untergebracht werden – wie Tretlager oder zwischen den Streben (Fuji D6). Der spezielle Vorbau würde allerdings bei einigen einzelnen Rahmen wie Giant Trinity SL oder Argon18 E-114 bei denen die Lenkereinheit im Rahmenkonzept integriert ist, vermutlich nicht funktionieren.

Magura HS77

Bild: Magura HS77

Tri-Tekki-Info
Hydraulikbremse für Rennräder gabe es schon mal: Magura nannte diese “HS 77″ die auch in Serie gebaut wurde.

HS77 (Triathlon, Rennrad, eigenes Nehmerzylindersystem, wird wie eine klassische Rennradbremse am Rahmen befestigt, gebaut von 1992 bis 1996.
Ouelle: Wikipedia

Revolutionär war/ist die Justierbarkeit des Druckpunktes durch drehen an dem äußeren Zylinderkolben der HS77. Interessant wäre wie die “neue” Membranbremse sich einstellen lässt beziehungsweise was es mit dem Vorbaureservoir für ein Gewicht verursacht.

Info: Ashima

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