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10. OstseeMan-Triathlon in Glücksburg: Woysch und Nitschke erneut vorn

9. August 2011 von Meike Maurer

Die beiden Streckenrekordhalter des OstseeMan-Triathlons wurden ihren Favoritenrollen gerecht:  Nicole Woysch und Christian Nitschke gewannen die 10. Auflage des OstseeMan-Triathlons in Glücksburg. Von ihren eigenen Bestmarken blieben der Rostocker und die Saarländerin  jedoch deutlich entfernt.


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Typisch norddeutsche Witterungsbedingungen an der Küste machten die 10. Auflage des OstseeMan-Triathlons zu einem Härtetest unter erschwerten Bedingungen. Bei Deutschlands einzigem Langdistanz-Triathlon (3, 8 km Schwimmen – 180 km Radfahren  42, 195 km Laufen) mit Schwimmstrecke im Meer warteten auf die Athleten/-innen am frühen Morgen graue Wolken, stürmische Winde und eine aufgewühlte Ostsee. Ein böiger Wind machten den Athleten gleich bei zwei Disziplinen erheblich zu schaffen.

Insbesondere das Schwimmen wurde zu einer echten Herausforderung. Die mit 19° C Wassertemperatur zwar noch recht milde Flensburger Förde wartete mit heftigen Wellen, die Kraft und Zeit kosteten. „Die Wellen waren so hoch, dass man die Bojen gar nicht mehr sehen konnte“, berichteten die Athleten über ihre Erlebnisse auf den ersten 3,8 Kilometern des insgesamt 226 km langen Wettkampfs rund um Glücksburg.

„Das war das härteste Rennen meiner Karriere“, erklärten fast wortgleich im Abstand von nur 15 Minuten die beiden topplatzierten Männer nach dem Zieleinlauf.  Wie alle anderen Athleten hatten auch die Spitzenathleten mit dem starken Wellengang zu kämpfen und büßten in der Förde etliche Minuten gegenüber ihren Bestmarken ein. Auch das Radfahren fiel bei böigen Winden an der Küste deutlich schwerer als in den Vorjahren und raubte den „Eisenmännern“ und „Eisenfrauen“ schon vor dem abschließenden Marathonlauf die Kräfte.

Nitschke zum zweiten Mal vorn

Männersieger Christian Nitschke zeigte sich überglücklich über seinen zweiten Sieg in Glücksburg, obwohl er den angestrebten neuen Streckenrekord klar verfehlte. „Das Schwimmen war für mich eine Katastrophe, auf dem Rad bin ich auf der nassen Strecke zu Beginn kurz ausgerutscht und dann hat mich auch noch eine Wespe gestochen“, berichtete der Rostocker über mehrere kleine und größere Unannehmlichkeiten während des Wettkampfs. Dass er trotz der Widrigkeiten dennoch das Ziel erreichte und seinen lange Zeit sehr hartnäckigen Verfolger Horst Wittmershaus (SC Weyhe/ 8:49:53 Stunden) am Ende auf Distanz halten konnte, erfüllte den 26-jährigen Triathlonprofi mit Stolz und Freude. Sowohl Nitschke als auch Horst Wittermershaus legten auf den letzten Kilometern sogar kurze Gehpausen ein. „In der letzten Runde war mein Akku einfach leer“, bekannte Wittmershaus, der fast acht Stunden lang stets mit nur wenigen Minuten Rückstand dem Führenden hinterher jagte, ehe er in der Schlussrunde einbrach und Nitschke den Abstand ausbauen konnte.  Dritter wurde Georg Amstett (Pirmasens) in 8:54:27 Stunden.

Sieg für Nicole Woysch

„Ich bin eigentlich erstmal nur froh, dass ich das Schwimmen überlebt habe“, erklärte Nicole Woysch, als sie nach 9:43:17 Stunden ihren zweiten Sieg an der Förde feiern durfte. „Die Bedingungen waren mit 2009 überhaupt nicht vergleichbar und der Streckenrekord bereits nach der ersten Disziplin nicht mehr drin“, stellte die 35-jährige Saarländerin fest. Nachdem Woysch trotz der Probleme mit dem Wellengang als Erste aus dem Wasser gekommen war, musste sie auf der Radstrecke Dana Wagner vom SV Wolfenbüttel vorbeiziehen lassen. Mit einem starken Marathonlauf fing Woysch die Führende jedoch nach zehn Laufkilometern wieder ein und lief danach einem souveränen Sieg entgegen. „Ich wusste, dass ich den Rückstand auch wieder aufholen kann, aber auf der Langdistanz kann man nie sicher sein, ob man selbst ohne Probleme durchkommt“, gab die Topathletin Einblick in ihre Gedanken während des Wettkampfs. Nach einem bislang eher holprigen Saisonverlauf war der OstseeMan-Sieg für Woysch genau das passende Erfolgserlebnis, das ihr im Jahr 2011 bislang fehlte, nachdem sie sich entschieden hatte, auf eine Hawaii-Qualifikation zu verzichten.

Die nach dem Radfahren führende Dana Wagner sowie Mitfavoritin Caroline Koll aus Südafrika stiegen auf der Laufstrecke vorzeitig aus.

Vorjahressiegerin Dörte Siebke aus Hamburg lieferte dagegen in Glücksburg erneut einen starken Wettkampf ab und wurde in 10:27:41 Stunden Zweite vor Carmen Krebs aus dem bayrischen Karlstadt, die 11:12:50 Stunden benötigte.

Alle Ergebnisse

Text und Bilder: Niels-Peter Binder

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