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Zweites WM-Rennen in Seoul: Kathrin Müller mit „erneutem Saisonauftakt“

5. Mai 2010 von Christian Friedrich

Kathrin_Muller_2010 500In Südkorea treten am Samstag die besten Triathletinnen der Welt zum zweiten Rennen um die WM-Krone an. Das Duo aus dem Bundesliga-Kader des Asics Team Witten geht dabei mit unterschiedlichen Prämissen auf die Strecke.


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Kathrin Müller (linkes Bild) will zumindest ihren ersten misslungenen Auftritt in Sydney vergessen machen, wogegen Lisa Norden einen Platz „in der Nähe der Spitze“ anpeilt. „Zweites Rennen – zweite Chance“, fasst Müller ihre Gedanken in vier Worte. „Hoffentlich vermassele ich es nicht noch einmal und schaffe es zumindest bis auf die Laufstrecke“, nimmt sie ihren ersten WM-Auftritt mit Galgenhumor, als sie in Sydney auf dem Rad stürzte. Dieses Missgeschick hat nicht nur Verletzungsspuren hinterlassen, sondern auch an der Psyche der Asics TEAM-Starterin gezehrt. „Ich war in einem ziemlichen Loch, körperlich und kopfmäßig. Aber das Training lief in der letzten Woche recht gut und ich fühle mich wieder in der richtigen Verfassung, ein Rennen machen zu können. Somit steht einem ‚erneuten Saisonauftakt’ nichts im Wege.“

Lisa_Norden 500

Bild: Lisa Norden vom Asics TEAM Witten kommt zunehmend besser in Form und will in Seoul in der Nähe der Spitze ins Ziel kommen.

Während Müller eher aus den Erfahrungen des ersten Rennens lernen und in Seoul den Wettkampf mental „etwas gelassener“ angehen will, hat Norden andere Zielsetzungen. „In Sydney war ich wegen meiner Verletzungen aus der Vorbereitung eigentlich noch nicht in Rennverfassung“, so die Schwedin. Da aber der letzte Trainingsblock sehr gut verlaufen sei, komme ihr Körper langsam wieder in eine bessere Konstitution. „Ich bin noch nicht in Bestform, aber sollte stärker sein als in Sydney.“ Dort war sie immerhin Fünfte in der Endabrechnung. „Ich erwarte keine Wunder von mir, aber mit einem guten Auftritt möchte ich in der Nähe der Spitze landen.“

Wichtig ist dabei für beide, gleich im Schwimmen nicht den Anschluss zu verpassen. „Das Schwimmen wird wieder hart werden“, glaubt Müller, „und besonders auf den letzten 500 Metern werde ich mich richtig reinhängen müssen.“ An der ersten Disziplin enorm viel gearbeitet in diesem Jahr hat Asics TEAM-Kollegin Norden. „Ich war noch nie so schnell im Wasser wie zur Zeit.“ Daher macht sie sich keine Sorgen, die Spitze aus den Augen zu verlieren. Danach hofft die Schwedin auf dem eher flachen Kurs auf ein durchgängig schnelles Rennen, in dem sie ihre Radstärke ausspielen und von ihrer langsam steigenden Laufgeschwindigkeit profitieren kann.

Auf diese hofft auch Müller. „Wenn ich nach dem Rad noch in der ersten Gruppe dabei bin, habe ich das Gefühl, auch einigermaßen schnell mitlaufen zu können, möchte mir aber kein konkretes Ziel vorgeben.“ Als Mitfavoritinnen hat Norden einige Namen auf ihrem imaginären Zettel. Ihre Trainingskolleginnen Barbara Riveros (CHI), Siegerin in Sydney, und Vendula Frintova (CZE) gehören dazu. Ebenso Sarah Groff (USA) und Emma Snowsill (AUS). Und Emma Moffat (AUS) sowie Andrea Hewitt (NZL) kämpfen immer um den Sieg mit.

Was das Rennen sportlich bringen wird, ist natürlich noch ungewiss und bleibt abzuwarten, aber beide Wittener Triathletinnen sind sich ziemlich sicher, dass sie ihren Aufenthalt in Korea genießen werden. „Ich freue mich darauf, am Sonntag Seoul und die koreanische Kultur ein wenig kennenzulernen,“ sagt Müller. Und auch Lisa Norden wird sich extra einen weiteren Tag in Asien gönnen. „Ich liebe koreanisches Essen. Allerdings denke ich, dass ich die Straßenverkäufer bis nach dem Rennen verschonen werde.“

Info: Triathlon WM Seoul

Bilder&Info: Triathlon Asics Team Witten

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