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Zu Fuß durch Deutschland: Ein Rekord von Wilhelmshaven bis zur Zugspitze

17. September 2013 von Christine Waitz

Foto: Uta Rau,   einmaligEs ist eine Sache sich zu fragen, was der menschliche Körper leisten kann. Es ist eine andere Sache dies zu testen und sich auf den Weg von knapp 900 Kilometern quer durch Deutschland zu begeben. Von Wilhelmshaven ging es für Steven Rau bis zur Zugspitze. Ihm war anfangs nicht bewusst, welch eine starke körperliche und mentale Belastung mich erwarten wird.


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Steven Rau hat Deutschland zu Fuß durchlaufen, ohne Mitnahme von Nahrung und Wasser. Er hat von dem gelebt, was er auf seinem Weg gefunden hat und damit einen neuen Rekord aufgestellt. 15 Tage und 3 Stunden, der alte Rekord von Joey Kelly war 17 Tage und 23 Stunden, dauerte dieses Extremprojekt.

Mentale Stärke ist gefragt

Foto: Uta Rau, einmaligIn über 20 Jahren, die Steven Rau dem Sport gewidmet hatte, stellte er sich oft die Frage, „wie viel ist Training und wie viel ist Kopf“? Heute kann er sagen, der Kopf macht im Sport 70 Prozent aus. „Es gab so viele Momente in denen ich ohne eine gute mentale Vorbereitung keine Chance mehr gehabt hätte. Wie oft trieb mir der Schmerz die Tränen ins Gesicht, wie oft machten mir Kälte und Nässe das Leben schwer und wie oft erschlug mich die gewaltige noch zu bewältigende Kilometerzahl“.

Die Nächte wurden im Freien verbracht und reichten von einer Nacht auf Einkaufskörben bis hin zu weichen Heuballen. Zu essen gab es, was die Natur hergab. „Es ist schon verrückt, wie eine Kartoffel plötzlich schmeckt, wenn Salz fehlt oder was man von Pflaumen hält, wenn man diese jeden Tag essen muss. Aber dies ist auf Dauer eine Kopfsache in dem Wissen, dass es bald ein Ende hat“, meint der neue Rekordhalter.

15 Tage quer durch Deutschland

Foto: Uta Rau, einmaligSteven Rau konnte den bestehenden Rekord verbessern. Nach überstandener Strapaze geht es jedoch auch darum sich zu erholen: „Heute kann ich sagen, ich habe es geschafft. Heute kann ich sagen, ich bin über 15 Tage täglich mehr als einen Marathon gelaufen. Jetzt heißt es wieder den gewohnten Alltag finden, die sechs Kilogramm Körpergewichtsverlust ausgleichen, die unzähligen Blasen versorgen, die geschwollenen Füße kühlen und wieder Bewegungen neu erlernen, welche über das bloße Gehen hinweggehen“.

Zur Website von Steven Rau.

Fotos: Uta Rau

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