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Wind und Schatten in Barcelona

Yvonne Van Vlerken:
Wind und Schatten in Barcelona

28. Mai 2009 von Christian Friedrich

challenge-barcelona-yvonne-van-vlerkenDer Half Challenge Barcelona 2009 ist vorbei und hat gezeigt, dass das Windschattenproblem allgegenwärtig ist. Wir haben Yvonne Van Vlerken zu ihrem Rennen und dem Problem einmal angesprochen.


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Neutral betrachtet müsste man sagen, das Du beim Schwimmen zu viel Zeit liegen gelassen hast, oder? Wie geht es mit der Schwimmtraining voran?

Mein Schwimmtraining läuft super, vor allem im Schwimmbad läuft es ganz gut. Ich hatte am Renntag ein wenig Pech, drei Wochen habe ich in Calella keine großen Wellen gesehen, dann am Wettkampftag war das Meer so extrem rauh und wild, die schnellsten Schwimmzeiten bei den Männern waren 26 bis 27 Minuten, das sagt dann denke ich genug!

Ich hatte vier Minuten Rückstand auf Katja Schumacher, knapp fünf Minuten auf Virginia Berasategui. Die sind bei normalen Rennverlauf spätestens nach 70 Kilometern aufgeholt. Das lief also schon nach Plan, wenn man das so sagen kann. Ich arbeite aber daran, dass diese Abstände kleiner werden nach dem Schwimmen.

Nun gab es ja scheinbar ein größeres Windschattenproblem. Haben sich die Veranstalter bei den Startgruppen Abgangszeiten – vier Gruppen mit fünf Minuten Abstand – etwas verkalkuliert?

Generell war das Rennen gut organisiert und Calella ist ein idealer Ort für ein Rennen. Der Wettkampf hat schon Potential. Die großen Startgruppen und die Zeitabstände waren sicherlich mit Ursache der späteren Probleme.

Eigentlich waren wir auch der Meinung es gäbe eine eigene Profi-Startgruppe. Es war dann doch eine große gemischte Gruppe mit Amateuren. Ein Problem generell war auch die Einstellung der Athleten zum Windschattenfahren und die Untätigkeit der Kampfrichter.

Gut man kann sagen, daß 240 Disqualifikationen enorm sind. Es waren aber immer noch in etwa die Hälfte zu wenig. Irgendwann war das Rennen an einem Punkt angelangt, an dem es unkontrollierbar wurde.

Die Startgruppen sollten bei großen Rennen generell kleiner und zeitlich weiter auseinander sein, und es sollte immer einen eigenen Profistart geben, mit einem deutlichen Abstand dieser Profi-Gruppe zur ersten gestarteten Amateurgruppe. Die Profifrauen müssen unbedingt alleine oder mit den Profimännern starten um ein sauberes Rennen zu gewährleisten. Schonungslose Kampfrichter sind ein weiterer Ansatzpunkt. Das Wichtigste ist aber die Einstellung der Athleten zu den Regeln und zum fairen Verhalten im Wettkampf. Gebrochene Regeln gehen nicht erst bei Doping los.


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