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Ein Ironman-Sieg muss her

Yvonne Van Vlerken:
Ein Ironman-Sieg muss her

6. Mai 2009 von Christian Friedrich

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Viele waren überrascht zu hören, dass du deinen Titel in Roth nicht verteidigen wirst. Nun bist du mit Sandra Wallenhorst beim Ironman Germany als Teil eines spannenden Duells am Start. Wie ist es zu dieser Entscheidung gekommen?

Das hatte verschiedene Gründe. Wir hatten Kontakt mit den Leuten in Frankfurt und Thomas im speziellen mit Kurt Denk. Die beiden haben sich über verschiedene Dinge, auch über Anti-Doping, ausgetauscht. So ist auch die Idee entstanden, daß ich in Frankfurt starten könnte. Sandra (Wallenhorst) war ja schon verpflichtet. Es war sehr reizvoll, denn eines meiner Ziele ist, dieses Jahr einen Ironman zu gewinnen. Somit war das Traumduell eigentlich perfekt und das live im Fernsehen.

Weiter wollten wir unbedingt in einem strengen Anti-Doping-System sein. Auch das kriegen wir beim Ironman Germany in der momentan besten Variante in unserem Sport. Ich liebe das Rennen in Roth, aber zu meinem momentanen Standpunkt in keiner Karierre habe ich nach zwei Siegen in Roth gemerkt, daß es mir trotzdem nicht die Akzeptanz in der Szene, und damit meine ich speziell international und in Übersee, eingebracht hat, wie wir es uns erwartet haben. Es wird Zeit, daß ich nach drei Siegen über die Langdistanz ein Rennen mit dem M-Dot gewinne. Irgendwie schaut es so aus als das die Eintrittskarte für den erlauchten Kreis ist.

Viele Punkte haben für Frankfurt gesprochen und wir haben auch relativ schnell eine Einigung mit Kurt (Denk) und Kai (Walter) erzielt. Ich habe mich für drei Jahre verpfichtet. Den Vertrag in Roth haben wir ordungsgemäß gelöst und damit meine ich mit einem guten Gespräch und einem Vertrag. Auch wenn es Gerüchte gibt: Wir haben die Entscheidung für Frankfurt getroffen und Kurt (Denk) hat uns nicht abgeworben. Es war ein wohlüberlegter Schritt unsererseits.

Wie geht es dir im Spannungsfeld Roth-Frankfurt als professionelle Athletin? Wie ist der Wechsel nach Frankfurt zustande gekommen?

Wie ich vorher schon gesagt hatte gab es da viele Gründe um in Frankfurt und nicht für das dritte Mal in Roth zu starten. Wie haben mehrere Gespräche miteinander geführt und auch mein Partner/ Manager Thomas J. Vonach und ich haben viele Abende darüber gesprochen. Es war vom Herz her keine leichte Entscheidung, ich liebe die Leute in Roth und genieße immer die wunderschöne Gegend und das herzliche Gefühl, das ich bekomme, wenn ich dort bin. Wie viele wissen war ich jetzt schon sehr oft dort bei unseren Freunden, der Fam. Schülke, unserem Homestay. Wir behalten nach wie vor engen Kontakt und die Familie geht sogar mit uns nach Hawaii dieses Jahr!

Die Entscheidung war für uns deswegem schwer, weil ich ein sehr sensibles Mädel bin. Aber auch ich muss mal klarer entscheiden und auch ein bisschen mehr auf mich selber schauen. Als Profi-Athlet sollten auch meine Entscheidungen professionell sein. Für mich war es die richtige Entscheidung.

In Roth hat es für mich auf der Langdistanz angefangen, ich habe den Sprung vom Duathlon in den Triathlon-Zirkus geschafft. Mittlerweile bin ich gewachsen und die Menschen sollten meine Entscheidungen respektieren. Ich werde mich nicht in das Spannungsfeld Roth-Frankfurt ziehen lassen…!


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