Du bist hier: Triathlon Portal - triathlon.de > Training > Allgemein2 > Yoga für Triathleten: Körper Geist und Seele verbinden
Training Triathlon.de
Tags:

Yoga für Triathleten: Körper Geist und Seele verbinden

17. Januar 2014 von Brigitte Schmailzl

Yoga1Der Begriff Yoga stammt aus dem Sanskrit, dem Alt-Indischen- er bedeutet so etwas wie „anschirren, zusammenbinden“. Seele, Geist und Körper sollen dabei verbunden werden. Das könnten auch Triathleten hin und wieder gut gebrauchen. Vor allem aber lohnen die Elemente der Konzentrations-, der Dehn- und Stabilisationsübungen einer Jogastunde auch für Triathleten.


Triathlon Anzeigen

Ursprünglich war Yoga ein rein spiritueller Weg, der vor allem die Suche nach Erleuchtung durch Meditation zum Ziel hatte. Die vielen Asanas (ruhenden Körperstellungen) entstanden erst im Laufe der Zeit. Ihr vorrangiges Ziel war es, den Körper so zu kräftigen und zu mobilisieren, dass er möglichst beschwerdefrei über einen längeren Zeitraum im Meditationssitz – z. B. Lotossitz – verweilen kann.

Positive Wirkung auf den Körper

Mit der Zeit erkannte man immer mehr die positive Wirkung der körperlichen Übungen auf das gesamte Wohlbefinden des Menschen. Eine erste Entwicklung war die Entstehung des Hatha Yoga. Mittlerweile gibt es sehr viele verschiedene Formen des Yoga. Sie haben meist eine eigene Philosophie und Praxis.

Als Physiotherapeutin mit einer Gesundheitspädagogischen Ausbildung in Yoga, habe ich die Besten Erfahrungen und Ergebnisse mit Yoga in allen Bereichen meiner Arbeit. Warum nun Yoga auch für Triathleten? Triathleten sind in aller Regel sehr disziplinierte Menschen. Sie verbringen viele Stunden mit sich selbst, mit ihrem Atem. Training ist Teil ihres Lebens geworden. Ebenso setzen sie sich mit Ernährung und regenerativen Maßnahmen auseinander. Auch Stabilisationsübungen gehören meist in den Trainingsplan.

Triathleten fehlt Beweglichkeit

In der täglichen Arbeit mit Triathleten fällt mir dennoch auf, es fehlt sehr oft an Beweglichkeit. Dies bringt die sportspezifische „Nutzung“ des Bewegungsapparates mit sich. Schwimmen, Radfahren und Laufen wird für den Körper eine sehr „einseitige“ Belastung. Es fehlt an „dreidimensionaler“ Beweglichkeit der Muskel-Gelenkeinheiten und sehr oft ist die exzentrische Arbeit vieler Muskelgruppen nicht ausreichend.

Dies alles bietet Yoga in seinen Asanas. Aber mehr als die Asanas möchte ich Euch mit diesem Artikel näher bringen. Im Yoga achtet man sehr auf den Atemfluß während des Übens. Da haben viele Triathleten Schwierigkeiten. Zeigt man Ihnen eine Körperhaltung aus dem Yoga, gehen sie sehr ehrgeizig und konzentriert in die angebotene Haltung, vergessen dabei aber meist langsam und tief weiter zu atmen.

Auf die richtige Atmung achten

Atmet man gut weiter während der Übungsabfolgen, werden die inneren Organe um 5 bis 8 Zentimeter pro Atemzug auf und abwärts bewegt. Dies ist für Organe und Wirbelsäule, Rippen-Wirbelgelenke notwendig um gut zu „funktionieren“. Ebenso wirkt sich die Konzentration auf die Atmung und die Beruhigung der Gedanken während des Übens, auf die Regeneration und Konzentration aus.

Was können Triathleten mit Yoga erreichen?

  • Verbesserte Beweglichkeit des ganzen Bewegungsapparates und die damit verbunden Reduzierungen von Verletzungen und einigen Überlastungsschäden
  • Bessere Regeneration und Organfunktionen
  • Bessere Konzentration und mentale Stärke

Es gibt mittlerweile viele medizinische Nachweise über die positiven Auswirkungen von regelmässiger Yogapraxis. Somit könnt Ihr mit Yoga zum Beispiel auch Körperfunktionen wie den Herzschlag beeinflussen. Vielleicht ist dieser Artikel für den einen oder anderen auch ein Einstieg ins Yoga.

Zum Einstieg ist ein Yogalehrer sinnvoll

Ich empfehle Euch, einen guten Yogalehrer, mit jahrelanger Erfahrung, zu suchen. Zu komplex ist die Vermittlung dessen, was Yoga transportieren möchte. Der Lehrer sollte Euch ab der ersten Stunde integrieren und Alternativen in den Haltungen anbieten, die Ihr noch nicht gut einnehmen könnt. Es sind mehrere Wochen an Übungspraxis notwendig, um ein Gefühl für diese Praxis zu entwickeln.

Persönlich empfehle ich in das Yivamukti Yoga. Die Lehrer sind immer konzentriert und sehr gut in den technischen Ausführungen. Scheut Euch nicht mehrere Yogaschulen und Lehrer „auszuprobieren“.

Foto: triathlon.de

Brigitte Schmailzl ist Autorin des Artikels und seit 1990 Physiotherapeutin. Nach ihrer leitenden Tätigkeit in einer Klinik ist sie seit 1997 selbständig in eigener Praxis. Sportlich war sie schon immer. Triathlon betreibt sie seit 1995. Infos zur Praxis. Im Forum ist sie als Physiofee unterwegs.
Triathlon.de Anzeigen
 
Zum Triathlon.de Newsletter anmelden