Du bist hier: Triathlon Portal - triathlon.de > Training > Laufen2 > Yoga für Triathleten: Yoga Nidra/Tiefenentspannung
Training Triathlon.de

Yoga für Triathleten: Yoga Nidra/Tiefenentspannung

8. August 2016 von Shida Pourhosseini

Shida Pourhosseini,   einmaligYoga Nidra erfordert vorher keine Yoga Praxis. Yoga Nidra spiegelt eine besondere Form der Entspannung. Sie bedeutet wörtlich „bewusster Schlaf“. Yoga Nidra ist eine sehr alte Methode, war aber lange Zeit nur wenig bekannt. Seit einigen Jahren wird die moderne Interpretation dieser Tiefenentspannungsmethode immer beliebter, sowohl als Meditationstechnik als auch als ganzheitliche Geist-Körper-Therapie.


Triathlon Anzeigen

Diese systematische, geführte Entspannung dauert rund 35 bis 40 Minuten. Durch die Konzentration auf das Hören und die Körperwahrnehmung gelingt es in einen Bewusstseinszustand, der zwischen unserem Wachsein und Traumschlaf liegt, zu kommen. In dieser Phase erzeugt das Gehirn Alphawellen in einer Frequenz von 8-13 Hz. Diese Alphaphase erleben wir im Alltag kurz vor dem Einschlafen oder kurz nach dem Aufwachen. In Yoga Nidra versucht man diesen Zustand zu verlängern, denn genau dann ist es möglich in die tieferen Ebenen des Unterbewusstseins zu gelangen und dort mentale, körperliche und emotionale Anspannungen zu lösen.

Abbau von Stresshormonen

Sportler profitieren durch die schnell wohltuende Wirkung der Tiefenentspannung. Stresshormone wie Adrenalin, Cortisol und Noradrenalin werden abgebaut. Auch Athleten berichten, dass sie besser schlafen können. Neben der Reduktion von Stress und Anspannungen stärkt das Üben von Yoga Nidra u.a. auch das Immunsystem und die Konzentrationsfähigkeit. Yoga Nidra hat einen ganz bestimmten systematischen Ablauf, der uns von der äußeren Ebene der Wahrnehmung systematisch in tiefere Ebenen des Bewusstseins und von dort wieder zurück in unser Wachbewusstsein führt. Größtenteils beschäftigt man sich mit der Wahrnehmung des eigenen Körpers. Bei dieser Tiefenentspannungstechnik bleibt durch das schnelle Kreisen der Wahrnehmung das Bewusstsein ganz auf den Körper ausgerichtet. Auf diese Art sollen die Gedanken nicht mehr so ohne weiteres abschweifen und eigene Wege gehen.

Bestärkung der Willenskraft

Ein weiterer Aspekt ist das Formulieren eines Vorsatzes/Sankalpas, der die innere Willenskraft bei Sportlern bestärken soll. Somit lässt der Athlet alte Gedankenmuster los und setzt sich neue Ziele. Vorsätze werden so lange formuliert, bis der Athlet diese verinnerlicht hat und sich seine Wirkung entfaltet. Die Vorsätze werden durch einfache Affirmationen ausgedrückt wie beispielsweise „Ich fühle mich stark und gesund.“ Diese werden dann mehrmals während der Alphaphase wiederholt.

Visualisierungen und Bildergeschichten können ebenso Bestandteile des Yoga Nidras sein.

Die Aufforderung, während der ganzen Übung achtsam zu bleiben und nicht einzuschlafen, taucht immer wieder auf. Es ist im Prinzip die einzige Regel des Yoga Nidras.

Shida Pourhosseini, einmalig

Durchführung:

  • Lege dich auf den Rücken in die Totenstellung/Savasanahaltung
  • Nimm deinen Körper auf der Matte wahr – die Körperreise wird von dem Yogalehrer/in angeleitet – Entspanne dabei
  • Ein Vorsatz / Sankalpa kann formuliert werden, um es im Unterbewusstsein zu verinnerlichen
  • Kreisen der Wahrnehmung durch den Körper
  • Atembeobachtung
  • Wahrnehmung von Gefühlen/Empfindungen
  • Innerer Ebene
  • Wiederholung des Vorsatzes
  • Alternativ kann eine Visualisierung/Bildergeschichten durch den/die Yogalehrer/in eingebaut werden
  • Beenden des Yoga Nidras indem man die Atmung vertieft, den Körper langsam wieder bewegt und den Raum wieder wahrnimmt

Darauf solltest du achten:

  • Ständige Konzentration des Wachbleibens

Zur Website von Shida Pourhosseini und Pulsyoga.

Zur Übersicht der Themenwoche.

Fotos: Shida Pourhosseini

Triathlon.de Anzeigen
 
Zum Triathlon.de Newsletter anmelden