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World Triathlon Series: Javier Gomez verteidigt seinen Weltmeister-Titel in Edmonton

1. September 2014 von Christine Waitz

Thomas Wenning freiEdmonton, 31. August 2014 – Kein gutes Resultat für die deutschen Triathlon-Herren beim Finale der Triathlon-Weltmeisterschaftsserie in Edmonton. Allein Steffen Justus erreichte die Ziellinie. Der Saarbrücker landete nach 1:51:06 Stunden auf Rang 24. Das finale Rennen gewann Alistair Brownlee vor den Spaniern Mario Mola und Javier Gomez. In der Gesamtwertung der Weltmeisterschafts-Serie bedeutete dies, dass Gomez mit 4860 Punkten alter und neuer Weltmeister wurde.


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WM-Silber sicherte sich Mario Mola (4601 Punkte) und WM-Bronze Jonathan Brownlee (GBR, 4501 Punkte). Geschwächt durch einen Magen-Darm-Virus im Anschluss an seinen dritten Platz beim WM-Rennen in Stockholm beendete Gregor Buchholz das Rennen nach dem Radfahren vorzeitig. Bereits ausgestiegen wegen einer Erkältung war zuvor nach der ersten Radrunde der Potsdamer Franz Löschke. In der WM-Endwertung liegt Buchholz als bester Deutscher mit 1965 Punkten auf Rang elf.

„Unsere Vorgeschichte mit Magen-Darm-Problemen ist hier leider voll durchgeschlagen“, sagte nach dem Rennen ein ernüchterter DTU-Cheftrainer Ralf Ebli. „Das Ergebnis ist daher wirklich bitter, weil unsere Athleten eigentlich in guter Form waren. Speziell für die Sportler tut mir dies extrem Leid.“

DTU-Trio mit Verspätung

Das Schwimmen bestimmte natürlich – wie man schreiben muss – der Slowake Richard Varga, der mit seinem Tempo das Feld auseinanderzog. Dahinter ganz vorne mit dabei Olympiasieger Alistair Brownlee (GBR). Dessen Bruder Jonathan, einer der WM-Kandidaten und normalerweise immer in der Geschwister-Nähe, hatte etwas Rückstand und stieg in einer zweiten Gruppe mit Titelverteidiger Gomez aus dem Wasser. Das DTU-Trio hatte schon Verspätung: Steffen Justus 30 Sekunden, Gregor Buchholz 1:12 Minuten und Franz Löschke 2:28 Minuten.

Thomas Wenning freiFür den Radpart bedeutete dies zunächst, dass eine Gruppe von sechs Fahrern um Varga und Alistair Brownlee in Front lag. Es folgten einige Athleten um Gomez und den zweiten Brownlee. Dahinter in verschiedenen Gruppen die drei DTU-Starter. Der aus deutscher Sicht topplatzierte Buchholz hatte dabei mit Richard Murray (RSA) einen der Medaillenanwärter in seiner Nähe. Am Ende der ersten elf Kilometer langen Schleife hatten sich dann zwei große Gruppen gefunden. Vorne 21 Fahrer mit 35 Sekunden vor 32 Verfolgern, darunter Justus und Mario Mola, dann neun weitere Athleten mit Buchholz und Murray, die bereits 2:14 Minuten auf die Spitze verloren hatten. Mit einer Erkältung ins Rennen gegangen hatte Franz Löschke das Rennen zu diesem Zeitpunkt schon beendet.

Taktisches Geplänkel an der Spitze

Die Spitze verschleppte das Tempo ein wenig, auch weil der Eindruck entstand, dass die Brownlees entgegen ihrer Natur, „Vollgas zu geben“, taktisch agierten und das Tempo niedrig hielten, damit möglichst viele gute Läufer in der Spitzengruppe vertreten waren, die sich letztlich zwischen Gomez, vor dem Finale WM-Führender, und seinen ersten Herausforderer Jonathan Brownlee schieben können. Immer wieder setzte indes Alistair Nadelstiche und setzte sich vom Feld ab, einmal mit Erfolg und zwei Mitstreitern, so dass Wechsel zwei das Trio Brownlee, Reinaldo Colucci (BRA) und Kristian Blummenfelt (NOR) mit einem Vorsprung von 1:20 Minuten auf das Hauptfeld mit Steffen Justus absolvierte. Gregor Buchholz hatte da schon über vier Minuten Rückstand. Die Folgen der Magen-Darm-Probleme nach Stockholm waren leider nicht zu kompensieren, so dass die Trainer ihn auch nach dem Radpart völlig geschwächt aus dem Rennen nahmen.

Alistair Brownlee lief dann einem ungefährdeten Sieg entgegen, dahinter das Trio Gomez, Brownlee, Mola. Somit war klar, dass Javier Gomez seinen Titel verteidigen würde können, spannend war daher der Kampf um die Medaillen, den letztlich Mola zu seinen silbernen Gunsten entschied. Der verbliebene Deutsche Steffen Justus schaffte es, nach langer Verletzung und fehlendem Lauftraining auf Rang 24.

Zu den Ergebnissen des Rennens.

Fotos: Thomas Wenning

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