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World Triathlon Series Gold Coast: Kein gutes Renn-Wochenende für die deutsche Triathlon-Nationalmannschaft

11. April 2015 von Christine Waitz

Thomas Sobczak,   freiGold Coast, 11. April 2015 – Kein guter Renntag für die deutschen Triathleten in Gold Coast. Das dritte Rennen der Triathlon-WM-Serie über 1500 Meter Schwimmen, 40 Kilometer Radfahren und zehn Kilometer Laufen brachte ernüchternde Ergebnisse für die Nationalmannschaft, sowohl der Herren als auch der Damen.


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Anne Haug beendeten das Rennen auf Rang 23 und Rebecca Robisch auf Platz 24. Das Rennen dominierten die US-Girls. Gwen Jorgensen siegte nach 1:56:59 Stunden vor Sarah True (1:58:17 Stunden) und Katie Zaferes (1:58:35 Stunden). Hanna Philippin (Saarbrücken), bisher beste DTU-Athletin in der Serie, hatte auf das Rennen wegen muskulärer Probleme verzichten müssen. Beste Deutsche im WM-Ranking ist nun Rebecca Robisch als 15. mit 682 Punkten.

„Das ist ein schlechtes Endergebnis“

„Das ist ein schlechtes Endergebnis“, fand DTU-Cheftrainer klare Worte nach dem Wettkampf. „Beide hatten einfach ein schwaches Schwimmen und da waren die Top20-Plätze schon weg. Dann kamen die Radgruppen nicht auf Zug und somit waren die ordentlichen Laufleistungen allein Schadensbegrenzung.“

Petko Beier, einmaligWie von Ebli beschrieben, lief das Schwimmen leider wieder nicht nach Wunsch für die deutschen Triathletinnen. Rebecca Robisch wechselte auf Rang 38 mit 45 Sekunden Rückstand, Anne Haug begann den Radpart 1:08 hinter der Spitze auf Rang 50. Vorne mit dabei indes die beiden aktuellen WM-Führenden: Weltmeisterin Gwen Jorgensen und ihre amerikanische Landsfrau Katie Zaferes. Schnellste Schwimmerin in Gold Coast war die Britin Jessica Learmonth.

DTU-Duo verliert in der Verfolgung auf dem Rad wertvolle Zeit

Da das Feld wie an einer langgezogenen Schnur aus dem Ozean gestiegen war, mussten sich die Damen auf dem Rad zunächst in ihren Positionen und Gruppen finden. Nach Runde eins von acht sah das Publikum dann eine 12-köpfige Spitze, ein weiteres Dutzend Verfolgerinnen 25 Sekunden dahinter, Gruppe drei mit Robisch und acht anderen Starterinnen 30 zusätzliche Sekunden zurück und Anne Haug in Gruppe vier 1:10 Minuten hinter den Führenden. Dieses Bild änderte sich im Rennverlauf allerdings recht schnell. Vorne wurde ein hohes Tempo gefahren, das nicht alle Damen mitfahren konnten, dahinter formierten sich zwei große Gruppen, mit dem DTU-Duo in der Rolle der Verfolgerinnen der Verfolger.

Die Top-Acht arbeitete zwar nicht harmonisch zusammen, aber vor allem Lucy Hall aus Großbritannien und Flora Duffy (BER) drückten auf das Tempo. Der Abstand zur ersten Gruppe pendelte sich in der ersten Wettkampfhälfte konstant bei circa 30 Sekunden ein, Robisch und Haug verloren ein wenig Zeit. Auf den letzten 20 Kilometern vergrößerten sich diese Abstände dann, so dass Jorgensen, Zaferes und ihre verbliebenen fünf Begleiterinnen das Laufen 63 Sekunden vor den ersten Verfolgerinnen, darunter Andrea Hewitt (NZL), und 2:40 Minuten vor der „deutschen Gruppe“ begannen.

Jorgensen mit Sieg trotz Zeitstrafe

Jorgensen erlief trotz einer Zeitstrafe ungefährdet ihren achten Sieg in der WM-Serie in Folge. Dahinter sorgten ihre Landsfrauen für ein reines USA-Podium. Kämpferisch gaben sich Haug und Robisch, konnten aber auf den letzten zehn Kilometern den immensen Rückstand nicht mehr entscheidend schmälern und belegten letztlich die Ränge 23 und 24.

Auf der nächsten Seite: Das Rennen der Herren.

Foto: Thomas Sobczak


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