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World Triathlon Serie: Gwen Jorgensen ist Weltmeisterin 2014

31. August 2014 von Christine Waitz

Daniel Grohmann,   einmaligEdmonton, 30. August 2014 – Geschwächt von Magen-Darm-Problemen erreichten Rebecca Robisch und Anja Knapp beim Triathlon-WM-Finale in Edmonton die Plätze 21 und 30. In der Gesamtwertung der WM-Serie, bestehend aus acht Rennen, belegte Robisch damit Rang 22 und Knapp Rang 27. Mit einem beeindruckenden Sieg in Kanada, ihrem fünften in Folge, nach 2:00:05 Stunden demonstrierte die Amerikanerin Gwen Jorgensen, warum sie in 2014 die WM-Serie mit 5085 Punkten für sich entscheiden konnte.


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Zweite beim finalen Rennen wurde die Neuseeländerin Andrea Hewitt vor Landsfrau Nicky Samuels. Im Gesamtranking bedeutete das WM-Silber für Sarah Groff (USA, 3987 Punkte) und WM-Bronze für Hewitt, auf deren Konto 3845 Punkte verbucht sind.

Zum Schluss fehlte die Kraft

„Es ist wirklich sehr schade, dass die zwei mit einem Infekt hier angereist sind, denn sie sind definitiv in guter Form“, sagte nach dem Rennen DTU-Cheftrainer Ralf Ebli. „Beide waren ja auch vorne dabei, aber im Laufen hat man gemerkt, dass schlicht die Kraft nicht vorhanden war. Trotzdem haben beide super gekämpft, aber jeder hat gesehen, dass es nicht so ging, wie die Form es zugelassen hätte. Unser Glückwunsch nichtsdestoweniger an die neue Weltmeisterin, die eine tolle Saison hatte und verdient den Titel gewinnen konnte.“

Starker Start

Das Renngeschehen im letzten WM-Rennen der Saison bestimmte am Anfang die Spanierin Carolina Routier, die im Schwimmen erwartbar gleich Dampf machte. So zog sich das Damenfeld recht weit auseinander. Erfreulicherweise war das deutsche Duo aber vorne mit vertreten. Anja Knapp kam zehn Sekunden hinter Routier auf Rang zehn aus dem Wasser und Rebecca Robisch mit 16 Sekunden Rückstand als 20.

Diese sechs Sekunden Differenz reichten allerdings, dass Knapp sofort in die erste Radgruppe rutschte, wogegen Robisch zunächst zu den Verfolgerinnen zählte. Allerdings schaffte es Robisch mit sieben Mitstreiterinnen schnell, nach vorne aufzuschließen, so dass 18 Damen die Spitze bildeten und von elf Verfolgerinnen mit der Top-Favoritin Gwen Jorgensen und der Britin Jodie Stimpson, als WM-Klassements-Dritte ins Rennen gegangen, gejagt wurden. Dahinter hatten sich weitere Gruppen gebildet, die das Renngeschehen schon nach der ersten großen Radrunde nicht mehr beeinflussten.

Daniel Grohmann, einmalig

Da insbesondere die Neuseeländerin Andrea Hewitt und auch US-Frau Sarah Groff Interesse daran hatten, den Vorsprung gegenüber Jorgensen und gegenüber Stimpson möglichst groß zu gestalten, setzten sich die Führenden zunehmend ab. Und vor allem Jorgensen hatte Mühe, an den kurzen, aber steilen Anstiegen des Kurses das Tempo hochzuhalten. Als der Radpart beendet war und die Damen in die Laufschuhe wechselten, bedeutete dies, dass die ersten, und darunter die beiden Deutschen, mit einem Vorsprung von 1:10 Minuten die finalen zehn Laufkilometer angingen.

Jorgensen dominiert

Hewitt mit Landsfrau Nicky Samuels und Groff liefen schnell an. Dahinter formierten sich die weiteren Damen, Knapp und Robisch auf den Plätzen 15 und 17. Speziell im Laufen zeigten sich die Auswirkungen der Magen-Darm-Probleme unter der Woche. Ebenfalls schnell ging Gwen Jorgensen das Laufgeschehen an und hatte nach der ersten von vier Runden schon die zwei DTU-Starterinnen vor sich. In der zweiten manifestierte sie ihren WM-Titel und sammelte Gegnerin um Gegnerin ein und schob sich bereits nah an die Spitze heran. Bei Kilometer sieben war es dann geschehen, und die Amerikanerin lief auf die Führenden auf und demonstrierte dann eindrucksvoll, warum sie 2014 Weltmeisterin geworden ist.

Daniel Grohmann., einmaligRobisch und Knapp kämpften, konnten aber nur bedingt mit den Konkurrentinnen mithalten und verloren so leider noch ein paar Plätze. Am Ende stand in den Ergebnislisten für Robisch Rang 21 und für Knapp Platz 30. Im Gesamtklassement der Weltmeisterschaftsserie belegte Robisch somit mit 1585 Punkten Platz 22, Knapp Platz 27 mit 1429 Zählern. Anne Haug, seit dem Rennen in London verletzt und mit nur zwei Wettkämpfen in der Wertung, ist mit 1282 Punkten hier 32.

Rang 15 für Justus Nieschlag bei der Triathlon-U23-WM in Edmonton

Am frühen kanadischen Tag hatte bereits das WM-Rennen der U23-Herren stattgefunden. Justus Nieschlag lief bei diesem auf Rang 15 ins Ziel. Nach 1:55:17 Stunden hatte Nieschlag seinen Arbeitstag beendet. Gute zwei Minuten schneller hatte dies der neue Weltmeister Dorian Coninx (FRA, 1:53:06 Stunden) getan. Zweiter wurde der Brite Marc Austin vor seinem Landsmann Gordon Benson.

Zu den Ergebnissen des Rennens.

Fotos: Daniel Grohmann

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