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WM Las Vegas: Craig Alexander gewinnt mit Potts Laufrad

12. September 2011 von Christoph Steurenthaler

Henderson, 11. September 2011- Craig Alexander ist der neue Ironman 70.3 Weltmeister 2011. Mit einer fulminanten Laufleistung gewann er in 3:54:48 Stunden vor seinem Landsmann Chris Lieto und dem Kanadier Jeff Symonds. Die Australierin Melissa Rollison gewann den Weltmeister-Titel bei den Frauen. In 4:20:55 Stunden setzte sie sich gegen die ehemalige Zeitfahr-Weltmeisterin Karin Thürig aus der Schweiz und die Amerikanerin Lindsey Corbin durch. 1700 Triathleten aus 52 Nationen nahmen an der Veranstaltung teil.


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Angenehme 22 Grad zeigte das Thermometer am frühen Morgen zum Schwimmstart. Im Laufe des Tages stiegen die Temperaturen zwar noch auf über 30 Grad, aber die befürchtete Hitzeschlacht blieb den Teilnehmern glücklicherweise erspart.

Potts „First out of the water“

Der bekannt starke Schwimmer Andy Potts, Ironman 70.3 Weltmeister 2008, dominierte die Aufaktdisziplin vom Startschuss weg und suchte sein Heil in der Flucht nach vorne. Dahinter bildete sich eine große Gruppe mit allen Favoriten um den Tschechen Filip Ospaly, Paul Ambrose, Fraser Cartmell, Martin Krnavek, Luke McKenzie und eben Craig Alexander. Potts war nach 23:19 Minuten „First out of the water“ und hatte einen Vorsprung von über einer Minute auf seine Verfolger. Alexander folgte an dreizehnter Position mit 1:20 Minuten Rückstand.

Alexander siegt mit Potts Laufrad

Auf der Radstrecke sorgte der zweifache Hawaii-Sieger für ein hohes Tempo und schnell schrumpfte Potts Vorsprung. Nicht mal ein defektes Vorderrad konnte Alexander stoppen. Dass ihm vom Material-Wagen ein Laufrad von Andy Potts eingebaut wurde stellte sich erst später heraus. Nach zwanzig Meilen war der Führende Potts eingeholt und Chris Lieto übernahm die Initiative. Bekannt für seinen Raddruck versuchte er sich gemeinsam mit Paul Matthews von der Gruppe zu lösen. Doch Alexander kontrollierte stets das Renngeschehen und lies den Abstand nicht zu groß werden. Mit einem Vorsprung von vier Minuten erreichte Lieto schließlich als Erster mit Raynard Tissink im Schlepptau die zweite Wechselzone. Tissink hatte jedoch auf der Strecke eine Zeitstrafe kassiert und musste vier Minuten im Penalty-Zelt absitzen.

Alexander fliegt über den Laufkurs

Knappe vier Minuten hinter Lieto gingen Matthews und Alexander auf den hügeligen Laufkurs. Und der zweifache Hawaii-Champion attackierte sofort. Bereits auf den ersten zwei Kilometern verkürtzte er den Rückstand um dreißig Sekunden und flog förmlich über die Laufstrecke. Mitte der zweiten Runde hatte er Lieto gestellt und lies ihn stehen. Nach 3:54:48 Stunden hatte er nach 2006 seinen zweiten Ironman 70.3 Weltmeistertitel gewonnen. 1:11:50 Stunden betrug seine Laufzeit, herausragend für die hügelige Strecke. Eine Siegerzeit unter vier Stunden war vorher nicht für möglich gehalten worden. Mit seinem Sieg unterstrich Alexander seine Ambitionen auf einen erneuten Triumph auf Hawaii in vier Wochen. Chris Lieto sicherte sich in 3:58:03 Stunden den Vize-Weltmeistertitel und zeigte damit, dass auf Hawaii mit ihm zu rechnen sein wird. Dritter wurde Jeff Symonds in 3:58:42 Stunden. Der Österreicher Michael Weiss war als Vierter in 3:59:11 Stunden bester Europäer. Swen Sundberg war in 4:21:01 Stunden bester Deutscher auf Platz 38.

Rollison überragend

Das Rennen der Frauen verlief ähnlich. Leanda Cave und Julie Dibens, Ironman 70.3 Weltmeisterin 2009, dominierten das Schwimmen im Lake Las Vegas. Cave stieg nach 25:40 Minuten mit gerringem Vorsprung als Erste aus dem Wasser. Dibens übernahm nach wenigen Kilometern auf der Radstrecke die Führung und löste sich schnell vom Rest des Frauenfeldes. Melissa Rollison, mit drei Ironman 70.3 Titeln 2011 für Las Vegas qualifiziert, fuhr inzwischen an zweiter Position hinter Dibens mit kanpp vier Minuten Rückstand. Karin Thürig, die ehemalige Weltmeisterin im Zeitfahren aus der Schweiz, hatte ihren Rückstand nach dem Schwimmen beinahe wett gemacht und sich bis auf Position drei nach vorne gearbeitet. Noch als Führende ging Dibens auf die Laufstrecke. Rollison folgte als Zweite mit zweieinhalb Minuten Rückstand und bereits jetzt war klar, dass es für Dibens wohl nicht zum Sieg reichen würde. Sie gab alles und lief wirklich gut. Aber gegen Rollisons Laufstärke hatte sie nicht den Hauch einer Chance. Noch auf der ersten von drei Runden übernahm sie die Führung und siegte in 4:20:55 Stunden. Bis ins Ziel lief sie noch einen Vorsprung von sechs Minuten auf Thürig heraus, die in 4:26:52 Stunden Vize-Weltmeisterin wurde.Linsey Corbin wurde in 4:29:25 Stunden Dritte.

Ergebnisse

Männer

1. Craig Alexander 3:54:48 Boulder CO USA
2. Chris Lieto 3:58:03 3:15 Danville CA USA
3. Jeff Symonds 3:58:42 Penticton BC CAN
4. Michael Weiss 3:59:11 Colorado Spring CO USA
5. Joe Gambles 4:00:00 Boulder CO USA
6. Paul Matthews 4:00:26 Casuarina NS AUS
7. Raynard Tissink 4:00:53 Port Elizabeth ZAF
8. Tim Berkel 4:02:01 Port Macqaurie NS AUS
9. Luke Bell 4:04:03 Cardiff CA USA
10. Alessandro Degasperi 4:05:09 Panchi ITA
Frauen
1. Melissa Rollison 4:20:55 QL AUS

2. Karin Thürig 4:26:52 5:57 Retschwil CHE
3. Linsey Corbin 4:29:25 8:31 Missoula MT USA
4. Heather Jackson 4:30:21 9:26 Carlsbad CA USA
5. Joanna Lawn 4:33:08 12:13 Parnell Aucklan AU NZL
6. Leanda Cave 4:33:57 13:03 Tucson AZ USA
7. Heather Wurtele 4:35:36 Kelowna BC CAN
8. Emma-Kate Lidbury 4:36:14 15:20 Oxford GBR
9. Christie Sym 4:36:52 15:57 Collaroy NS AUS
10. Michelle Wu 4:37:03 Canberra AC AUS

 

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