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Wissenschaft leicht gemacht: Lauftechnik von Elite-Triathleten

22. Februar 2015 von Philipp Peter

Foto: Jörg Schüler,   freiGibt es einen Schlüsselfaktor, der einen schnellen Triathlon-Läufer ausmacht? In ihrer Kolumne “Wissenschaft leicht gemacht” stellen die Experten der formkurve jeden Monat ein brandaktuelles Thema vor. Heute: die Lauftechnik von Elite-Triathleten. Tatsächlich ist es nicht entscheidend, ob der Sportler Vor-,  Mittel- oder Rückfußläufer ist. Doch ein Element haben die schnellen Läufer gemeinsam. 


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In einer aktuellen Studie haben Wissenschaftler Auckland, Neuseeland, die Lauftechnik von Elite-Triathleten genauer unter die Lupe genommen. Bei 238 männlichen und weiblichen Athleten aus der ITU World-Championship-Serie der Junioren, U23 und Elite wurde dazu die Laufleistung, die Bodenkontaktzeit, die Schrittlänge und -frequenz sowie die Art des Fußaufsatzes während des Wettkampfs gemessen.

Foto: Jörg Schüler, frei

Was macht einen schnellen Laufstil aus?

Bei den Frauen zeigten sich deutlicherer Unterschiede in der Lauftechnik zwischen den Junior- und Elite-Athleten als bei den Männern. In allen Leistungsklassen waren eine kleinere Bodenkontaktzeit sowie eine längere Schrittlänge eher bei den besseren Läufern zu finden. Die Art des Fußaufsatzes (über die Ferse, Mittelfuß- oder Vorfußaufsatz) zeigte jedoch keinen Zusammenhang zur absoluten Laufgeschwindigkeit der Athleten.

Die Studie zeigt zum einen, dass es auch im Elitebereich nicht „die“ Lauftechnik gibt die zum Erfolg führt und zum anderen, dass insbesondere eine kurze Bodenkontaktzeit entscheidet ist, um schneller zu laufen. Im Lauftraining sollte deshalb unter anderem auch auf eine Verbesserung der Reaktiv- und Schnellkraft Wert gelegt werden.

Der triathlon.de Tipp 

Welches Training braucht es, um kurze Bodenkontaktzeiten zu erreichen? Grundvoraussetzung dazu ist eine insgesamt gute Körperspannung, ein stabiler Rumpf und gut trainierte Wadenmuskulatur.
Christine Waitz, freiZunächst sollten also Athletik- und Stabitraining fest im Trainingsplan eingeplant sein. Um Reaktiv- und Schnellkraft zu trainieren bieten sich für Triathleten Kurzsprints an, die mit maximalem Tempo gelaufen werden. Weitere Möglichkeiten des Trainings wären Treppenläufe mit möglichst hoher Frequenz, sowie frequenzbetonte Lauf-ABC-Übungen wie Skippings oder Stechschritt-Lauf.

Zur Website der Formkurve.

Quelle: Pearson, S., Sheerin, K. & Pfitzinger, A. (2013). Relationship between running kinematics and performance in elite triathletes. International Conference on Biomechanics in Sports.

Fotos: Jörg Schüler, triathlon.de

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