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Was bringen Kompressionsstrümpfe wirklich?

2. Februar 2013 von Philipp Peter

Ob Kompressionsstrümpfe einen Vorteil beim Laufen bringen ist wissenschaftlich sehr umstritten. Es gibt Studien die einen Effekt zeigen konnten, andere jedoch nicht. Eine neue Studie französischer Wissenschaftler kommt zu dem Ergebnis, dass Kompressionsstrümpfe bei einem Langstreckenlauf keinen Vorteil bringen.


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Dazu wurden 11 trainierte Läufer auf eine 15 Kilometer lange Laufstrecke geschickt, die sie mit Wettkampftempo absolvieren mussten – jeweils einmal mit und einmal ohne Kompressionsstrümpfe. Zusätzlich zur benötigten Zeit wurden Herzfrequenz, Laktatwerte, subjektives Belastungsempfinden und der Sauerstoffgehalt der Beinmuskulatur mittels Infrarot-Technik gemessen. Die Ergebnisse zeigten jedoch keinen statistisch relevanten Unterschied zwischen dem Lauf mit und dem Lauf ohne Kompression, weder bei Laufzeit noch bei einem der anderen Parameter. Im Gegensatz zur Aussage der Kompressions-Hersteller konnten die Läufer also ihre Leistungsfähigkeit nicht steigern. Möglich wäre jedoch ein Vorteil für weniger trainierte Läufer oder noch für längere Strecken, wie einen Marathon oder einen Ironman. Dies wurde in der vorliegenden Studie nicht untersucht. Individuelle Vorteile in Abhängigkeit von Körperbau und Lauftechnik sind ebenso denkbar.

Literatur:
Vercruyssen, F., Easthope, C., Bernard, T., Hausswirth, C., Bieuzen, F., Gruet, M. & Brisswalter, J. (2013). The influence of wearing compression stockings on performance indicators and physiological responses following a prolonged trail running exercise. Eur. J. Sport Sci. Zugriff am 28.01.2013 unter http://dx.doi.org/10.1080/17461391.2012.730062

Foto: CEP

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