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Wadenverletzung macht Strich durch die Saisonpläne von Thomas Springer

5. August 2010 von Christian Friedrich

Kitzbühel: abhaken. Lausanne: abhaken. Der amtierende deutsche Triathlonmeister Thomas Springer ist verletzt und kann weder beim WM-Serien-Rennen in Österreich (14.8.) noch bei der Sprint-WM in der Schweiz (22.8.) an den Start gehen.


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„Schon eine Woche vor dem WM-Serien-Rennen am 17. Juli in Hamburg verspürte ich starke Schmerzen in der linken Wade, die zunächst auf zu starke Trainingsbelastung schob. Trotzdem ging ich sofort auf Nummer sicher und ließ mich physiotherapeutisch behandeln, sogar vor dem Wettkampf im Hotel in Hamburg“, so Springer. Da die Schmerzen nach dem Wettkampf aber schlimmer wurden, unterzog sich Springer in den Berufsgenossenschaftlichen Kliniken Bergmannstrost in Halle einer umfassenden Untersuchung. „Ich bekam in »meinem« Krankenhaus einen »all inklusive«-Aufenthalt mit Rundum-sorglos-Paket“, sagt der 25-jährige Hallenser. „Doch sorglos war ich nach der Diagnostik nicht: ein Muskelfaserriss mit einer starken Blutansammlung wurde festgestellt. Die Ärzte empfahlen stationäre Behandlung und eine Operation.“ Die Folgen: drei Tage Krankenhaus, zwei Wochen bewegungsunfähig, bis zu sechs Wochen kein Training. Sollten die Prognosen der Ärzte eintreten, ist die Saison 2010 für Springer so gut wie gelaufen.

„Ich weiß nicht, ob ich am 18. September in Schliersee meinen Titel verteidigen werden kann“, sagt Springer niedergeschlagen. „Aber solche Geschichten hauen mich nicht mehr um. Oft genug habe ich sie in meiner Laufbahn schon erfahren müssen. Aber jedes Mal bin ich stärker zurückgekommen und habe große Erfolge erzielt. Kämpfen, hart arbeiten und mit dem absoluten Glauben und Willen ein Ziel erreichen!“

Springer glaubt, durch solche Rückschläge auch viel für seine berufliche Zukunft zu lernen. „Immer dran bleiben, kämpfen, dabei stoisch und motiviert bleiben – darauf kommt es zum Beispiel auch in der Reha an“, sagt der gelernte Masseur und medizinische Bademeister. Doch in den nächsten Jahren will Springer natürlich erfolgreicher Profi-Triathlet bleiben. „Mittlerweile glaube ich, dass solche Rückschläge zu meiner Karriere gehören und begreife sie fast als Vorrausetzungen für die ganz großen Erfolge“, sagt er. „Nur durch das Überwinden solcher Krisen sind meine Erfolge in der Vergangenheit für mich und meine Unterstützer so emotional und außergewöhnlich geworden.“

www.thomas-springer.com

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