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Vorgestellt: Dimond Bike – Softride reloaded

6. Februar 2015 von Mario Lisker

Dimond Bike Wer erinnert sich noch an die Beam- beziehungsweise Softride-Bikes? Liebe oder Hass des gewagten Designs, dazwischen gab es kaum Spielraum. Selbst Jürgen Zäck verhalf diesem Konzept zu keinem dauerhaften Aufenthalt am Markt. Nur wenige Radhersteller trauten sich an dieses Design, dessen Idee höherer Komfort und weniger Luftwiderstand war. Rüster Sports wagt mit dem Dimond Bike und überzeugenden Argumenten nun erneut einen Versuch…


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Schnell…schneller…Dimond

Dimond Bike SchaltungDimond Bikes ist ein Teil von Rüster Sports, dessen Gründer T.J. Tollakson versucht das Radkonzept zu etablieren. Oberste Priorität bei der Entwicklung lag auf der Reduzierung des Luftwiderstandes. Als bekannt starker Radfahrer ist Tollakson mit Sicherheit nicht die schlechteste Hausnummer bei der Umsetzung dieser Idee. Da ein Startup Unternehmen finanziell den Platzhirschen nicht gewachsen ist, wurden die Rahmen ohne Hilfe hochmoderner Computerprogramme gebaut und anschließend im Windtunnel getestet. Aufgrund dieser ungewöhnlichen Entwicklungsmethode waren die Tests im Windkanal umso überraschender: Die Dimond Rahmen waren schneller als alles momentan auf dem Markt existierende. Begründet wird dies durch das Weglassen des Sitzrohres und dem damit erheblich geringerem Luftwiderstand.

Beeindruckender Komfort

Dimond Bikes verspricht ein besseres und flüssiges Fahrgefühl ohne schwammiges Wippen. Da es bisher noch keinen eigenen Test gibt, geben wir hier die Erfahrungen der Profis wie Maik Twelsiek und der bisherigen Käufer wieder. Und diese wiederholen sich stetig: Komfortable Langstreckenfahrten bei hoher Steifigkeit. Maik Twelsiek erinnert sich an die ersten Testfahrten:“WOW! Ich war vom Komfort auf schlechten Straßen schwer beeindruckt“. Befürchtungen für Windanfälligkeit wegen des massiven Unterrohres oder ein Nachgeben im Wiegetritt wegen des fehlenden Sitzrohres sind nicht der Fall. „Es fährt sich nicht anders als die anderen Triathlonräder, aber wer ein schnelles Rad möchte, kommt an diesem nicht vorbei“, fährt Maik fort.

Dimond Bike "smooth"

Keine Flaschenhalter?

Auf der Messe des Ironman Arizona 2014 standen die Jungs von Dimond Bikes für uns Rede und Antwort. Weshalb es zum Beispiel keinerlei Befestigungen für Radflaschen gibt: Würde man hinter dem flächigen Unterrohr eine Radflasche anbringen, wäre der Effekt des fehlenden Sitzrohres und damit der entscheidende aerodynamische Vorteil zunichte.
Dimond Bike "Made in USA"Da die Räder aber individuell gefertigt werden, kann dies auf Kundenwunsch integriert werden. Empfohlen werden Lösungen hinter dem Sattel, da der Luftstrom nicht direkt hinter dem Fahrer abreißt und somit im „Schatten“ ist. Eine aerodynamische Lösung zwischen den Extensions wird ebenfalls empfohlen. Der Griff zur 3T Gabel erlaubt alle Freiheiten bei der Zusammenstellung des Cockpits.

Alle Wünsche in maximal zwei Monaten

Der Aufbau eines Bikes bei Bestellung kann individuell vorgenommen werden. Egal ob mechanische oder elektronische Schaltung, Komplettbike oder nur Rahmenset – der Kunde baut sein Bike mit. Das Komplettrad soll dabei nur knapp über acht Kilogramm wiegen und durch seine Rahmengeometrie einen nicht unerheblichen Verpackungsvorteil bieten. Die Fertigungsdauer liegt momentan bei maximal zwei Monaten. Die ist jedoch nur bei ausgefallenen Lackierungen oder unüblichen Rahmengrößen. Dass das Ganze nicht ganz günstig ist, spielt bei den mittlerweile typischen Preisen für High End Räder fast schon eine Nebenrolle. Der momentane Wechselkurs zum Dollar, macht es aber attraktiv.

Dimond Bikes Kundenrad

Tollakson, Twelsiek, Rapp…immer mehr Profis überzeugt

Der Ironman Arizona 2014 stand unter besonderen Windbedingungen. Laut Mike Reilly, die Stimme des Ironman, waren es die heftigsten Windbedingungen seit zehn Jahren. Und genau hier konnte man tatsächlich den Vorteil der Dimond Bikes sehen: Der Vergleich der Leistungsmessungen zweier Athleten zeigte bei gerade zehn Watt Mehrleistung eine zwanzig Minuten schnellere Zeit!
Das sind zwar keine reproduzierbaren Testergebnisse, da es zwei unterschiedliche Athleten und Sitzpositionen waren, aber auch Maik Twelsiek (zweitschnellste Radzeit) bestätigt dies: „Als ich auf meinem alten Rad mit T.J.Tollakson auf dem Dimond eine Trainingsrunde fuhr, zeigte sein SRM 40 Watt weniger Leistung bei gleicher Geschwindigkeit“
Auch Jordan Rapp schien das Rad zu imponieren. 2015 wird auch er auf einem Dimond Rad auf Bestzeitenjagd gehen.

Hier geht’s zur Website von Rüstet Sports/Dimond Bike

Fotos: Michael Rauschendorfer, Maik Twelsiek, Dimond Bikes

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