Du bist hier: Triathlon Portal - triathlon.de > Wettkampf > Interview1 > Von Null auf Triathlon: Interview mit Sportmoderator Andreas Hahn

Von Null auf Triathlon: Interview mit Sportmoderator Andreas Hahn

14. Mai 2014 von Christine Waitz

Andreas Hahn, einmaligSportmoderator Andreas Hahn geht jetzt Laufen statt Frühschoppen, ist jetzt mitten drin statt nur dabei. Zumindest manchmal. Sport ist sein Beruf, doch bis vor kurzem mehr passiv, als aktiv. Als Moderator gibt er vielen Events seine Stimme, motiviert gleichermaßen Sportler und Zuschauer. Sich selbst zu motivieren, das schafft der Amberger erst, seitdem er mit dem Triathlonvirus infiziert wurde.


Triathlon Anzeigen

Von der Moderationsbühne auf die Wettkampfstrecke: Andreas Hahn hat Gefallen am Wettkampf gefunden. Als sein Arbeitgeber, das Medienhaus „Der neue Tag“ in Weiden, ein “Von Null auf Triathlon”-Projekt präsentierte, war für Andreas klar: Da möchte er dabei sein. Mittlerweile hat er seine Triathlon-Premiere hinter sich, bringt 30 Kilo weniger auf die Waage und hat es geschafft, Familie, Job und Sport unter einen Hut zu bringen.

Dejan Tolo, einmaligWie war Dein erstes Triathlon Jahr?

Es war grandios – ehrlich! Es war ja mein erstes als “Aktiver”. Der schönste Moment war, als ich mit meinen Kindern an der Hand auf das Ziel zugelaufen bin. Kaum angekommen, sagte mein vierjähriger Sohn: “Papa, aber jetzt gehen wir zum Spielplatz!” Am schlimmsten waren die Momente im Training, wenn man sich denkt “Schaffe ich das, nein, das schaffe ich nicht … oder vielleicht doch?”

Wie ist deine Vorbereitung gelaufen?

Super. Mein primäres Ziel war es ja, so viel wie möglich abzunehmen. Das habe ich geschafft. Und gefinished habe ich auch – auf der Sprintdistanz. Die Zeit war mir von Anfang an egal. “Durchhalten und ankommen” war die Devise. Im November 2012 konnte ich gerade einmal ein bis zwei Kilometer am Stück laufen – Ende April 2013 waren es dann acht. Beim Training war der häufigste Gedanke: “Es hat keiner gesagt, dass es ein Spaß wird …”

Andreas Hahn, einmaligNun kennst Du als Moderator an den Triathlon-Strecken auch noch die Seite der Aktiven: Hat sich Dein Blick auf den Sport dadurch geändert?

Ich habe vor allen, die Triathlon machen – egal welche Distanz – unglaublichen Respekt. Ich bewundere die Freizeitsportler, die diesen Sport in ihren Alltag integrieren. Und ich habe größten Respekt vor allen Familien, die den Triathlon in ihrer Familie unterstützen.

Vor Kurzem konntest du sogar deinen ersten Marathon erfolgreich beenden. Wie schaffst du es Sport, Arbeit und Familie zu vereinbaren?

Ich fahre morgens mit dem Rad in die Arbeit, je nach Streckenauswahl sind das 13 bis 15 Kilometer. Damit ich nicht auf trockenes Wetter angewiesen bin, habe ich mir jetzt auch noch ein Mountainbike gekauft. Mit dem Rad brauche ich etwa eine halbe Stunde – mit dem Auto dauert es 15 bis 20 Minuten. Damit ist zumindest mal der Radpart ein wenig abgedeckt. Ansonsten gehe ich meist Mittags zum Schwimmen, in meiner Mittagspause. Und Laufen: da bleibt der Sonntagvormittag, Samstagnachmittag oder gerne noch eine Feierabendrunde bzw. laufe ich die 13 bis 15 Kilometer seit der Marathonvorbereitung auch gerne mal nach Hause- somit kann ich das mit der Familie ganz gut handeln.

Und wie war das Erlebnis Marathon?

Es war grandios. Gefinished habe ich in den angepeilten 4,5 Stunden – ich konnte mich seit November von zehn auf 42 Kilometer steigern. Der „Mann mit dem Hammer“ blieb aus – und ich denke, dass dies nicht mein letzter Marathon war! Auf der Strecke habe ich zwei mal eine gewisse Chrissie Wellington getroffen und konnte ein paar Sätze mit ihr plaudern!

Wirst Du dem Ausdauersport jetzt treu bleiben?

Ziel ist, dabei zu bleiben. Die Ausdauer zu steigern. 2014 die Kurzdistanz zu schaffen. Danach bleibe ich dem Triathlon treu – aber wahrscheinlich wird es nicht zu mehr reichen, als zur Kurzdistanz.

Das Interview mit Andreas Hahn ist auch in unserem neuen triathlon.de MagaLog erschienen. Hier könnt ihr unsere erste Printausgabe bestellen und noch mehr Informationen rund um Triathlon, Training, Material und Persönlichkeiten bekommen.

Hier findet ihr Andreas‘ ausführlichen Marathonbericht.

Fotos: Andreas Hahn, Wechselszene/Dejan Tolo

Triathlon.de Anzeigen
 
Zum Triathlon.de Newsletter anmelden