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Nicht mehr nur Männersache?
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Viagra-Doping:
Nicht mehr nur Männersache?

1. Dezember 2008 von Dr. Langdistanz

Die allseits bekannte Potenzpille Viagra macht nach einer in der letzten Woche veröffentlichten Studie nicht nur Männern, sondern auch Mäusen Beine.


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Die Studie wurde im Magazin „Nature“ veröffentlicht.

Die Studie zeigt, dass eine Gabe des PDE5A Hemmstoffes Sildenafil (alias „Viagra“ ) die muskuläre Ermüdung bei gentechnisch veränderten Mäusen siginifikant hinauszögert (siehe Grafik).

Zur Grafik: Die Grafik zeigt die Abhängigkeit der Ausdauerleistung pro Zeit (links) und in Metern (rechts) von der Viagra-Gabe. Behandelte Mäuse liefen doppelt so lange und doppelt so weit (jeweils rechter Balken) als unbehandelte Mäuse (linker Balken). „Mdx-Mäuse“ sind Standart-Versuchsmäuse in der Muskelforschung. Diese Mäuse haben einen künstlich erzeugten Gendefekt, der bei Menschen zu einer schweren Muskelerkrankung (Duchenne’sche Muskeldystrophie) führt.

Die Studie erwähnt den Namen Viagra nicht im eigentlichen Artikel, sondern nur in den online zugänglichen Zusatzinformationen – Ein Schelm, wer Arges dabei denkt.

Zufällig berät die WADA gleichzeitig über die Aufnahme von Viagra in die Liste der verbotenen Substanzen, wie Radsport-news.com berichtet. Noch im Sommer wurde der leistungssteigernde Effekt eines Stoffes aus der Klasse der AMPK-Inhibitoren, von der ebenfalls renommierten Fachzeitschrift „Cell“ am Vorabend der olympischen Spiele in der internationalen Tagespresse hervorgehoben.

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