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Kraft ist messbar

Übersicht Watt-Messsyteme:
Kraft ist messbar

10. März 2011 von Christian Friedrich

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Wattmessung in der Kurbel

SRMSRM – Der Wattmess-Klassiker
Der Klassiker oder Platzhirsch unter den Wattmesssystemen ist SRM (SRM steht übrigens für Schoberer Rad Messtechnik). Die Genauigkeit und die fehlende Konkurrenz machten SRM das Leben zu Anfang „leicht“. Das Messsystem steckt in der Kurbel und misst über Dehnstreifen, die sich beim Treten auf die Pedale verwinden. SRM nutzt ANT+ und lässt sich zum Beispiel mit Garmin-Geräten komfortabel nutzen.

Genauigkeit, sehr gute Verarbeitung  und sehr guter Service machen das System aus und machen es bei entsprechend finanziellen Mitteln immer noch zum System der ersten Wahl.

Ganz klar, beim Preis hört der Wattspaß bei vielen auf: 2.500 Euro oder mehr kostet ein SRM-System.

Quarq CinQoQuarq CinQo – Der Kurbelwattkranz
Auch schon länger auf dem Markt, und mittlerweile auch in Deutschland, ist das System Quarq CinQo. Ein System was auf der Kurbel steckt und über zehn integrierte Druckmesser mit jeder Kurbelumdrehung einen Umgang misst. Die Genauigkeit soll plusminus zwei Prozent betragen und gemessen werden beide Beine zusammen. Ein Promintenter Nutzer des Systems ist der Däne Rasmus Henning (Challenge Roth Sieger 2010).

Preislich liegt es bei um die 2.000 Euro.

Power2MaxPower2Max – Minimaler Preis
Ähnlich wie auch SRM, funktioniert das System von Power2Max, und vor allem der Preis klingt interessant. Etwa 700 Euro kostet der Sensor, allerdings muss eine Kurbel schon vorhanden und diese auch kompatibel sein. Power2Max sichert eine Messgenauigkeit von +/- 2 Prozent zu. Im Sekundentakt werden die Messdaten der vier Dehnmessstreifen an den Radcomputer gesendet, ein Trittfrequenzsensor braucht man bei diesem System nicht.

Um die Messsignal zu senden wird eine handelsübliche Batterie zum Selberwechseln benötigt. Da das System mit ANT+ sendet sind viele Radcomputer kompatibel. Auch beim Kurbellager ist Auswahl geboten.

ErgomoErgomo – Wieder auferstanden
Nachdem Ergomo schon in der Versenkung verschwunden war, ist es nun das Unternehmen Barigo was dem ergomo Leistungsmesssystems wieder in den Markt verhelfen will. Barigo hat in Zusammenarbeit mit dem Erfinder des Systems, Siegfried Gerlitzki, die vergangene Zeit genutzt um etwaige Fehler des „alten“ Sensors genau zu definieren und zu beseitigen.

Folgende Punkte sollen ein Update bekommen haben

  1. stabilere und noch genauere Watt-Messung
  2. Optimierung der mechanischen Toleranzen
  3. einfachere Montage

Hintergrundinformation zu dem Unternehmen Barigo
Die Barometerfabrik Richard Goes wurde 1926 gegründet ist heute ein führender Hersteller von präzisen und zuverlässigen Wettermessinstrumenten und Höhenmessern.

Der Ergomo-Sensor ermittelt die Leistung im Tretlager.  Die Messgenauigkeit soll  bei  ± 1,5 Prozent liegen und der Sensor ist in ISO 4 Kant und Octalink erhältlich. Der Preis liegt bei etwa 1000 Euro.

Ausführlicher Thread im Forum zum Thema Ergomo


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Christian Friedrich ist der Autor dieses Artikels. Er ist immer auf der Suche nach neuem Equipment, sei es zum Schwimmen, Radeln oder Laufen. Nichts bleibt ihm verborgen, alles wird getestet. Mit Marathon fing er 2001 an, bis er 2004 zum Triathlon wechselte.
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