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Kraft ist messbar

Übersicht Watt-Messsyteme:
Kraft ist messbar

10. März 2011 von Christian Friedrich

Kraft ist messbarKraft ist messbar und als Trainingsindikator im Radtraining immer verbreiteter. Waren die Preise für solche Watt-Systeme in der Vergangenheit noch weit jenseits der 2000 Euro Grenze, so kommt langsam aber unaufhaltsam Bewegung in den Markt.

Gemessen wird im Kurbellager, auf der Kurbel, über die Pedalachse, in der Pedale, in der Hinterradnabe oder über andere Werte. Von knapp 700 Euro bis über 3000 Euro reicht die Preisspanne der Powermeter.


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Wattmessung in der Pedale
Lange wurde an der Technik gefeilt, die Wattmessung in die Pedalachse zu bringen und seit 2009 und 2010 werden endlich auch Produkte genannt. Drei Anbieter streiten sich wohl um dieses Marktsegment – mit dabei sind Polar/Look, Garmin/MetriGear und O-Synce.

Thread im Forum über Pedal-Wattsysteme

Look Polar Kéo PowerLook Polar Kéo Power – Erstes Pedalsystem auf dem Markt?
Auf der Eurobike 2010 hat Polar ihr Powerpedal präsentiert. Über einen Sensor in den Pedalachsen wird die aufgebrachte Kraft gemessen und an den CS600 oder CS600X gesendet. Andere Computer aus der Polarserie sind nicht kompatibel und auch keine Drittanbieter, da die Übertragung nicht mit ANT+ funktioniert, sondern mit einem proprietären Sendecode.

Um die zwei Prozent Abweichung soll das Polarsystem bieten und das Paar Pedale kommt mit Sensor inklusive auf etwa 500 Gramm.

Das Kéo Power Pedal basiert auf dem Kéo Blade. Und soll ab dem Frühjahr 2011 für etwa 1.500 bis 1.800 Euro zu kaufen sein. Damit ist Polar, wenn es das Pedal kommt, der erste Anbieter, der Wattmessung mit der Pedale anbietet.

Mehr Infos hier

Garmin_MetriGearGarmin/MetriGear Codename „Vector“ – Gut eingekauft?
MetriGear hat ihre Pedale eigentlich schon sehr viel früher angekündigt (triathlon.de berichtete), aber wir müssen noch warten. Seit aber Ende September 2010 Garmin sich MetriGear eingekauft hat, dürfte es wohl nicht mehr allzu lang dauern. Genauer gesagt soll auch hier 2011 eine Pedale präsentiert werden. Ist es bei Polar die Look Keo Pedalplattform, so wird es bei Garmin/Metri Gear wohl ein Speedplay-Pedal. Auch hier steckt die Technik in der Achse. Im Gegensatz zum Polar-Pedal soll hier aber ANT+-Übertragung zum Zuge kommen, so dass der Konsument auch noch andere Radcomputer als Alternative hat. Ein Preis ist noch nicht bekannt, aber er wird um die 1000 Euro Grenze schwanken.

Weitere Infos zum MetriGear System im Forum

ICycloPowerO-Synce ICycloPower – Made in Germany
Dritter im Bunde und auch nicht zu unterschätzen sind O-Synce, die ihr Pedalsystem ICycloPower getauft haben. Prototypen haben wir schon gezeigt oder beschrieben und auch hier nähert sich der Termin, an dem das Pedal den Markt erobern soll.

Das Meßsystem sitzt nicht in einer hohl gebohrten Achse, sondern innerhalb des Pedalkorpus. Das Meßsystem von O-Synce braucht kein freies Stück Achse – Abschnitt zwischen Kurbel und Pedalkorpus bei Speedplay – bei O-Synce werden Standard Roadpedalprofile benutzt. Im Gegensatz zu MetriGear müssen O-Synce-Nutzer nicht am Fahrrad den Akku der Messeinheit laden. Und ein besonderer Pluspunkt: Beim ICP-System können zusätzlich Axialkräfte und theoretisch sogar die Lagerreibung bestimmt werden.

Auch hier wird mit Spannung der Preis erwartet. Viel mehr als 1000 Euro sollte aber auch O-Synce nicht kosten.


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Christian Friedrich ist der Autor dieses Artikels. Er ist immer auf der Suche nach neuem Equipment, sei es zum Schwimmen, Radeln oder Laufen. Nichts bleibt ihm verborgen, alles wird getestet. Mit Marathon fing er 2001 an, bis er 2004 zum Triathlon wechselte.
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